You can help us modernize! The present website has been online for a very long time and we want to bring it up to date. As of May 6, we are $2,380 away from our goal of $15,000 to fund the project. The fully redesigned site will be better for mobile, easier to read and navigate, and ready for the next decade. Please give today to join dozens of other supporters in making this important overhaul possible!

The LiederNet Archive

Much of our material is not in the public domain.
It is illegal to copy and distribute our copyright-protected material without permission.
Printing texts or translations without the name of the author or translator is also illegal.
You must use the copyright symbol © when you reprint copyright-protected material.

For more information, contact us at the following address:
licenses (AT) lieder (DOT) net
Please read the instructions below the translations before writing!
In your e-mail, always include the names of the translators if you wish to reprint something.

Juniuslieder für eine Singstimme mit Piano

Word count: 573

by Heinrich August Marschner (1795 - 1861)

Show the texts alone (bare mode).

1. Trinklied der Alten [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


O wohl trüb ist die Zeit, wo der frostige Gast,
Wo mit knöchernem Arme das Alter uns faßt,
Und die feurige Lust, die noch jüngst uns beseelt,
Wie ein Märchen uns deucht, das am Herd man erzählt.
Doch der Wein bringet wieder,
Was zu rasch uns entfloh,
Bringt Erinnrung und Lieder -
Altes Herz, altes Herz, und was glühest du so!

Grün waren die Lauben, und sonnig die Stund',
Da mein Mädchen ich küßt' auf den frischroten Mund,
Da nicht Süßres ich wußt' als ihr Auge so blau -
Ach, der Herbst kommt zum Wald, und die Locke wird grau.
Doch der Wein bringet wieder,
Was zu rasch uns entfloh,
Bringt Jugend und Lieder -
Altes Herz, altes Herz, und was glühest du so!

Keine Träne, Herzbruder! Wir schaun von den Höhn
Nach der sinkenden Sonn', und verglüht sie nicht schön?
Heil uns, daß uns ward, was der Frühling nur gibt!
Diesen Becher der Liebe, die einst wir geliebt!
Denn der Wein bringet wieder,
Was zu rasch uns entfloh,
Bringt Lieb' uns und Lieder -
Altes Herz, altes Herz, und was glühest du so! 


Submitted by Harry Joelson

2. Du mit den schwarzen Augen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Du mit den schwarzen Augen,
Die schön sind wie die Sterne,
Soll ich den Tod mir saugen
Aus ihrem kühlen Schein?
Umsonst in alle Ferne
Hinaus die Blicke lenk' ich,
Ach, dein so viel gedenk' ich,
Und nimmer denkst du mein.
 
Tief in der Nacht voll Kummer
In öden Finsternissen
Wälz' ich mich ohne Schlummer,
Darf ja bei dir nicht sein.
Mein Wollen, Sinnen, Wissen
Ins Meer der Liebe senk' ich -
Ach, dein so viel gedenk' ich,
Und nimmer denkst du mein.
 
All meine Sinne fluten
Zu dir, zu dir gewaltsam,
Brennender Sehnsucht Gluten
Rieseln durch mein Gebein.
Mit Tränen unaufhaltsam
Mein einsam Lager tränk' ich -
Ach, dein so viel gedenk' ich,
Und nimmer denkst du mein.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Weit, weit aus ferner Zeit [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Weit, weit aus ferner Zeit
Aus grüner Jugendwildniß
Grüßt mich in Lust und Leid
Ein wundersames Bildniß.
  Wohl kenn' ich gut
  Der Lippe Glut,
  Die mit mir pflag zu kosen,
  Das Auge so hold,
  Der [Locke]1 Gold
  Der Wange bleiche Rosen.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz
Den Traum der ersten Liebe.

Spät nach des Tages Streit,
Wenn klar erglühn die Sterne,
Giebt's mir ein treu Geleit
In aller Näh und Ferne.
  Ich lag bei Nacht 
  Wohl auf der Wacht,
  Da stand es mit am Feuer,
  Ich fuhr daher 
  Übers blaue Meer:
  Und sah es ruhn am Steuer.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz
Den Traum der ersten Liebe.

[Still wie ein schüchtern Kind
So blickt's]2 mich an durch Thränen,
Will seine Locken lind
An meine Schulter lehnen.
  Es winkt so lieb,
  Es singt so trüb
  Von Zeiten, die vergangen, 
  Da schmilzt mein Sinn
  In Heimweh hin,
  Bin für und für gefangen.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz 
Den Traum der ersten Liebe.


View original text (without footnotes)
1 Bruch: "Locken"
2 Bruch: "Still, still blickt's"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Unter der Loreley [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Wie kühl der Felsen dunkelt
Hernieder in den Rhein!
Kein Strahl der Sonne funkelt
Im grünen Wasserschein.
Es kommt im Windesweben
Ein Gruß der Märchenzeit --
Wie fem von hier das Leben!
Die Welt wie weit von hier, wie weit!

In dieser Schattenkühle
Der Einsamkeit im Schooß,
Wird alles was ich fühle
So still, so klar, so groß.
Kein Wunsch mehr, kein Begehren,
Geschlichtet jeder Zwist --
Ich kann der Welt entbehren,
Wo du o Liebe bei mir bist.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

Gentle Reminder
This website began in 1995 as a personal project, and I have been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your gift is greatly appreciated.
     - Emily Ezust

Browse imslp.org (Petrucci Music Library) for Lieder or choral works