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Catharinus Elling-Album

Word count: 1165

by Catharinus Elling (1858 - 1942)

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1. Edward


Dein Schwert, wie ists von Blut so roth?
     Edward, Edward!
Dein Schwert, wie ists von Blut so roth,
     Und gehst so traurig her? - O!
O ich hab geschlagen meinen Geyer todt,
     Mutter, Mutter!
O ich hab geschlagen meinen Geyer todt,
     Und keinen [hab]1 ich wie Er - O!

Dein's Geyers Blut ist nicht so roth,
     Edward, Edward!
Dein's Geyers Blut ist nicht so roth,
     Mein Sohn, bekenn mir frey - O!
O ich hab geschlagen mein Rothroß todt,
     Mutter, Mutter!
O ich hab geschlagen mein Rothroß todt.
     Und 's war so stolz und treu - O!

Dein Roß war alt und hasts nicht noth,
     Edward, Edward!
Dein Roß war alt und hasts nicht noth,
     Dich drückt ein [ander]2 Schmerz - O!
O ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Mutter, Mutter!
O ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Und weh, weh ist mein Herz - O!

[ ... ]

View original text (without footnotes)

Confirmed with Johann Gottfried Herder's Volkslieder. Nebst untermischten andern Stücken. Zweiter Theil. Leipzig, in der Weygandschen Buchhandlung. 1779, pages 207-209; and with Stimmen der Völker in Liedern. Gesammelt, geordnet, zum Theil übersezt durch Johann Gottfried von Herder. Neu herausgegeben durch Johann von Müller. Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1807, pages 300-302.

Note: This is a later version of Herder's translation (Aus Percy Reliq. Vol. I, p. 57), published in 1779. The first, different version has been published in Herder's Von Deutscher Art und Kunst in 1773.

1 Elling: "habe"
2 Brahms, Elling, and Herder (1807 edition): "andrer"
3 Brahms: "wiedersehn"
4 Brahms, and Herder (1807 edition): "betteln"

2. Duslo und Babele


[--- This text is not currently
in the database but will be added
as soon as we obtain it. ---]

3. Süsser Tod


Süßer Tod, süßer Tod, komm,
  Komm, senk mich nieder ins kühle Grab!
Brich, o Herz brich, o Herz fromm,
  Stirb fromm der süßen Tyrannin ab!
    Mein Gruftgewand schneeweiß und rein,
      [Legt]1 es fertig!
    Kein Bräut'gam hüllte je sich drein
      So fröhlich.

[Keine Blum']2, keine Blum' süß
  Sollt ihr auf'n schwarzen Sarg mir streun!
[Keine Thrän']3, keine Thrän' fließ,
  Wo sanft wird ruhn mein Todtenbein!
    Ah tausend, tausend Seufzer schwer --
      Nein -- ihr Meinen,
    Legt hin mich, wo kein Liebender
      Kommt weinen.


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1 Elling: "lieg"
2 Elling: "Blumen nicht"
3 Elling: "Thränen nicht"

4. Frühlingslied


Die [linden]1 Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und [weben]2 Tag und Nacht,
Sie [schaffen]3 an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sey nicht bang!
Nun muß sich Alles, [Alles]4 wenden.

Die Welt wird schöner [mit]4 jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tieffste Thal.
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich Alles, [Alles]4 wenden.


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Confirmed with Deutscher Dichterwald. von Justinus Kerner, Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern. Tübingen in der J. F. Heerbrandt'schen Buchhandlung. 1813, page 5; and with Gedichte von Ludwig Uhland. Stuttgart und Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1815, page 54.

1 Klein: "lauen"
2 some prints convey a read error: "wehen"
3 Hanslick: "schaff'n"
4 omitted by Hanslick

5. Da wo der Fluss


Da wo der Fluss zum Meere fliesst,
wo manche schöne Blume spriesst,
da wohnt er, den mein Herz geniesst,
da wohnt ein schöner Weber.

Der Freier hatt‘ ich an die neun
mit Geld und Gut und Edelstein
so wollten um mein Herz sie frein,
ich schenkte es dem Weber.

Der Vater gab sein Wort zum Pfand
dem, der besass das meiste Land.
Nicht ohne Herz geb ich die Hand,
ich gebe sie dem Weber.

So lang noch eine Blume spriesst,
so lang die saat in Aehren schiesst,
so lang‘ mein Herz den Lenz geniesst
werd‘ lieben ich den Weber.


6. Wollt' er nur fragen


Wollt' er nur fragen,
Wollt' er nur fragen. 
Wenn er mich haben wollt',
Müßt' er's doch sagen! 

Wenn er mich bitten sollt', 
Könnt' ich's versagen? 
Wenn er mich haben wollt',
Müßt' er doch fragen! 

Wenn er mich küssen sollt', 
Könnt' ich da klagen? 
Wenn er mich haben wollt', 
Müßt' er doch fragen! 

Wollt' er nur fragen,
Wollt' er nur fragen. 
Wenn er mich haben wollt',
Müßt' er's doch sagen!


