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Sechs Lieder für Bariton (oder Bass) mit Pianoforte

Word count: 609

Song Cycle by Johann Hugo Christian Ludwig Herkules Staehle (1826 - 1848)

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1. Der verschwundene Stern [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Bertram Kottmann) , "Christiane", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission


[Es stand ein Sternlein]1 am Himmel,
Ein Sternlein guter Art;
Das tät so lieblich scheinen,
So lieblich und so zart!

Ich wußte seine Stelle
[Am Himmel, wo es]2 stand;
Trat abends vor die Schwelle,
Und suchte, bis ich's fand;

Und blieb dann lange stehen,
Hatt' große Freud' in mir,
Das Sternlein anzusehen;
Und dankte Gott dafür.

Das Sternlein ist verschwunden;
Ich suche hin und her
Wo ich es sonst gefunden,
Und find' es nun nicht mehr.


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1 Kleffel: "Es stand ein Stern am Himmel" (further changes may exist not shown above) ; Ruck-Hanke: "Ein Sternlein stand"
2 Ruck-Hanke: "Wo es am Himmel"

Submitted by Bertram Kottmann

2. Herbstlied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Feldeinwärts flog ein Vögelein
Und sang im muntern Sonnenschein
Mit süßem, wunderbaren Ton:
Ade, ich fliege nun davon,
      Weit! Weit!
  [Reis']1 ich noch heut!

Ich horchte auf den Feldgesang,
Mir ward so wohl und doch so bang,
Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
Stieg wechselnd bald und sang die Brust,
      Herz! Herz!
  Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?

Doch als ich die Blätter fallen sah,
Da dacht ich: Ach, der Herbst ist [da]2!
Der Sommergast, die Schwalbe zieht
Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,
      Weit! weit!
  Rasch mit der Zeit!

Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
Dicht hinter drauf das Vögelein,
Es sah mit tränend Angesicht
Und sang: die Liebe wintert nicht,
      Nein! Nein.
  Ist und bleibt Frühlingsschein!


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1 Draeseke: "Flieg"
2 Draeseke: "nah"

Submitted by Ferdinando Albeggiani and Sharon Krebs

3. Sehnsucht [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE ITA POR

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Nostàlgia", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Hunkering", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Allen Shearer) , "I look in my heart and I look at the world", copyright © 2002, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Nostalgie", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Nostalgia", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Elke Beatriz Riedel) , "Saudade", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Ich blick' in mein Herz und ich blick' in die Welt,
Bis [vom Auge die brennende]1 Träne mir fällt,
Wohl leuchtet die Ferne mit goldenem Licht,
Doch hält mich der Nord, ich erreiche sie nicht.
O die Schranken so eng, und die Welt so weit,
Und so flüchtig die Zeit!

Ich weiß ein Land, wo aus sonnigem Grün,
Um versunkene Tempel die Trauben glühn,
Wo die purpurne Woge das Ufer beschäumt,
Und von kommenden Sängern der Lorbeer träumt.
Fern lockt es und winkt dem verlangenden Sinn,
Und ich kann nicht hin!

O hätt' ich Flügel, durch's Blau der Luft
Wie wollt' ich baden im Sonnenduft!
Doch umsonst! Und Stunde auf [Stund']2 entflieht --
Vertraure die Jugend, begrabe das Lied! --
O die Schranken so eng, und die Welt so weit,
Und so flüchtig die Zeit!


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1 Schumann, Spohr: "von schwimmenden Auge die"
2 Schumann, Spohr: "Stunde"

Submitted by Emily Ezust

4. Turmwächterlied [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

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Am gewaltigen Meer 
In der Mitternacht,
Wo der Wogen Heer 
An die Felsen kracht,
Da schau ich vom Turme hinaus.
Ich erheb einen Sang 
Aus starker Brust
Und mische dem Klang 
In die wilde Lust,
In die Nacht, in den Sturm, in den Graus.

Dringe durch, dringe durch 
Recht freudenvoll,
Mein Lied, von der Burg 
In das Sturmgeroll,
Verkünd es weit durch die Nacht,
Wo [schwanket]1 ein Schiff 
Durch die Fluth entlang,
Wo schwindelt am Riff 
Des Wanderers Gang:
Daß oben ein Mensch hier wacht:

Ein kräftiger Mann, 
Recht frisch bereit,
Wo er helfen kann, 
[Zu wenden das]2 Leid
Mit Ruf, mit Leuchte, mit Hand.
Ist zu schwarz die Nacht, 
Ist zu fern der Ort,
Da schickt er mit Macht 
Seine Stimme fort
Mit Trost über See und Land.

Wer auf Wogen schwebt, 
Sehr leck sein Kahn,
Wer im Walde bebt, 
Wo sich Räuber nahn,
Der denke: Gott hilft wohl gleich.
Wen das wilde Meer 
Schon hinunter schlingt,
Wem des Räubers Speer 
In die Hüfte dringt,
Der denkt' an das Himmelreich.


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Confirmed with Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller von Heinrich Kurz, Dritter Band, Leipzig, Druck und Verlag von V. G. Teubner, 1859, page 189.

1 Gade: "wanket"
2 Gade: "Abzuwenden"

Submitted by Emily Ezust

5. Der Liebe Schwur

Language: German (Deutsch)

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Liebe mich, Mädchen mein
 . . . . . . . . . .

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6. Jagdlust [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Waldnacht! Jagdlust!
Leis' und ferner
Klingen Hörner,
Hebt sich, jauchzt die freie Brust!
Töne, töne nieder zum Thal,
Freun sich, freun sich allzumal
Baum und Strauch beim muntern Schall.

Kling' nur Bergquell!
Epheuranken
Dich umschwanken,
Rieseln durch die Klüfte schnell!
Fliehet, flieht das Leben so fort,
Wandelt hier, dann ist es dort, -
Hallt, zerschmilzt ein luftig Wort.

Waldnacht! Jagdlust!
Daß die Liebe
Bei uns bliebe,
Wohnen blieb' in treuer Brust!
Wandelt, wandelt sich allzumal,
Fliehet gleich dem Hörnerschall: -
Einsam, einsam grünes Thal.

Kling' nur Bergquell!
Ach, betrogen -
Wasserwogen
Rauschen abwärts nicht so schnell!
Liebe, Leben, sie eilen hin,
Keins von beiden trägt Gewinn: -
Ach, daß ich geboren bin!


Submitted by Emily Ezust

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     - Emily Ezust

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