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Zwölf Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Word count: 895

Song Cycle by Carl, Graf Nostitz

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1. Als ich dich kaum geseh'n [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Florence Z. Marshall) , "Im Volkston"
  • ENG English (Emily Ezust) , copyright © 2012
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Als ich dich kaum geseh'n,
Mußt es mein Herz gestehn,
Ich könnt dir nimmermehr
Vorübergehn.

Fällt nun der Sternenschein
Nachts in mein Kämmerlein,
Lieg ich und schlafe nicht
Und denke dein.

Ist doch die Seele mein
So ganz geworden dein,
Zittert in deiner Hand,
Tu ihr kein Leid!


Submitted by Dr. Albert Schelb

2. Barbarazweige [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Am Barbaratage holt' ich
Drei Zweiglein vom Kirschenbaum,
Die setzt ich in eine Schale:
Drei Wünsche sprach ich im Traum.

Der erste, daß einer mich werbe,
Der zweite, daß er noch jung,
Der dritte, daß er auch habe
Des Geldes wohl genung.

Weihnachten vor der Mette
Zwei Stöcklein nur blühten zur Frist; -
Ich weiß einen armen Gesellen,
Den nähm' ich wie er ist.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Blumengruss [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG FRE FRE GRE ITA NOR

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "The bouquet that I have picked", copyright ©
  • ENG English (Michael P. Rosewall) , "Floral greeting", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Salutation des fleurs", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Catherine Beloin) , "Salut de fleurs", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Saluto floreale", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • NOR Norwegian (Bokmål) (Marianne Beate Kielland) , "Blomsterhilsen", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Der Strauß, den ich [gepflücket]1,
[Grüße]2 dich viel tausendmal!
Ich [habe]3 mich oft gebücket,
Ach, wohl eintausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
[Wie]4 hunderttausendmal!


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1 Curschmann, Wolf, Zelter: "gepflückt"
2 Hiller: "Grüss' "
3 Graener, Hiller: "hab' "
4 Webern: "Viel"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Der Lenz ist da [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Die Kinder haben die Veilchen gepflückt,
All, all, die da blühten am Mühlengraben.
Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest
In ihren kleinen Fäusten haben.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Erklärung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG FRE FRE

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Herangedämmert kam der Abend,
Wilder toste die Flut,
Und ich saß am Strand, und schaute zu
Dem weißen Tanz der Wellen,
Und meine Brust schwoll auf wie das Meer,
Und sehnend ergriff mich ein tiefes Heimweh
Nach dir, du holdes Bild,
Das überall mich umschwebt,
Und überall mich ruft,
Überall, überall,
Im Sausen des Windes, im Brausen des Meers,
Und im Seufzen der eigenen Brust.
  	Mit leichtem Rohr schrieb ich in den Sand:
«Agnes, ich liebe Dich!»
Doch böse Wellen ergossen sich
Über das süße Bekenntnis,
Und löschten es aus.

Zerbrechliches Rohr, zerstiebender Sand,
Zerfließende Wellen, euch trau ich nicht mehr!
Der Himmel wird dunkler, mein Herz wird wilder,
Und mit starker Hand, aus Norwegs Wäldern,
Reiß ich die höchste Tanne,
Und tauche sie ein
In des Ätnas glühenden Schlund, und mit solcher
Feuergetränkten Riesenfeder
Schreib ich an die dunkle Himmelsdecke:
«Agnes, ich liebe Dich!»

Jedwede Nacht lodert alsdann
Dort oben die ewige Flammenschrift,
Und alle nachwachsende Enkelgeschlechter
Lesen jauchzend die Himmelsworte:
«Agnes, ich liebe Dich!»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. O Frühlingshauch [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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O Frühlingshauch, o Liederlust,
Wie liegt ihr mir im Gemüthe!
Kaum prangen Busch und Baum im Blust,
Steht auch mein Herz in Blüthe.

Mein Herz ist wie ein grüner Hag,
Das ist ein Zwitschern und Schallen...
Da nisten die lustigen Finken am Tag
Und Abends die Nachtigallen.


Submitted by Harry Joelson

7. O geh' nicht in den frischen Mai [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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O geh' nicht in den frischen Mai
Nach einer bitt'ren Trennungsstund'!
O geh' nicht in den frischen Mai,
Wenn du ein Weh' im Herzensgrund!

