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Herzens Stimmen

Word count: 1224

Song Cycle by Arthur Hervey (1855 - 1922)

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1. Lehn deine Wang' an meine Wang' [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT DUT ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE ITA ITA RUS SWE SWE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Posa la teva galta en la meva", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Leg nu je wang", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Lay your cheek against my cheek", copyright ©
  • ENG English (Charles Godfrey Leland) , appears in The works of Heinrich Heine, first published 1900
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 6, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Poggia la tua guancia alla mia guancia", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Lehn deine Wang' an meine Wang',
Dann fliessen die Tränen zusammen;
Und an mein Herz drück fest dein Herz,
Dann schlagen zusammen die Flammen!

Und wenn in die große Flamme fliesst
Der Strom von unsern Tränen,
Und wenn [dich mein Arm]1 gewaltig umschließt -
Sterb' ich vor Liebessehnen!


View original text (without footnotes)

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 115.

1 Jensen: "mein Arm dich"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Pierre Mathé [Guest Editor]

2. Das alte Lied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CZE FRE

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Ich kam von meiner Herrin Haus
Und wandelt in Wahnsinn und Mitternachtgraus.
Und wie ich am Kirchhof vorübergehn will,
Da winken die Gräber ernst und still.

Da winkts von des Spielmanns Leichenstein;
Das war der flimmernde Mondesschein.
Da lispelts: Lieb Bruder, ich komme gleich!
Da steigts aus dem Grabe nebelbleich.

Der Spielmann wars, der entstiegen jetzt,
Und hoch auf den Leichenstein sich setzt.
In die Saiten der Zither greift er schnell,
Und singt dabei recht hohl und grell:

    Ei! kennt ihr noch das alte Lied,
    Das einst so wild die Brust durchglüht,
    Ihr Saiten dumpf und trübe?
    Die Engel, die nennen es Himmelsfreud,
    Die Teufel, die nennen es Höllenleid,
    Die Menschen, die nennen es: Liebe! 

Kaum tönte des letzten Wortes Schall,
Da taten sich auf die Gräber all;
Viel Luftgestalten dringen hervor,
Umschweben den Spielmann und schrillen im Chor:

    Liebe! Liebe! deine Macht
    Hat uns hier zu Bett gebracht
    Und die Augen zugemacht -
    Ei, was rufst du in der Nacht? 

So heult es verworren, und ächzet und girrt,
Und brauset und sauset, und krächzet und klirrt;
Und der tolle Schwarm den Spielmann umschweift,
Und der Spielmann wild in die Saiten greift:

    Bravo! bravo! immer toll!
    Seid willkommen!
    Habt vernommen,
    Daß mein Zauberwort erscholl!
    Liegt man doch jahraus, jahrein,
    Mäuschenstill im Kämmerlein;
    Laßt uns heute lustig sein!
    Mit Vergunst -
    Seht erst zu, sind wir allein? -
    Narren waren wir im Leben
    Und mit toller Wut ergeben
    Einer tollen Liebesbrunst.
    Kurzweil kann uns heut nicht fehlen,
    Jeder soll hier treu erzählen,
    Was ihn weiland hergebracht,
    Wie gehetzt,
    Wie zerfetzt
    Ihn die tolle Liebesjagd. 

Da hüpft aus dem Kreise, so leicht wie der Wind,
Ein mageres Wesen, das summend beginnt:

    Ich war ein Schneidergeselle
    Mit Nadel und mit Scher;
    Ich war so flink und schnelle
    Mit Nadel und mit Scher;
    Da kam die Meisterstochter
    Mit Nadel und mit Scher;
    Und hat mir ins Herz gestochen
    Mit Nadel und mit Scher. 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Ein Zweiter trat still und ernst hervor:

    Den Rinaldo Rinaldini,
    Schinderhanno, Orlandini,
    Und besonders Carlo Moor
    Nahm ich mir als Muster vor.