Confirmed with Robert Burns' Lieder und Balladen für deutsche Leser ausgewählt und frei bearbeitet von L. G. Silbergleit, Leipzig, Druck und Verlag von Philipp Reclam jun., 1870, p. 91.


7. Morgens steh' ich auf und frage


Morgens steh' ich auf und frage:
Kommt feins Liebchen heut?
Abends sink' ich hin und klage:
Aus blieb sie auch heut.
 
In der Nacht mit meinem Kummer
lieg' ich schlaflos, [wach]1;
träumend, wie im halben Schlummer,
träumend wandle ich bei Tag.


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1 Schumann: "lieg ich wach"

8. Vergiftet sind meine Lieder


Vergiftet sind meine Lieder; -
Wie könnt es anders sein?
Du hast mir ja Gift gegossen
Ins blühende Leben hinein.

Vergiftet sind meine Lieder; -
Wie könnt es anders sein?
Ich trag' im Herzen viel Schlangen,
Und dich, Geliebte mein.


Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 155.


9. Nachts in der Kajüte. I


Eingewiegt von Meereswellen
Und von träumenden Gedanken,
Lieg' ich still in der Kajüte,
In dem dunkeln Winkelbette.

Durch die offne Luke schau' ich
Droben hoch die hellen Sterne,
Die geliebten, süßen Augen
Meiner süßen Vielgeliebten.

Die geliebten, süßen Augen
Wachen über meinem Haupte,
Und sie blinken und sie winken
Aus der blauen Himmelsdecke.

Nach der blauen Himmelsdecke
Schau' ich selig lange Stunden,
Bis ein weißer Nebelschleier
Mir verhüllt die lieben Augen.


10. Nachts in der Kajüte. II


An die bretterne Schiffswand,
Wo mein träumendes Haupt liegt,
Branden die Wellen, die wilden Wellen;
Sie rauschen und murmeln
Mir heimlich ins Ohr:
"Betörter Geselle!
Dein Arm ist kurz, [und der Himmel ist weit]1
Und die Sterne [droben sind festgenagelt]2
Mit goldnen Nägeln -
Vergebliches Sehnen, vergebliches Seufzen,
Das beste wäre, du schliefest ein."


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1 Franz: "der Himmel so weit"
2 Franz: "da droben sind fest geschmiedet"

11. Allnächtlich im Traume


Allnächtlich im Traume seh' ich dich
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und laut aufweinend stürz' ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

Du [siehst]1 mich an wehmütiglich
Und schüttelst das blonde Köpfchen;
Aus deinen Augen schleichen sich  
Die Perlentränentröpfchen.

Du [sagst]2 mir heimlich ein leises Wort
Und gibst mir den Strauß von Zypressen.
Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
[Und das]3 Wort hab' ich vergessen.


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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 160.

1 Schumann: "siehest"
2 Franz: "sagest"
3 Mendelssohn, Schumann: "Und 's"

12. Wenn ich auf dem Lager liege


Wenn ich auf dem Lager liege
In Nacht [und Kissen]1 gehüllt,
So schwebt mir vor ein süßes,
Anmutig liebes Bild!

Wenn mir der stille Schlummer
Geschlossen die Augen kaum,
So schleicht [das Bild sich leise]2
Hinein in meinen Traum

[Doch]3 mit dem Traum des Morgens
Zerrinnt es nimmermehr;
Dann trag' ich es im Herzen
Den ganzen Tag umher.


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Confirmed with Heinrich Heine's Sämmtliche Werke, Erster Band: Reisebilder, Dritte Auflage, Philadelphia: Verlag von John Weik, 1856, pages 29-30.

1 omitted by Mendelssohn
2 Lang: "das liebe Bild"
3 Lang: "Und"

13. Dämmernd liegt der Sommerabend


Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond, [am]1 blauen Himmel,
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern,
Und ein Athmen in der Stille.

Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.


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1 Brahms, Elling: "im"

14. Reinigung / Heine, aus den Nordseebildern


Bleib du in deiner Meerestiefe,
Wahnsinniger Traum,
Der du einst so manche Nacht
Mein Herz mit falschem Glück gequält hast,
Und jetzt, als Seegespenst,
Sogar am hellen Tag mich bedrohest --
Bleib du dort unten, in Ewigkeit,
Und ich werfe noch zu dir hinab
All meine Schmerzen und Sünden,
Und die Schellenkappe der Torheit,
Die so lange mein Haupt umklingelt,
Und die kalte, gleißende Schlangenhaut
Der Heuchelei,
Die mir so lang die Seele umwunden,
Die kranke Seele,
Die gottverleugnende, engelverleugnende,
Unselige Seele --
Hoiho! hoiho! Da kommt der Wind!
Die Segel auf! Sie flattern und schwelln!
Über die stillverderbliche Fläche
Eilet das Schiff,
Und es jauchzt die befreite Seele.


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     - Emily Ezust

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