Eine kleine Anthologie. 10 deutsche Gedichte für 1 mittlere Singstimme und Pianoforte

by Johan Selmer (1844 - 1910)

Word count: 423

1. Mein [sung text not yet checked]

Meine Küsse weiss ein Mund
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  • by Anonymous / Unidentified Author

2. Hüte dich Mutter zum Bienelein [sung text not yet checked]

Hüte dich Mutter zum Bienelein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Frühlingsdämmerung [sung text not yet checked]

In der stillen Pracht
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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Ständchen [sung text not yet checked]

Mach auf, mach auf, doch leise mein Kind,
Um keinen vom Schlummer zu wecken.
Kaum murmelt der Bach, kaum zittert im Wind
Ein Blatt an den Büschen und Hecken.
Drum leise, mein Mädchen, daß [nichts sich]1 regt,
Nur leise die Hand auf die Klinke gelegt.

Mit Tritten, wie Tritte der Elfen so sacht,
[Die über die Blumen]2 hüpfen,
Flieg leicht hinaus in die Mondscheinnacht,
[Zu]3 mir in den Garten zu schlüpfen.
Rings schlummern die Blüten am rieselnden Bach 
Und duften im Schlaf, nur die Liebe ist wach.

Sitz nieder, hier dämmert's geheimnisvoll
Unter den Lindenbäumen,
Die Nachtigall uns zu Häupten soll
Von [unseren]4 Küssen träumen,
Und die Rose, wenn sie am Morgen erwacht,
Hoch glühn von den Wonnenschauern der Nacht.

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Serenade", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Lawrence Snyder) (Rebecca Plack) , "Serenade", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Paul England) , first published 1903
  • FRE French (Français) [singable] (Henri Masset) , "Sérénade"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Sérénade", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Serenata", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Abel Alamillo Fernández) , "Serenata", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Pfitzner: "sich nichts"
2 Strauss: "Um über die Blumen zu"; Berger: "Die über Blumen"
3 Pfitzner: "Mit"
4 Berger: "unsern"

Researcher for this text: Lawrence Snyder

5. Das Märchen vom Glück [sung text not yet checked]

Die Alte erzählte dem Kinde
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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Welke Rose [sung text not yet checked]

In einem Buche blätternd, fand 
Ich eine Rose, welk, zerdrückt,
Und weiß auch nicht mehr, wessen Hand
Sie einst für mich gepflücket.

Ach, mehr und mehr im Abendhauch
Verweht Erinnerung; bald zerstiebt
Mein Erdenlos, dann weiß ich auch
Nicht mehr, wer mich geliebt.

Authorship

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  • ENG English (Emily Ezust) , copyright © 2015
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Nicolaus Lenau, Sämmliche Gedichte, herausgegeben von Anastasius Grün, zweiter Band, Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta Verlag, 1855, page 257.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Der Sänger [sung text not yet checked]

Noch singt den Widerhallen
Der Knabe sein Gefühl;
Die Elfe hat Gefallen
Am jugendlichen Spiel.

Es glänzen seine Lieder
Wie Blumen rings um ihn;
Sie gehn mit ihm wie Brüder
Durch stille Haine hin.

Er kommt zum Völkerfeste,
Er singt im Königssaal,
Ihm staunen alle Gäste,
Sein Lied verklärt das Mahl;

Der Frauen Schönste krönen
Mit lichten Blumen ihn;
Er senkt das Aug in Tränen,
Und seine Wangen glühn.

Authorship

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De zanger", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le chanteur", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Dr. Gerrit den Hartogh

8. Die Steppe [sung text not yet checked]

Sie dehnt sich aus von Meer zu Meere
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9. Das gesungene Lied [sung text not yet checked]

Wenn vom Flügel und Clavier
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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

10. Der Dichter an seine Braut [sung text not yet checked]

Ich schlich so blöd für mich allein, 
Ich wälzte so mich in den Staub, 
Ich war so schwach, ich war so klein, 
Ich war so blind, ich war so taub,
Ich war so nackt, ich war so kalt,
Ich war so arm, ich war so alt --
Und bin nun aller Siechheit los 
Und fühle in den Knochen Mark.
Ich bin so reich, ich bin so groß,
Ich bin so jung, ich bin so stark.
Du, die Du Alles, Alles giebst 
Du segnest mich, wie Du mich liebst.
Ich drücke Dich an meine Brust,
Du bist mein Stolz, Du meine Lust,
Du bist mein Hort, Du bist mein Gut,
Du bist mein Herz, Du bist mein Blut,
Du bist mein Stern und meine Kron,
Bist meine Tugend und mein Lohn. 
O du mein frommes gutes Kind,
Mein guter Engel, hold und lind,
Mir ward durch Dich das Heil verliehn.
O lasse mich zu Deinen Füßen
In meiner Demuth niederknie'n
Und beten und in Thränen fließen: 
Du hast, o Herr, in ihrem Blick
Eröffnet mir den Himmel Dein, 
Gib Heil für Heil, gib Glück für Glück,
Und laß auch mich Dein Werkzeug sein!

Authorship

Confirmed with Leben und Briefe von Adelbert von Chamisso, ed. by Julius Eduard Hitzig, Leipzig, Weidmann'sche Buchhandlung, 1839, pages 75-76.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]