    Auch verliebt - mit Ehr zu melden -
    Hab ich mich, wie jene Helden,
    Und das schönste Frauenbild
    Spukte mir im Kopfe wild.

    Und ich seufzte auch und girrte;
    Und wenn Liebe mich verwirrte,
    Steckt ich meine Finger rasch
    In des Herren Nachbars Tasch.

    Doch der Gassenvogt mir grollte,
    Daß ich Sehnsuchtstränen wollte
    Trocknen mit dem Taschentuch,
    Das mein Nachbar bei sich trug.

    Und nach frommer Häschersitte
    Nahm man still mich in die Mitte,
    Und das Zuchthaus, heilig groß,
    Schloß mir auf den Mutterschoß.

    Schwelgend süß in Liebessinnen,
    Saß ich dort beim Wollespinnen,
    Bis Rinaldos Schatten kam
    Und die Seele mit sich nahm. 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Geschminkt und geputzt trat ein Dritter hervor:

    Ich war ein König der Bretter
    Und spielte das Liebhaberfach,
    Ich brüllte manch wildes: Ihr Götter!
    Ich seufzte manch zärtliches: Ach!

    Den Mortimer spielt ich am besten,
    Maria war immer so schön!
    Doch trotz der natürlichsten Gesten,
    Sie wollte mich nimmer verstehn. -

    Einst, als ich verzweifelnd am Ende:
    «Maria, du Heilige!» rief,
    Da nahm ich den Dolch behende -
    Und stach mich ein bißchen zu tief. 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Im weißen Flausch trat ein Vierter hervor:

    Vom Katheder schwatzte herab der Professor,
    Er schwatzte, und ich schlief gut dabei ein;
    Doch hätt mirs behagt noch tausendmal besser
    Bei seinem holdseligen Töchterlein.

    Sie hatt mir oft zärtlich am Fenster genicket,
    Die Blume der Blumen, mein Lebenslicht!
    Doch die Blume der Blumen ward endlich gepflücket
    Vom dürren Philister, dem reichen Wicht.

    Da flucht ich den Weibern und reichen Halunken,
    Und mischte mir Teufelskraut in den Wein,
    Und hab mit dem Tode Smollis getrunken, -
    Der sprach: Fiduzit, ich heiße Freund Hein! 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Einen Strick um den Hals, trat ein Fünfter hervor:

    Es prunkte und prahlte der Graf beim Wein
    Mit dem Töchterchen sein und dem Edelgestein.
    Was schert mich, du Gräflein, dein Edelgestein?
    Mir mundet weit besser dein Töchterlein.

    Sie lagen wohl beid unter Riegel und Schloß,
    Und der Graf besold'te viel Dienertroß.
    Was scheren mich Diener und Riegel und Schloß? -
    Ich stieg getrost auf die Leitersproß.

    An Liebchens Fensterlein klettr ich getrost,
    Da hör ich es unten fluchen erbost:
    «Fein sachte, mein Bübchen, muß auch dabei sein,
    Ich liebe ja auch das Edelgestein.»

    So spöttelt der Graf und erfaßt mich gar,
    Und jauchzend umringt mich die Dienerschar.
    «Zum Teufel, Gesindel! ich bin ja kein Dieb;
    Ich wollte nur stehlen mein trautes Lieb!»

    Da half kein Gerede, da half kein Rat,
    Da machte man hurtig die Stricke parat;
    Wie die Sonne kam, da wundert sie sich,
    Am hellen Galgen fand sie mich. 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Den Kopf in der Hand, trat ein Sechster hervor:

    Zum Weidwerk trieb mich Liebesharm;
    Ich schlich umher, die Büchs im Arm.
    Da schnarrets hohl vom Baum herab,
    Der Rabe rief: Kopf - ab! Kopf - ab!

    O, spürt ich doch ein Täubchen aus,
    Ich brächt es meinem Lieb nach Haus!
    So dacht ich, und in Busch und Strauch
    Späht rignsumher mein Jägeraug.

