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Sechs Lieder von E. Geibel

Word count: 953

Song Cycle by Wenzel Heinrich Veit (1806 - 1864)

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1. Wenn sich zwei Herzen scheiden [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE ITA

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Quan dos cors se separen", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "When two young hearts must sever"
  • FRE French (Français) (Dina Levias) , "Quand deux cœurs se désunissent", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Nicola Sfredda) , "Quando si separano due cuori", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Wenn sich zwei Herzen scheiden,
Die sich dereinst geliebt,
Das ist ein großes Leiden,
Wie's [größ'res nimmer]1 gibt.
Es klingt das Wort so traurig gar:
Fahr' wohl, fahr' wohl auf immerdar!
Wenn sich zwei Herzen scheiden,
Die sich dereinst geliebt.

Da ich zuerst empfunden,
Daß Liebe brechen mag:
Mir war's, als sei verschwunden
Die Sonn' am hellen Tag.
[Mir klang's im Ohre]2 wunderbar:
Fahr' wohl, fahr' wohl auf immerdar!
Da ich zuerst empfunden,
Daß Liebe brechen mag.

Mein Frühling ging zur Rüste,
Ich weiß es wohl, warum;
Die Lippe, die mich küßte,
Ist worden kühl und stumm. 
Das eine Wort nur sprach sie klar:
Fahr' wohl, fahr' wohl auf immerdar! 
Mein Frühling ging zur Rüste,
Ich weiß es wohl, warum.


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1 Kücken, Mendelssohn: "größer keines"
2 Kücken, Mendelssohn: "Im Ohre klang mir's"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

1. Lieder eines fahrenden Schülers I [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Kein Tröpflein mehr im Becher!
Kein Geld im Säckel mehr!
Da wird mir armem Zecher
Das Herze gar so schwer.
Das Wandern macht mir Pein,
Weiß nicht, wo aus, noch ein;
Ins Kloster möcht' ich gehen,
Da liegt ein kühler Wein.

Ich zieh' auf dürrem Wege,
Mein Rock ist arg bestaubt,
Weiß nicht, wohin ich lege
In dieser Nacht mein Haupt.
Mein Herberg' ist die Welt,
Mein Dach das Himmelszelt,
Das Bett, darauf ich schlafe,
Das ist das breite Feld.

Ich geh' auf flinken Sohlen,
Doch schneller reit't das Glück;
Ich mag es nicht einholen,
Es läßt mich arg zurück.
Komm' ich an einen Ort,
So war es eben dort,
Da kommt der Wind geflogen,
Der pfeift mich aus sofort.

Ich wollt', ich läg' zur Stunde
Am Heidelberger Faß,
Den offnen Mund am Spunde,
Und träumt' ich weiß nicht was.
Und wollt' ein Dirnlein fein
Mir gar die Schenkin sein:
Mir wär's, als schwämmen Rosen
Wohl auf dem klaren Wein.

Ach wer den Weg doch wüßte
In das Schlaraffenland!
Mir dünket wohl, ich müßte
Dort finden Ehr' und Stand.
Mein Mut ist gar so schlecht,
Daß ich ihn tauschen möcht';
Und so's Dukaten schneite,
Das wär' mir eben recht.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Lieder eines fahrenden Schülers II [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Es fliegt manch Vöglein in das Nest,
Und fliegt auch [wied'r heraus;]1
Und bist du 'mal mein Schatz gewest,
So ist die Liebschaft aus.
Du hast mich schlimm betrogen
Um schnöden Geldgewinn --
Viel Glück, viel Glück zum reichen Mann!2
Geh du nur immer hin!
 
Viel Blümlein steh'n im hohen Korn
Von roth und blauer Zier,
Und hast du eins davon verlorn,
So such ein andres dir.
Glaub' nicht, daß ich mich gräme
Um deinen falschen Sinn --
Ich find' schon einen andern Schatz;2
Geh du nur immer hin!


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Confirmed with: Gedichte von Emanuel Geibel, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1855, page 239.

