Lieder aus dem Liederspiel, Lieb' und Treue

Song Cycle by Johann Friedrich Reichardt (1752 - 1814)

Word count: 793

3. Es ist nit lang daß 's g'regnet hat [sung text not yet checked]

Es ist nit lang daß 's g'regnet hat
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

See other settings of this text.

5. Wann, o Schicksal, wann wird endlich [sung text not yet checked]

Wann, o Schicksal, wann wird endlich
Mir mein letzter Wunsch gewährt?
Nur ein Hüttchen, still und ländlich,
Nur ein kleiner, eigner Herd.
Und ein Freund, bewährt und weise,
Freiheit, Heiterkeit und Ruh.
Ach! und sie!, das seufz' ich leise,
Zur Gefährtin sie dazu.

Wenn ich noch ein Gärtchen hätte,
Bauten wir's mit eig'ner Hand,
Statt geschorener Boskette
Und der Hagenbuchenwand
Dämmert uns ein Dach von Latten,
Dicht mit Rebengrün bedeckt,
Tief im Silbertannenschatten
Vor des Neides Blick versteckt.

Statt Kanal und Gartenteiche
Nur ein Röhrenbrunnentrog.
Statt Altan und Taxussträuche
Früchte, die ich selbst erzog.
Durch ein Gatter, nur von Pfählen,
Durch den Vorhof, eng und klein,
Eilt ich, statt nach Marmorsälen,
In ihr trautes Kämmerlein.

Bei der heitern Morgenfrische
Hörten wir im Buchenhain
Dort am Wasser im Gebüsche
Nachtigallenmelodein.
Auch begänne sie Gesänge,
Wäre Philomel' entflohn,
Und in meine Seele dränge
Tiefer noch ihr sanfter Ton.

Unterm Strauch voll Hagerosen,
Auf dem rotbeblümten Klee
Könnten wir so traulich kosen,
Wie auf seid'nem Kanapee.
In dem Duft entblühter Bohnen
Unter Pappeln, hoch und schlank,
Bauten wir, trotz gold'nen Thronen
Eine kleine Bretterbank.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. O selig wer liebt [sung text not yet checked]

O selig wer liebt!
Ihm zeichnet die ganze beseelte Natur
Das liebliche Bild von der Lieblichen nur.
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Ihm tönt, aus des Haines vereintem Gesang
Der silbernen Stimme harmonischer Klang:
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Ihm strahlet der tausendfach funkelnde Thau
Das Bild der Geliebten aus blumiger Au.
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Des rieselnden Bächleins vertraulicher Fluss
Ist Kosen der Lieb' und des Herzens Erguss.
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Ihm lächelt aus Abendroth spiegelnder Flut
Der blühenden Wänglein erröthende Glut,
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Der nächtliche Himmel, so funkelnd und klar,
Ist Wiederschein nur von der Äugelein Paar.
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Ihm lächelt der Liebe undämmernde Blick
Elysiums Ruh' und der Himmlischen Glück.
O selig wer liebt!

O selig wer liebt!
Die Grazien schlingen mit segnender Hand
Um ihn und das Weltall ein inniges Band.
O selig wer liebt!

Authorship

See other settings of this text.

Confirmed with Friederike Brun, Gedichte, ed. by Friedrich Matthisson, Zürich: Orell, Gessner, Füssli und Comp., 1795, pages 23 - 25.


Research team for this text: Melanie Trumbull , Paul Ezust [Guest Editor]

7. Willkommen schöner froher Tag [sung text not yet checked]

Willkommen schöner froher Tag
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

8. Wenn ich ein Vöglein wär [sung text not yet checked]

  Wenn ich ein Vöglein wär',
Und auch zwey [Flüglein]1 hätt',
Flög' ich zu dir;
[Weil es]2 aber nicht kann seyn,
Bleib' ich allhier.

  Bin ich gleich weit von dir,
[Bin ich doch]3 im Schlaf bey dir,
Und red' mit dir:
Wenn ich erwachen thu',
Bin ich allein.

  [Es vergeht keine Stund']4 in der Nacht,
Da [mein Herze nicht erwacht,
Und an]5 dich gedenkt,
Daß du mir [viel tausendmal]6 
Dein Herz geschenkt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Als ik een vogel was", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David K. Smythe) , "If I were a little bird", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Si j'étais un petit oiseau", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Giulio Cesare Barozzi) , "Foss'io un uccellino", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Se eu fosse um passarinho", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Stimmen der Völker in Liedern. Gesammelt, geordnet, zum Theilübersezt durch Johann Gottfried von Herder, Tübingen, in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1807, page 482.