    Was koset dort? was schnäbelt fein?
    Zwei Turteltäubchen mögens sein.
    Ich schleich herbei, - den Hahn gespannt, -
    Sieh da! mein eignes Lieb ich fand.

    Das war mein Täubchen, meine Braut,
    Ein fremder Mann umarmt sie traut -
    Nun, alter Schütze, treffe gut!
    Da lag der fremde Mann im Blut.

    Bald drauf ein Zug mit Henkersfron -
    Ich selbst dabei als Hauptperson -
    Den Wald durchzog. Vom Baum herab
    Der Rabe rief: Kopf - ab! Kopf - ab! 

Da lachten die Geister im lustigen Chor;
Da trat der Spielmann selber hervor:

    Ich hab mal ein Liedchen gesungen,
    Das schöne Lied ist aus;
    Wenn das Herz im Leibe zersprungen,
    Dann gehen die Lieder nach Haus! 

Und das tolle Gelächter sich doppelt erhebt,
Und die bleiche Schar im Kreise schwebt.
Da scholl vom Kirchturm «Eins» herab,
Da stürzten die Geister sich heulend ins Grab.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Die Lotosblume [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): BAQ CAT DUT ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE ITA POR RUS RUS RUS SPA SPA SWE

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  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , "La flor de lotus", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De lotusbloem is angstig", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Lawrence Snyder) , no title, copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emma Lazarus) , "Lotus blossom", appears in Poems and translations, first published 1867
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La fleur de lotus", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 10, first published 1827
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il fiore di loto", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "A flor de lótus", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Die Lotosblume ängstigt
Sich vor der Sonne Pracht
Und mit gesenktem Haupte
Erwartet sie träumend die Nacht.

Der Mond, [der]1 ist ihr Buhle
Er weckt sie mit seinem Licht,
Und ihm entschleiert sie freundlich
Ihr [frommes]2 Blumengesicht,

Sie blüht und glüht und leuchtet
Und starret stumm in die Höh';
Sie duftet und weinet und zittert
Vor Liebe und Liebesweh.


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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 119.

1 Loewe: "das"
2 Franz: "holdes"

Submitted by Lawrence Snyder and Sharon Krebs [Guest Editor] and Pierre Mathé [Guest Editor]

4. Es liegt der heiße Sommer [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): BAQ ENG ENG ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE FRE ITA SPA SPA UKR

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Es liegt der heiße Sommer
Auf deinen Wängelein;
Es liegt der Winter, der kalte,
In deinem Herzchen klein.

Das wird sich bei dir ändern,
Du Vielgeliebte mein!
Der Winter wird auf den Wangen,
Der Sommer im Herzen sein.


Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 153.


Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Pierre Mathé [Guest Editor]

5. Dein Angesicht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT DUT ENG ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE

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Dein Angesicht so lieb und schön,
Das hab' ich jüngst im Traum gesehn,
Es ist so mild und engelgleich,
Und doch so bleich, so [schmerzenbleich]1.

Und nur die Lippen, die sind rot;
Bald aber küßt sie bleich der Tod.
Erlöschen wird das Himmelslicht,
Das aus den frommen Augen bricht.


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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 114.

1 Schumann: "schmerzenreich" (full of pain)

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Pierre Mathé [Guest Editor]

6. Mag da draußen Schnee sich türmen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG ENG ENG ENG FRE ITA RUS RUS SPA

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Song", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (J. Wrey Mould)
  • ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Mag da draußen Schnee sich türmen,
Mag es hageln, mag es stürmen,
Klirrend [an mein Fenster]1 schlagen,
Nimmer will ich mich beklagen!
Denn ich trage in der Brust
Liebchens Bild und Frühlingslust.


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1 Raff: "mir ans Fenster"

Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Andrew Schneider [Guest Editor]

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     - Emily Ezust

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