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Vier Frühlingslieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Word count: 459

Song Cycle by Ernst Hans Fährmann (1860 - 1940)

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1. Frühlingshoffen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "In a mere hour", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Dulde, gedulde dich fein!
Über ein [Stündelein]1
Ist dein Kammer voll Sonne.

Über den First, wo die Glocken hangen,
Ist schon lange der Schein gegangen,
Ging in Türmers Fenster ein.
Wer am nächsten dem Sturm der Glocken,
Einsam wohnt er, oft erschrocken,
Doch am frühsten tröstet ihn Sonnenschein.

Wer in tiefen Gassen gebaut,
Hütt' an Hütt'lein [lehnet]2 sich traut, 
Glocken haben ihn nie erschüttert,
[Wetterstrahl ihn nie umzittert]3,
Aber spät sein Morgen graut. 

Höh' und Tiefe hat Lust und Leid.
Sag' ihm ab, dem törigen Neid:
Andrer Gram birgt andre Wonne.

Dulde, gedulde dich fein!
Über ein [Stündelein]1
Ist deine Kammer voll Sonne.


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1 Backer-Grøndahl: "Stündlein"
2 Backer-Grøndahl: "lehnt"
3 Pfitzner: "Über ihm ist es, wenn es gewittert"

Submitted by Peter Donderwinkel

2. Frühlingseinzug [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English [singable] (Francis L. Soper) , "Spring Song. To the woods away" [an adaptation]
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Entrée du printemps", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Der alte Winter will heraus,
Er trippelt ängstlich durch das Haus,
Er windet bang sich in der Brust
Und kramt zusammen seinen Wust.
Geschwinde! Geschwinde!

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Er spürt den Frühling vor dem Thor,
Der will ihn zupfen bei dem Ohr,
Ihn zausen an dem weißen Bart
Nach solcher wilden Buben Art.
Geschwinde! Geschwinde!

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Der Frühling pocht und klopft ja schon,
Horcht, horcht, es ist sein lieber Ton!
Er pocht und klopfet, was er kann
Mit kleinen Blumenknospen an.
Geschwinde! Geschwinde!

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Es kommt der Junker Morgenwind,
Ein bausebackig rothes Kind,
Und blast, daß alles klingt und klirrt,
Bis seinem Herrn geöffnet wird.
Geschwinde! Geschwinde!

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Es kommt der Ritter Sonnenschein,
Der bricht mit goldnen Lanzen ein,
Der sanfte Schmeichler Blüthenhauch
Schleicht durch die engsten Ritzen auch.
Geschwinde! Geschwinde!

Die Fenster auf, die Herzen auf!
Geschwinde! Geschwinde!
Zum Angriff schlägt die Nachtigal,
Und horch, und horch, ein Wiederhall,
Ein Wiederhall aus meiner Brust!
Herein, herein, du Frühlingslust!
Geschwinde! Geschwinde!


Submitted by Bertram Kottmann

3. Frühlingsglaube [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE ITA

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Gordon) , no title, copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Credo printanier", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Fede di primavera", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Die [linden]1 Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und [weben]2 Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sey nicht bang!
Nun muß sich Alles, Alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tieffste Thal.
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich Alles, Alles wenden.


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Confirmed with Deutscher Dichterwald. von Justinus Kerner, Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern. Tübingen in der J. F. Heerbrandt'schen Buchhandlung. 1813, page 5; and with Gedichte von Ludwig Uhland. Stuttgart und Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1815, page 54.

1 Klein: "lauen"
2 some prints convey a read error: "wehen"

Submitted by David Gordon and Peter Rastl [Guest Editor]

4. Frühlingstraum [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DAN DUT ENG ENG FRE FRE FRE FRE ITA ITA UKR

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Authorship


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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DAN Danish (Dansk) (Maryanna Morthensen) , "På Sangens Tonevinger", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Op vleugels van gezangen", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Marty Lucas) , "On wings of song", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "On wings of song", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 9, first published 1827
  • FRE French (Français) (Dina Levias) , "Sur les ailes de mon chant", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Sulle ali del canto", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission


Auf Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag ich dich fort,
Fort nach den Fluren des Ganges,
Dort weiß ich den schönsten Ort;

Dort liegt ein [rotblühender]1 Garten
Im stillen Mondenschein,
Die Lotosblumen erwarten
Ihr trautes Schwesterlein.

Die Veilchen kichern und kosen,
Und schaun nach den Sternen empor,
Heimlich erzählen die Rosen
Sich duftende Märchen ins Ohr.

Es hüpfen herbei und lauschen
Die frommen, klugen Gazelln,
Und in der Ferne rauschen
Des [heiligen]2 Stromes Well'n.

Dort wollen wir niedersinken
Unter dem Palmenbaum,
Und Liebe und Ruhe trinken,
Und träumen seligen Traum.


View original text (without footnotes)

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 117.

1 Lachner: "blühender"
2 Mendelssohn: "heilgen"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Pierre Mathé [Guest Editor]

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