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12 Lieder und Romanzen von L. Uhland, für 1 Singstimme mit Pianoforte

Word count: 1363

by Conradin Kreutzer (1780 - 1849)

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1. Abschied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Departure", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Adieux", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Was [klinget und singet]1 die Strass' herauf?
Ihr Jungfern, machet die Fenster auf!
Es ziehet der Bursch in die Weite,
Sie geben ihm das Geleite.

Wohl jauchzen die andern und schwingen die Hüt',
Viel Bänder darauf und viel edle Blüt',
Doch dem Burschen gefällt nicht die Sitte,
Geht still und bleich in der Mitte.

Wohl klingen die Kannen, wohl funkelt der Wein;
"Trink' aus und trink' wieder, lieb Bruder mein!"
"Mit dem Abschiedsweine nur fliehet,
Der da innen mir brennet und glühet!"

Und draussen am allerletzten Haus,
Da gucket ein Mägdlein zum Fenster heraus,
Sie möcht' ihre Tränen verdecken
Mit Gelbveiglein und Rosenstöcken.

Und draussen am allerletzten Haus,
Da schlägt der Bursche die Augen auf
Und schlägt sie nieder mit Schmerze
Und leget die Hand aufs Herze.

"Herr Bruder, und hast du noch keinen Strauß,
Dort winken und wanken viel Blumen heraus.
Wohlauf, du Schönste von allen,
Laß ein Sträusslein herunterfallen!"

"Ihr Brüder, was sollte das Sträusslein mir?
Ich hab' ja kein liebes Liebchen wie ihr;
An der Sonne würd' es vergehen,
Der Wind, der würd' es verwehen."
 
Und weiter, ja weiter mit Sang und mit Klang,
Und das Mägdlein lauschet und horchet noch lang':
"0 weh'! er ziehet, der Knabe,
Den ich stille geliebet habe.  

Da steh' ich, ach, mit der Liebe mein,
Mit Rosen und mit Gelbveigelein;
Dem ich alles gäbe so gerne,
Der ist nun in der Ferne."


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1 Schwertzell: "singet und klinget"; further changes may exist not noted above.

Submitted by Jakob Kellner

2. Die Zufriedenen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Lawrence Snyder) , "The Happy Ones", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les bienheureux", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Ich saß bei jener Linde
Mit meinem trauten Kinde,
Wir saßen Hand in Hand.
Kein Blättchen rauscht' im Winde,
Die Sonne schien gelinde
Herab aufs stille Land.

Wir saßen ganz vershwiegen
Mit innigem Vergnügen,
Das Herz kaum merklich schlug.
Was sollten wir auch sagen?
Was konnten wir uns fragen?
Wir wußten ja genug.

Es mocht uns nichts mehr fehlen,
Kein Sehnen konnt uns quälen,
Nichts Liebes war uns fern.
Aus liebem Aug ein Grüßen,
Vom lieben Mund ein Küssen
Gab eins dem andern gern.


Submitted by Lawrence Snyder

3. Lauf der Welt [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT ENG FRE

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John H. Campbell) , "The way of the world", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La course du monde", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


An jedem Abend geh' ich aus
Hinauf den Wiesensteg.
Sie schaut aus ihrem Gartenhaus,
Es stehet hart am Weg.
Wir haben uns noch nie bestellt,
Es ist nur so der Lauf der Welt.

Ich weiß nicht, wie es so geschah,
Seit lange küss' ich sie,
Ich bitte nicht, sie sagt nicht: ja!
Doch sagt sie: nein! auch nie.
Wenn Lippe gern auf Lippe ruht,
Wir hindern's nicht, uns dünkt es gut.

Das Lüftchen mit der Rose spielt,
Es fragt nicht: hast mich lieb?
Das Röschen sich am Taue kühlt,
Es sagt nicht lange: gib!
Ich liebe sie, sie liebet mich,
Doch keines sagt: ich liebe dich!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Der Schäfer [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le berger", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Der schöne Schäfer zog so nah
Vorüber an dem Königsschloß;
Die Jungfrau von der Zinne sah,
Da war ihr Sehnen groß.