Denn jeder Vogel, der dir singt,
Denn jedes Reis, das sproßt und blüht,
Ein jeder Hauch, der zu dir dringt,
Weckt dir ein Echo im Gemüth.

Es ist ein wundersüßes Weh'n,
Das leis' von Blüth' zu Blüthe schleicht;
Es ist ein Kosen und Versteh'n,
Wie wenn sich Lieb' zu Liebe neigt.

Ein Reichthum ist es und ein Freu'n,
Als sei nun nichts mehr arm und kalt;
Ein jugendliches Sicherneu'n,
Als bleibe nichts mehr trüb' und alt:

Als ob nun Himmel, Flur und Au'n
Ein sonn'ger Rausch von Glück umfing'!
Doch hüte dich, es anzuschau'n,
Wenn dir ein Glück grad' unterging.

Kehr' lieber dann in's Stüblein ein,
Und beug' dich über Buch und Schrift;
Es schläft das Weh' wohl leise ein,
Wenn thätig sich der Geist vertieft.

Geh' lieber dann zur Kirche still,
Und kniee vor dem heil'gen Schrein:
Da denkst du wohl: "Wie Gott es will!"
Und Friede ziehet bei dir ein.

Doch draußen gibt es dich nicht frei:
Die blühn'de Lust und dann dein Schmerz.
Geh' so nicht in den frischen Mai,
Sonst bricht vor Sehnsucht dir das Herz.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

8. Ohne Abschied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Disparition secrète", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Nachts zu unbekannter Stunde
Flieht der liebe Lenz die Flur,
Küßt, was blüht, still in der Runde
Und verschwindet sonder Spur.

Rings von seinen Küssen prangen
Früh die Blumen hold verschämt,
Daß an ihrem Mund zu hangen,
Schmetterling sich nicht bezähmt.

Doch die Leute draußen sagen,
Daß der Lenz vorüber sei;
Und an wetterheißen Tagen
Kennt man Sommers Tyrannei.

Und wir denken dran beklommen,
Daß der Lenz so heimlich floh;
Daß er Abschied nicht genommen,
Ach! das läßt uns nimmer froh.

Also schmerzt es, geht das erste
Lieb ohn' Abschied von uns fort.
Ruhig trügen wir das Schwerste,
Spräch' sie aus das Scheidewort.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

9. O leuchtende Erde [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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O leuchtende Erde, o strahlendes Licht,
Das grüßend vom Himmel herniederbrichr!
O du klingende Welt, o du blühende Zeit,
Wenn ein Herz sich dem andern in Liebe geweiht!

Wie war ich verloren, im Innersten krank,
Als die Welt meiner Träume in Trümmer versank;
Verödet erschien mir die Erde und tot:
Ein Friedhof des Glücks, eine Wiege der Not.

Doch jetzt, da es sonnig im Herzen lacht,
Schein Alles sonnig, ob Sturm oder Nacht!
Ich halt' in den Armen die Liebste mein
Und sing's in den Frühling und Winter hinein:

O leuchtende Erde, o strahlendes Licht,
Das grüßend vom Himmel herniederbricht!
O du klingende Welt, o du blühende Zeit,
Wenn ein Herz sich dem andern in Liebe geweiht!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

10. Sag, sprich, woher kommt es

Language: German (Deutsch)

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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Sag, sprich, woher kommt es
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11. Wolle Keiner mich fragen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Anja Bunzel) , "Does nobody want to ask me", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Wolle Keiner mich fragen,
Warum mein Herz so schlägt,
Ich kann's nicht fassen, nicht sagen,
Was mich bewegt.

Als wie im Traume schwanken
Trunken die Sinne mir;
Alle meine Gedanken
Sind nur bei dir.

Ich habe die Welt vergessen,
Seit ich dein Auge gesehn;
Ich möchte dich an mich pressen
Und still im Kuß vergehn.

Mein Leben möchte' ich lassen
Um ein Lächeln vor dir,
Und du - ich kann's nicht fassen -
Versagst es mir.

Ist's Schicksal, ist's dein Wille?
Du siehst mich nicht. -
Nun wein' ich stille, stille,
Bis das Herz mir zerbricht.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

12. Zu zwei

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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Heimwärts der Gang
 . . . . . . . . . .

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     - Emily Ezust

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