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Vier Lieder nach Dichtungen von Anton Wildgans

Word count: 369

by Joseph Marx (1882 - 1964)

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1. Du bist der Garten [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Du bist der Garten, wo meine Hände
Über die weißen Wege gehn.
Du bist das Blühen und das Gelände
Der sanften Hügel und blauen Seen.
Denn deine Augen, sie gleichen diesen,
Und deine Lenden sind die Wiesen,
Nach denen meine Träume sehn.

Du bist der Garten, wo meine Seele
Über die dämmernden Wege geht.
Du bist der Mohnduft für [alle]1 Fehle
Und meiner Reue verschwiegenes Beet.
Denn alles, so mir im Suchen begegnet,
Du hast es geheiligt und gesegnet,
Daß es in mir wie ein Bildnis steht.

[ ... ]

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Confirmed with Anton Wildgans, Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe in sieben Bänden, hrsg. von Lilly Wildgans; Siebenter Band: Zu Zeit und Welt, Bellaria-Verlag, Wien / Verlag Anton Puster, Salzburg [1958], page 289. The first two stanzas were written in 1907, and the third in 1909.

1 Marx: "meine"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Ferdinando Albeggiani and Peter Rastl [Guest Editor]

2. Durch Einsamkeiten [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT ENG FRE

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Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "A través de solituds", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Vers la paix", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Durch Einsamkeiten,
Durch waldwild Geheg,
Über nebelnde Weiten
Wandert mein Weg.

Fern über dem Berge
An ruhsamer Flut
Harrt meiner ein Ferge,
Der rudert mich gut.

An ein stilles Geländ',
Ewig gemieden
Und ewig ersehnt:
Zum Frieden...


Confirmed with Anton Wildgans, Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe in acht Bänden, hrsg. von Lilly Wildgans; Erster Band: Gedichte, Bellaria-Verlag, Wien / Verlag Anton Puster, Salzburg [1949], page 48.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Adagio [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Alles Tagverlangen
Ist zur Ruh gegangen
Rosenrot im Rohr --
Aus den Birkenzweigen,
Wo er still gehangen,
Bleich und netzgefangen,
Hebt in sanftem Steigen
Sich der Mond empor.

Leise, weiße Seiden
Kleiden jetzt die Weiden,
Schläfernd schlürft der Bach --
Schober auf den Wiesen
Hocken wie die Riesen,
Und die dunklen Hunde,
Ruhlos in der Runde,
Wandern wach.


Submitted by Alberto Pedrotti and Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Pan trauert um Syrinx [ sung text checked 1 time]

Subtitle: Eine mythologische Szene

Language: German (Deutsch) after the German (Deutsch)

The text shown is a variant of another text.

It is based on

  • a text in German (Deutsch) by Anton Wildgans (1881 - 1932), "Pan trauert um Syrinx", subtitle: "Eine mythologische Szene für Musik von Joseph Marx"

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Dämm’rung feuchtet die Büsche,
Nebel schleiern den Bach,
alles umruhende Frische
wird in den Lüften wach.

Aber gestützt auf die schlanke
Wohllauts kundige Hand,
träumt der liebend erkrankte
Gott ins versinkende Land:
Von Syrinx.

Da, den Meister froh zu neigen,
kommen Satyrn angestampft,
Pranken fassen sich zum Reigen,
Auge blitzt und Atem dampft.

Nymphchen nackend eingefangen,
wehren sich und geben nach.
Springen mit erhitzten Wangen
Gliederkühlend in den Bach.

Aber kaum ist es gelungen,
greift sie neu entfachte Lust,
immer wieder rasch bezwungen,
glatter Leib an rauher Brust.

Alles Süße durchzuproben,
eifert rüstig Paar um Paar,
daß er endlich lächelnd lobe,
Meister, der er immer war.

Aber gestützt auf die schlanke
Wohllauts kundige Hand,
träumt der liebend erkrankte
Gott ins versinkende Land.

Erst bis Wollust zu Schläfern
Satyr und Nymphe gemacht,
regt sich der göttliche Schäfer
hauchend ein Lied in die Nacht:
Von Syrinx, von Syrinx.


Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Peter Rastl [Guest Editor]

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     - Emily Ezust

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