Sie rief ihm zu ein süßes Wort:
"O dürft ich gehn hinab zu dir!
Wie glänzen weiß die Lämmer dort,
Wie rot die Blümlein hier!"

Der Jüngling ihr entgegenbot:
"O kämest du herab zu mir!
Wie glänzen so die Wänglein rot,
Wie weiß die Arme dir!"

Und als er nun mit stillem Weh
In jeder Früh vorübertrieb,
Da sah er hin, bis in der Höh
Erschien sein holdes Lieb.

Dann rief er freundlich ihr hinauf:
"Willkommen, Königstöchterlein!"
Ihr süßes Wort ertönte drauf:
"Viel Dank, du Schäfer mein!"

Der Winter floh, der Lenz erschien,
Die Blümlein blühten reich umher,
Der Schäfer tät zum Schlosse ziehn,
Doch sie erschien nicht mehr.

Er rief hinauf so klagevoll:
"Willkommen, Königstöchterlein!"
Ein Geisterlaut herunterscholl:
"Ade, du Schäfer mein!"


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Gretchen's Freude [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Was soll doch dies Trommeten sein?
Was deutet dies Geschrei?
Will treten an das Fensterlein,
Ich ahne, was es sei.

Da kehrt er ja, da kehrt er schon
Vom festlichen Turnei,
Der ritterliche Königssohn,
Mein Buhle wundertreu.

Wie steigt das Roß und schwebt daher!
Wie trutzlich sitzt der Mann!
Fürwahr, man dächt' es nimmermehr,
Wie sanft er spielen kann.

Wie schimmert so der Helm von Gold,
Des Ritterspieles Dank!
Ach, drunter glühn, vor allem hold,
Die Augen blau und blank.

Wohl starrt um ihn des Panzers Erz,
Der Rittermantel rauscht;
Doch drunter schlägt ein mildes Herz,
Das Lieb' um Liebe tauscht.

Die Rechte läßt den Gruß ergehn,
Sein Helmgefieder wankt;
Da neigen sich die Damen schön,
Des Volkes Jubel dankt.

Was jubelt ihr und neigt euch so?
Der schöne Gruß ist mein.
Viel Dank, mein Lieb! Ich bin so froh;
Gewiß, ich bring' dir's ein.

Nun zieht er in des Vaters Schloß
Und knieet vor ihm hin
Und schnallt den goldnen Helm sich los
Und reicht dem König ihn.

Dann abends eilt zu Liebchens Thür
Sein leiser, loser Schritt;
Da bringt er frische Küsse mir
Und neue Liebe mit.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Der König auf dem Thurme [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le roi sur la tour", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


Da liegen sie alle, die grauen Höhn, 
die dunkeln Täler in milder Ruh; 
der Schlummer waltet, die Lüfte wehn 
keinen laut der Klage mir zu.

Für alle hab ich gesorgt und gestrebt,
mit Sorgen trank ich den funkelnden Wein; 
die Nacht ist gekommen, der Himmel belebt,
meine Seele will ich erfreun.

O du goldene Schrift durch den Sternenraum ! 
zu dir ja schau ich liebend empor.
Ihr Wunderklänge, vernommen kaum, 
wie besäuselt ihr sehnlich mein Ohr !

Mein Haar ist ergraut, mein Auge getrübt,
die Siegeswaffen hängen im Saal,
habe Recht gesprochen und Recht geübt. 
wann darf ich rasten einmal ?

O selige Rast, wie verlang' ich dein ! 
O herrliche Nacht, wie säumst du so lang',
da ich schaue der Sterne lichteren Schein, 
und höre volleren Klang !