1 Silcher: "wiedrum aus,"
2 Silcher inserts: "Geh' du, la la la, geh' du, la la la,"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Lieder eines fahrenden Schülers III [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Herr Schmied, Herr Schmied, beschlagt mir mein Rößlein,
Und habt ihr's beschlagen, so macht mir ein Schlößlein,
Ein Schlößlein so fest und ein Schlößlein so fein,
Und muß bei dem Schlößlein ein Schlüssel auch sein.

Das Schlößlein, das will ich vors Herze mir legen,
Und hab' ich's verschlossen mit Kreuz und mit Segen,
So werf' in den See ich den Schlüssel hinein,
Darf nimmer ein Wort mehr heraus noch herein.

Denn wer eine selige Liebe will tragen,
Der darf es den alten Jungfern nicht sagen;
Die Dornen, die Disteln, die stechen gar sehr,
Doch stechen die Altjungfernzungen noch mehr.

Sie tragen's zur Bas' hin und zur Frau Gevattern,
Bis daß es die Gäns' auf dem Markte beschnattern,
Bis daß es der Entrich beredt auf dem See
Und der Kuckuck im Walde, und das tut noch weh.

Und wär' ich der Herrgott, so ließ' ich auf Erden
Zu Dornen und Disteln die Klatschzungen werden,
Da fräß' sie der Esel, und hätt's keine Not,
Und weinte mein Schatz sich die Augen nicht rot.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Spielmannslied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Und legt ihr zwischen [mich]1 und sie
Auch Strom und Tal und Hügel,
Gestrenge Herrn, ihr trennt uns [nie]2,
Das Lied, das Lied [hat]3 Flügel.
Ich bin ein Spielmann wohlbekannt,
Ich mache mich auf die Reise,
Und sing' hinfort durch's ganze Land
Nur [noch]4 die eine Weise:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Und wandr' ich durch den laub'gen Wald,
Wo Fink' und Amsel schweifen:
Mein Lied erlauscht das Völkchen bald
Und hebt es an zu pfeifen.
Und auf der Heide hört's der Wind,
Der spannt die Flügel heiter,
Und trägt es über den Strom geschwind,
Und über den Berg, und weiter:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Durch Stadt und Dorf, durch Wies' und Korn
Spiel' ich's auf meinen Zügen,
Da singen's bald zu Nacht am Born
Die Mägde mit den Krügen,
Der Jäger summt es vor sich her,
Spürt er im Buchenhage,
Der Fischer wirft sein Netz in's Meer
Und singt's zum Ruderschlage:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Und frischer Wind und Waldvöglein,
Und Fischer, Mägd' und Jäger,
Die müssen alle Bitten sein
Und meiner Liebe Träger.
So kommt's im Ernst, so kommt's im Scherz
Zu deinem Ohr am Ende;
Und wenn du's hörst, da pocht dein Herz,
Du spürst es, wer es sende:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!


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Note: the refrain of this poem is quoted by Hermann Grieben in his poem Fliederlied.

1 Nicolai: "mir"; further changes may exist not shown above.
2 ? : "nicht"
3 ? : "der"
4 ? : "nicht"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Des Müden Abendlied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English [singable] (Charles Tomlinson Griffes)
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


Verglommen ist das Abendrot,
Da tönt ein fernes Klingen;
Ich glaube fast, das ist der Tod,
Der will in Schlaf mich singen.
O singe nur zu,
Du Spielmann du!
Du sollst mir Frieden bringen.

Ein weiches Bette der Rasen giebt,
Es säuseln so kühl die Cypressen,
Und was ich gelebt, und was ich geliebt,
Ich will es alles vergessen.
Keinen Ruhm, kein Glück,
Laß ich zurück,
Hab' nichts als Schmerzen besessen.

So fahr denn wohl, du arge Welt,
Mit deinen bunten Schäumen!
Was dich ergötzt, was dir gefällt,
Wie gern will ich's versäumen!
Schon wehet die Nacht
Mich an so sacht;
Nun laßt mich ruhn und träumen.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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