Modern spelling would change "zwey" to "zwei", "seyn" to "sein", "bey" to "bei", "thu" to "tu", etc.

Note: the first stanza is quoted by Treitschke in a text set by Beethoven, Ruf vom Berge, WoO. 147

1 Greith: "Flügel"; further changes may exist not shown above.
2 Brahms, Hiller, Schumann: "Weil's"
3 Hiller: "Bin doch"
4 Hiller: "Kein Stunde"; Brahms, Schumann: "Es vergeht kein' Stund' "
5 Hiller: "nicht mein Herz erwacht,/ An"
6 Hiller: "tausendmal, viel tausendmal"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Auditorium du Louvre , Lau Kanen [Guest Editor]

9. Verschwunden ist meinem Blick [sung text not yet checked]

Verschwunden ist meinem Blick
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

10. Hoffnung, Hoffnung, immer grün! [sung text not yet checked]

Hoffnung, Hoffnung, immer grün!
Wenn dem Armen alles Fehlet,
alles weicht, ihn alles quälet,
du, o Hoffnung, labest ihn.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

11. Seht! wie die Tage sich sonnig verklären [sung text not yet checked]

Seht! wie die Tage sich sonnig verklären!
Blau ist der Himmel und grünend das Land.
Klag' ist ein Mißton im Chore der Sphären!
Trägt denn die Schöpfung ein Trauergewand?
Hebet die Blicke, die trübe sich senken!
Hebet die Blicke: des Schönen ist viel.
Tugend wird selber zu Freuden uns lenken;
Freud' ist der Weisheit belohnendes Ziel.

Öfnet die Seele dem Lichte der Freude,
Horcht! ihr ertönet des Hänflings Gesang.
Atmet! sie duftet im Rosengestäude,
Fühlet! sie säuselt am Bächlein entlang.
Koset! sie glüht uns im Safte der Traube,
Würzet die Früchte beim ländlichen Mahl.
Schauet! sie grünet im Kräutern und Laube,
Mahlt uns die Aussicht ins blumige Tal.

Freunde, was gleiten euch weibische Tränen
Über die blühenden Wangen herab?
Ziemt sich für Männer das weichliche Sehnen?
Wünscht ihr verzagend zu modern im Grab?
Edleres bleibt uns noch viel zu verrichten:
Viel auch des Guten ist noch nicht getan.
Heiterkeit lohnt die Erfüllung der Pflichten,
Ruhe beschattet das Ende der Bahn.

Mancherlei Sorgen und mancherlei Schmerzen
Quälen uns warlich aus eigener Schuld.
Hoffnung ist Labsal dem wundesten Herzen,
Duldende stärket gelaßne Geduld.
Wenn euch die Nebel des Trübsinns umgrauen,
Hebt zu den Sternen den sinkenden Mut;
Heget nur männliches, hohes Vertrauen;
Guten ergeht es am Schluße doch gut.

Laßet uns fröhlich die Schöpfungen sehen:
Gottes Natur ist entzückend und hehr!
Aber auch stillen des Dürftigen Flehen;
Freuden des Wohltuns entzücken noch mehr:
Liebet! die Lieb' ist der schönste der Triebe;
Weiht nur der Unschuld die heilige Glut.
Aber dann liebt auch mit weiserer Liebe
Alles, was edel und schön ist und gut.

Handelt! durch Handlungen zeigt sich der Weise.
Ruhm und Unsterblichkeit sind ihr Geleit.
Zeichnet mit Taten die schwindenden Gleise
Unserer flüchtig entrollenden Zeit.
Den uns umschließenden Zirkel beglücken,
Nützen, so viel als ein jeder vermag;
O das erfüllet mit stillem Entzücken!
O das entwölket den düstersten Tag!

Mutig! auch Leiden, sind einst sie vergangen,
Laben die Seele, wie Regen die Au:
Gräber, von Trauerzypressen umhangen,
Mahlet bald stiller Vergismeinnichtblau.
Freunde, wir sollen, wir sollen uns freuen;
Freud' ist des Vaters erhabnes Gebot.
Freude der Unschuld kann niemals gereuen,
Lächelt durch Rosen dem nahenden Tod.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]