Submitted by John H. Campbell

7. Der gute Kamerad [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The good comrade", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le bon camarade", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
Im gleichen Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt's mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen
Als wär's ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
Mein guter Kamerad!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

8. Das Ständchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE FRE SPA

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "The serenade", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La sérénade", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Was wecken aus dem Schlummer mich
  Für süße Klänge doch?
O Mutter, sieh! wer mag es sein,
  In später Stunde noch?

"Ich höre nichts, ich sehe nichts,
  O schlummre fort so lind!
Man bringt dir keine Ständchen jetzt,
  Du armes, krankes Kind!"

Es ist nicht irdische Musik,
  Was mich so freudig macht;
Mich rufen Engel mit Gesang,
  O Mutter, gute Nacht!


Confirmed with Uhland, Ludwig, Gedichte, Stuttgart, 1815.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

9. Die Rache [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La revanche", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Der Knecht hat erstochen den edlen Herrn,
Der Knecht wär selber ein Ritter gern.

Er hat ihn erstochen im dunklen Hain
Und den Leib versenket im tiefen Rhein.

Hat angeleget die Rüstung blank,
Auf des Herren Roß sich geschwungen frank.

Und als er [sprengen will]1 über die Brück',
Da stutzet das Roß und bäumt sich zurück.

Und als er die güld'nen Sporen ihm gab,
Da schleudert's ihn wild in den Strom hinab.

Mit Arm, mit Fuß er rudert und ringt,
Der schwere Panzer ihn niederzwingt.


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1 Marschner: "sprenget"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Malcolm Wren [Guest Editor]

10. Der Fischer [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "The fisherman", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission


Fischer
 Was spähest du nach der Angel
 Von Morgen bist zur Nacht,
 Und hast mit aller Mühe doch
 Kein Fischlein aufgebracht?

Jüngling
 Ich angle nicht nach Fischen,
 Ich sah in Meeresschacht,
 Wohl jeder Angel [allzu]1 tief,
 Viel königliche Pracht.


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1 Kreutzer: "je zu"

Submitted by Malcolm Wren [Guest Editor]

11. Des Knaben Tod [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La mort du jeune garçon", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


"[Zeuch]1 nicht den dunklen Wald hinab!
Es gilt dein Leben, du junger Knab!" -
"Mein Gott im Himmel, der ist mein Licht,
Der läßt mich im dunkeln Walde nicht."

Da zeucht er hinunter, der junge Knab,
Es braust ihm zu Füßen der Strom hinab,
Es saust ihm zu Haupte der schwarze Wald,
Und die Sonne versinket in Wolken bald.

Und er kommt ans finstere Räuberhaus,
Eine holde Jungfrau schauet heraus:
"O wehe, du bist so ein junger Knab,
Was kommst du ins Tal des Todes herab?"

Aus dem Tor die mördrische Rotte bricht,
Die Jungfrau decket ihr Angesicht,
Sie stoßen ihn nieder, sie rauben sein Gut,
Sie lassen ihn liegen in seinem Blut.

"O weh, wie dunkel! keine Sonne, kein Stern!
Wen ruf ich an? ist mein Gott so fern?
Ha! Jungfrau dort im himmlischen Schein,
Nimm auf meine Seel in die Hände dein!"


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Confirmed with Gedichte von Ludwig Uhland, erster Band, Verlag der Cotta'schen Buchhandlung, Stuttgart, 1898, page 155.

1 Kreutzer: "Zeig'"; further changes may exist not shown above.

Submitted by Harry Joelson

12. Der Tannenbaum [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Der erste.
O Tannenbaum, du edles Reis,
Bist Sommer und Winter grün:
So ist auch meine Liebe,
Die grünet immerhin.

O Tannenbaum, doch kannst du nie
In Farben freudig blühn:
So ist auch meine Liebe,
Ach, ewig dunkelgrün.

Der zweite.
O Birke, die so heiter
Aus dunkeln Tannen glänzt
Und sich vor andrem Holze
Mit zarten Blättern kränzt,

Mein jugendliches Hoffen,
O Birke, gleicht es dir?
Du grünst so früh, so helle
Und neigst doch deine Zier.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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