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Sechs Lieder aus dem Jungbrunnen v. P. Heyse

Word count: 522

Song Cycle by Johann Nepomuk Fuchs (1842 - 1899)

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1. Auf freier, frischer Strassen


Auf freier, frischer Straßen
Da wandr' ich lustig hin.
Mich freut gar aus der Maßen,
Daß ich ein Fiedler bin.
Hol' ich mein' Fiedel vor,
Da spißt der Wald sein Ohr;
Die Vöglein in den Zweigen
Die zwitschern mit im Chor.

Am Abend in den Schenken,
Wann klingt die Fiedel mein,
Da thut sich Alles schwenken;
Der Wirth der schenkt mir ein.
Gar stattlich ist sein Bauch;
Sonst dreht' er sich wohl auch.
Die Zeche sieht im Schornstein;
Da löscht sie aus der Rauch.

Will mich ein Harm beschleichen,
Ich weiß wohl, was ich thu';
Ein Liedlein thu' ich streichen
Und sing' mir eins dazu.
Gleich hat der flinke Takt
Die Beine mir gepackt;
Ich muß dazu auch tanzen,
Und fort ist, was mich zwackt.


2. Und die Waldsteige sind dunkel


Und die Waldsteige sind dunkel,
Und die Bäume wehn kühl.
Ueberm Felde da funkelt
Die Sonne so schwül.

Wer ein'n Schatz hat im Sommer
Und herzen ihn möcht',
Zum Walde nur komm' er;
Da find't er's nit schlecht.

Die Lieb' und die Sonne
Die find allebeide schwül,
Und allebeid' auf Einmal
Das brennt gar zu viel.


2. Ach Lieb, ich muß nun scheiden


Ach Lieb, ich muß nun scheiden,
gehn über Berg und Tal,
die Erlen und die Weiden,
die weinen allzumal.

Sie sahn so oft uns wandern
zusammen an Baches Rand,
das eine ohn' den andern
geht über ihren Verstand.

Die Erlen und die Weiden
vor Schmerz in Tränen stehn,
nun denket, wie's uns beiden
erst muß zu Herzen gehn.


3. Alle Sternlein sind verblaßt


Alle Sternlein sind verblaßt
Gleich dem Mond, dem silberblanken.
Siehe, wie der goldne Glast
Zittert über Busch und Ranken.

So du schwer gerungen hast
In der Nächte irrem Schwanken,
Menschenkind, o sei gefaßt,
Wenn die letzten Sterne sanken!

Denn dereinst nach kühler Rast
Sollst du, frei von Leibes Schranken,
Ew'gen Sonnenlichtes Gast
Heilen deines Busens Kranken.


3. Ach Mädli rein


Ach Mädli rein 
 . . . . . . . . . .

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currently in the database but will be
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4. Mein Herzblut geht in Sprüngen


Mein Herzblut geht in Sprüngen,
Mein Rößlein geht im Trab.
Das nenn' ich noch ein Reiten!
Wildfremdes Land zur Seiten;
Bergauf da geht's fein sachte,
Und hurrah fliegt's bergab.

Der Gaul kennt alle Schenken,
Da kaut er süßes Gras.
Sein Herr ißt Kraut im Schüßlein
Und giebt dem Mädel ein Küßlein;
Dann trinkt er einen Schoppen --
Ei das gefällt ihm baß.


4. Ach Gott, wie soll ich singen


[Ach Gott, wie soll ich singen]1, wie lieb mein Schatz mir war, 
Ich hab' sie sehen bringen auf einer Todtenbahr. 
Und will ich nun gedenken, ihrer Finger weiß und fein, 
Fällt mir mit vielem Kränken ihr weißes Bahrtuch ein. 
Will durch den Sinn mir gehen ihrer Wangen rother Duft, 
Muß ich die Rosen sehn, die stehn aus ihrer Gruft! --


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1 Ritter: "O Gott, wie sollt' ich singen"

5. Die Berge sind spitz


Die Berge sind spitz
Und die Berge sind kalt,
Mein Schatz steigt zu Berge
Und ich in den Wald.

Da tröpfelt das Laub
Von Regen und Thau,
Ob die Augen da tröpfeln,
Wer sieht es genau?


6. Es geht ein Wehen durch den Wald


Es geht ein Wehen durch den Wald,
die Windsbraut hör ich singen.
Sie singt von einem Buhlen gut
und bis sie dem in Armen ruht,
muss sie noch [weit]1 in bangem Mut
sich durch die Lande schwingen.

Der Sang der klingt so schauerlich,
der klingt so wild, so trübe,
das heiße Sehnen ist erwacht,
mein Schatz zu tausend gute Nacht!
Es kommt der Tag eh du's gedacht,
der eint getreue Liebe!


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Note: this is the conclusion of the poem later titled "Windsbraut" in collections. It begins here.
1 Kahn: "lang"

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