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„…zu jenem tiefsten Grunde des Tönens…“. 9 Lieder für Stimme und Klavier

Word count: 683

by Hans Uwe Strübing (b. 1956)

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1. Und wie mag die Liebe dir kommen sein? [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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  • ENG English (Knut W. Barde) , "And how might Love have come to you?", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Jean-Pierre Granger) , "Amour", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Und wie mag die Liebe dir kommen sein?
Kam sie wie ein Sonnen, ein Blütenschein,
Kam sie wie ein Beten? -- Erzähle:

Ein Glück löste leuchtend [aus Himmeln]1 sich los
Und hing mit gefalteten Schwingen groß
An meiner blühenden Seele.


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1 Berg: "vom Himmel"

Submitted by Jeroen Scholten

2. Das war der Tag der weißen Chrysanthemen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT ENG FRE ITA POR

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Coronat de somnis", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Crowned by a dream", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Coronamento del sogno", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Elke Beatriz Riedel) , "Coroado em sonhos", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Das war der Tag der weißen Chrysanthemen,
Mir bangte fast vor seiner Pracht...
Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen
Tief in der Nacht.
Mir war so bang, und du kamst lieb und leise,
Ich hatte grad im Traum an dich gedacht.
Du kamst, und leis' wie eine Märchenweise
Erklang die Nacht.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Ob du’s noch denkst, daß ich dir Äpfel brachte? [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Ob dus noch denkst, daß ich dir Äpfel brachte
und dir das Goldhaar glatt strich leis und lind?
Weißt du, das war, als ich noch gerne lachte,
und du warst damals noch ein Kind.

Dann ward ich ernst. In meinem Herzen brannte
ein junges Hoffen und ein alter Gram ...
Zur Zeit, als einmal dir die Gouvernante
den "Werther" aus den Händen nahm.

Der Frühling rief. Ich küßte dir die Wangen,
dein Auge sah mich groß und selig an.
Das war ein Sonntag. Ferne Glocken klangen,
und Lichter gingen durch den Tann ...


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Schon starb der Tag [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Schon starb der Tag. Der Wald war zauberhaft,
und unter Farren bluteten Zyklamen,
die hohen Tannen glühten, Schaft bei Schaft,
es war ein Wind, - und schwere Düfte kamen.
Du warst von unserm weiten Weg erschlafft,
ich sagte leise deinen süßen Namen:
Da bohrte sich mit wonnewilder Kraft
aus deines Herzens weißem Liliensamen
die Feuerlilie der Leidenschaft.

Rot war der Abend - und dein Mund so rot,
wie meine Lippen sehnsuchtheiß ihn fanden,
und jene Flammen, die uns jäh durchloht,
sie leckten an den neidischen Gewanden ...
Der Wald war stille, und der Tag war tot.
Uns aber war der Heiland auferstanden,
und mit dem Tage starben Neid und Not.
Der Mond kam groß an unsern Hügeln landen,
und leise stieg das Glück aus weißem Boot.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Nach einem Glück ist meine Seele lüstern [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Nach einem Glück ist meine Seele lüstern,
nach einem kurzen, dummen Wunderwahn ...
Im Quellenquirlen und im Föhrenflüstern
da hör ichs nahn ...

Und wenn von Hügeln, die sich purpurn säumen,
in bleiche Bläue schwimmt der Silberkahn, -
dann unter schattenschweren Blütenbäumen
seh ich es nahn.

In weißem Kleid; so wie das Lieb, das tote,
am Sonntag mit mir ging durch Staub und Strauch,
am Herzen jene Blume nur, die rote,
trug es die auch? ...


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Wir gingen unter herbstlich bunten Buchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Wir gingen unter herbstlich bunten Buchen,
vom Abschiedsweh die Augen beide rot ...
"Mein Liebling, komm, wir wollen Blumen suchen."
Ich sagte bang: "Die sind schon tot."

Mein Wort war lauter Weinen. - In den Äthern
stand kindisch lächelnd schon ein blasser Stern.
Der matte Tag ging sterbend zu den Vätern,
und eine Dohle schrie von fern. -


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

7. Ich ging durch ein Land [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Ich ging durch ein Land, durch ein trauriges Land.
Wie auf leerer Wiege ein Wiegenband
lag der blasse Fluß auf dem flachen Sand,
darüber aus nassem Nebelgewand
reckte die Weide die Totenhand.

Mir war so traurig. Ich starrte und stand.
Ich sah dich kauern am Wegesrand.
Einst hab ich dich und das Glück gekannt.
Du weintest wühlend und unverwandt,
und ich fragte dich: Ist das dein Heimatland?

Du nicktest, du nicktest wie traumgebannt ...
Da hab ich dich wieder wie einst genannt;
doch dein Bild zerrann mir, dein Bild entschwand.
Die Pappeln kohlten im Abendbrand,
und der Tod ging rot durch dein Heimatland.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

8. Bist du so müd? [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Bist du so müd? Ich will dich leise leiten
aus diesem Lärm, der längst auch mich verdroß.
Wir werden wund im Zwange dieser Zeiten.
Schau, hinterm Wald, in dem wir schauernd schreiten,
harrt schon der Abend wie ein helles Schloß.

Komm du mit mir. Es soll kein Morgen wissen,
und deiner Schönheit lauscht kein Licht im Haus ...
Dein Duft geht wie ein Frühling durch die Kissen:
Der Tag hat alle Träume mir zerrissen, -
du, winde wieder einen Kranz daraus.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

9. Oft scheinst du mir ein Kind [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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Oft scheinst du mir ein Kind, ein kleines, -
dann fühl ich mich so ernst und alt, -
wenn nur ganz leis dein glockenreines
Gelächter in mir widerhallt.

Wenn dann in großem Kinderstaunen
dein Auge aufgeht, tief und heiß, -
möcht ich dich küssen und dir raunen
die schönsten Märchen, die ich weiß.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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