Thank you to all the generous supporters who helped us raise $15,792 for our site-renewal project! We can't wait for you to see what we're building! Your ongoing donations are essential for The LiederNet Archive to continue in its mission of providing this unique resource to the world, so if you didn't get a chance to contribute during the overhaul drive, your help in any amount is still valuable.

The LiederNet Archive

Much of our material is not in the public domain.
It is illegal to copy and distribute our copyright-protected material without permission.
Printing texts or translations without the name of the author or translator is also illegal.
You must use the copyright symbol © when you reprint copyright-protected material.

For more information, contact us at the following address:
licenses (AT) lieder (DOT) net
Please read the instructions below the translations before writing!
In your e-mail, always include the names of the translators if you wish to reprint something.

Acht Heine-Lieder

Word count: 402

Song Cycle by Wolfgang Ulrich (1924 - 1995)

Not all available information for this cycle is visible. Return to normal display.

1. Anfangs


Anfangs wollt' ich fast verzagen,
und ich glaubt', ich trüg' es nie;
und ich hab' es doch getragen -
aber fragt mich nur nicht, wie?


Poem headed with An Carl v. U Ins Stammbuch

2. Aus meinen großen Schmerzen


Aus meinen großen Schmerzen
Mach' ich die kleinen Lieder;
Die heben ihr klingend Gefieder
Und flattern nach ihrem Herzen.

Sie fanden den Weg zur Trauten,
Doch kommen sie wieder und klagen,
Und klagen, und wollen nicht sagen,
Was sie im Herzen schauten.


Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 139.


3. Leise zieht durch mein Gemüt


Leise [zieht]1 durch mein Gemüt
Liebliches Geläute,
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

[Kling]2 hinaus bis an das Haus,
Wo die [Blumen]3 sprießen,
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich laß sie grüßen.


View original text (without footnotes)
1 Quiteria: "klingt"; further changes may exist not shown above.
2 Grieg: "Zieh"
3 Gade, Grieg, Urspruch: "Veilchen"

4. Letzte Ruhestätte für Tenor und Klavier


Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd' ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh' ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Immerhin, mich wird umgeben
Gottes Himmel dort wie hier,
und als [Totenlampen]1 schweben
nachts die Sterne über mir.


View original text (without footnotes)
1 Rubinstein: "das Totenlampe"

5. Schlechtes Wetter


Das ist ein schlechtes Wetter,
Es regnet und stürmt und schneit;
Ich sitze am Fenster und schaue
Hinaus in die Dunkelheit.

Da schimmert ein einsames Lichtchen,
Das wandelt langsam fort;
Ein Mütterchen mit dem Laternchen
Wankt über die Straße dort.

Ich glaube, Mehl und Eier
Und Butter kaufte sie ein;
Sie will einen Kuchen backen
Für's große Töchterlein.

Die liegt zu Hause im Lehnstuhl
Und blinzelt schläfrig ins Licht;
Die goldenen Locken wallen
Über das süße Gesicht.


6. Sommerabend


Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond, [am]1 blauen Himmel,
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern,
Und ein Athmen in der Stille.

Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.


View original text (without footnotes)
1 Brahms, Elling: "im"

7. Vergiftet


Vergiftet sind meine Lieder; -
Wie könnt es anders sein?
Du hast mir ja Gift gegossen
Ins blühende Leben hinein.

Vergiftet sind meine Lieder; -
Wie könnt es anders sein?
Ich trag' im Herzen viel Schlangen,
Und dich, Geliebte mein.


Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 155.


8. Sterne mit den gold'nen Füßlein


   Sterne mit den goldnen Füßchen,
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken
Die da schläft im Schoß der Nacht.
 
   Horchend stehn die stummen Wälder,
Jedes Blatt ein grünes Ohr!
Und der Berg, wie träumend streckt er
Seinen Schattenarm hervor.
 
   Doch was rief [dort]1? In mein Herze
Dringt der Töne Widerhall.
War es der Geliebten Stimme,
Oder [nur]2 die Nachtigall?


View original text (without footnotes)

Confirmed with Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun., [no year], page 251

1 Franz, Wolf: "es"
2 Franz, Wolf: "war's"

Gentle Reminder
This website began in 1995 as a personal project, and I have been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your gift is greatly appreciated.
     - Emily Ezust

Browse imslp.org (Petrucci Music Library) for Lieder or choral works