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Gedichte der Königin Maria Stuart

Word count: 337

Song Cycle by Robert Schumann (1810 - 1856)

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1. Abschied von Frankreich


Ich zieh' dahin!
Ade, mein fröhlich Frankenland,
Wo ich die liebste Heimath fand,
Du meiner Kindheit Pflegerin.
Ade, du Land, du schöne Zeit --
Mich trennt das Boot vom Glück so weit!
Doch trägt's die Hälfte nur von mir:
Ein Theil für immer bleibet dein,
Mein fröhlich Land, der sage dir,
Des Andern eingedenk zu sein! --


Confirmed with Rose und Distel, Poesien aus England und Schottland, übertragen von Giesbert Freiherrn Vincke, Dessau, Druck und Verlag von Gebrüder Katz, 1853, page 28.


2. Nach der Geburt ihres Sohnes


Herr Jesu Christ, den sie gekrönt mit Dornen,
Beschütze die Geburt des hier Gebor'nen.
Und [sei's]1 dein Will', lass sein Geschlecht zugleich
Lang herrschen [noch in diesem]2 Königreich.
Und alles, was geschieht in seinem Namen,
Sei dir zu Ruhm und Preis und Ehre, Amen.


View original text (without footnotes)

Confirmed with: Rose und Distel, Poesien aus England und Schottland, übertragen von Giesbert Freiherrn Vincke, Dessau, Druck und Verlag von Gebrüder Katz, 1853, page 30.

1 Schumann: "sei's"
2 Raff: "über dieses"
3 Raff, Schumann: "zu"
4 Raff, Schumann: "Ehre"

3. An die Königin Elisabeth


Nur ein Gedanke, der mich freut und quält,
    Hält [ewigwechselnd]1 mir den Sinn gefangen,
    Sodaß der Furcht und Hoffnung Stimmen klangen,
    Als ich die Stunden ruhelos gezählt.

Und wenn mein Herz dieß Blatt zum Boten wählt,
    Und kündet, Euch zu sehen, mein Verlangen,
    Dann, theure Schwester, fasst mich neues Bangen,
    Weil ihm die Macht, es zu beweisen fehlt.

Ich [sah]2 den Kahn, im Hafen fast geborgen,
    Vom Sturm [im]3 Kampf der Wogen festgehalten,
    Des Himmels heit'res Antlitz nachtumgraut.

So bin auch ich bewegt von [bangen]4 Sorgen,
    Vor Euch nicht, Schwester! Doch des Schicksals Walten
    Zerreißt das Segel oft, dem wir vertraut.


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Confirmed with: Rose und Distel, Poesien aus England und Schottland, übertragen von Giesbert Freiherrn Vincke, Dessau, Druck und Verlag von Gebrüder Katz, 1853, page 33.

1 Schumann: "ewig"
2 Schumann: "seh"
3 Schumann: "und"
4 Schumann: "Furcht und"

4. Abschied von der Welt


Was nützt die mir noch zugemess'ne Zeit?
    Mein Herz erstarb für irdisches Begehren,
    Nur Leiden soll mein Schatten nicht entbehren,
    Mir blieb allein die Todesfreudigkeit.

Ihr, [meine]1 Feinde, lasst von eurem Neid:
    Mein Herz ist abgewandt der Hoheit Ehren,
    Des Schmerzes Uebermaß wird mich verzehren,
    Bald geht mit mir zu Grabe Haß und Streit.

Ihr Freunde, die ihr mein gedenkt in Liebe,
    Erwägt und glaubt, daß ohne Kraft und Glück
    Kein gutes Werk mir zu vollenden bliebe.

So wünscht mir bess're Tage nicht zurück,
    Und weil ich schwer gestrafet [ward]2 hienieden,
    Erfleht mir meinen Theil am ew'gen Frieden.


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Confirmed with Rose und Distel, Poesien aus England und Schottland, übertragen von Giesbert Freiherrn Vincke, Dessau, Druck und Verlag von Gebrüder Katz, 1853, page 36.

1 omitted by Schumann
2 Schumann: "werd'"

5. Gebet


O Gott, mein Gebieter,
[Stets hofft’ ich]1 auf Dich!
O Jesu, Geliebter,
Nun rette Du mich!
[In hartem]2 Gefängniß,
In schlimmer Bedrängniß
[Ersehnet’]3 ich Dich;
In Klagen, Dir klagend,
Im Staube [verzagend]4,
Erhör', ich beschwöre,
Und rette Du mich!


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Confirmed with: Rose und Distel, Poesien aus England und Schottland, übertragen von Giesbert Freiherrn Vincke, Dessau, Druck und Verlag von Gebrüder Katz, 1853, page 37.

1 Schumann: "ich hoffe"
2 Schumann: "Im harten"
3 Schumann: "Ersehne"
4 Raff: "vergehend"

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