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Drei Lieder nach Justinus Kerner

Word count: 226

Song Cycle by Armin Knab (1881 - 1951)

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1. Wanderer


Die Straßen, die ich gehe,
so oft ich um mich sehe,
sie bleiben fremd doch mir.
Herberg', wo ich möcht weilen,
ich kann sie nicht ereilen,
weit, weit ist sie von hier.

So fremd mir anzuschauen
sind diese Städt' und Auen,
die Burgen stumm und tot;
doch fern Gebirge ragen,
die meine Heimat tragen,
ein ewig Morgenrot.


Note: also published without a title in chapter 14 of Die Heimatlosen

2. Der Wandrer in der Sägemühle


Dort unten in der Mühle
Saß ich in [süßer]1 Ruh'
Und sah dem Räderspiele
Und sah [den Wassern]2 zu.

Sah zu der blanken Säge,
Es war mir wie ein Traum,
Die bahnte lange Wege
In [einen]3 Tannenbaum.

Die Tanne war wie lebend,
In Trauermelodie
Durch alle Fasern bebend
Sang diese Worte sie:

Du [kehrst]4 zur rechten Stunde,
O Wanderer, hier ein,
Du bist's, für den die Wunde
Mir dringt ins Herz hinein!

Du bist's, für den wird werden,
Wenn kurz gewandert du,
Dies Holz im Schoß der Erden
Ein Schrein zur [langen]5 Ruh'.

Vier Bretter sah ich fallen,
Mir [ward's] 6 ums [Herze]7 schwer,
Ein Wörtlein wollt' ich lallen,
Da ging das Rad nicht mehr.


View original text (without footnotes)
1 Heinemann, Schumann, Wienand, Winterberger: "guter"
2 Schumann, Winterberger: "dem Wasser"
3 Schumann: "einem"
4 Schumann: "trittst"
5 Platz: "ew'gen"
6 Schneider, Schumann, Wienand: "ward"
7 Wienand: "Herz so"

3. Zur Ruh, zur Ruh


Zur Ruh', zur Ruh', 
Ihr müden Glieder!
Schließt fest euch zu, 
Ihr Augenlider!

Ich bin allein,
Fort ist die Erde;
Nacht muß es sein,
Daß Licht mir werde;

O führt mich ganz,
Ihr innern Mächte!
Hin zu dem Glanz
Der tiefsten Nächte.

Fort aus dem Raum
Der Erdenschmerzen
Durch Nacht und Traum
Zum Mutterherzen!


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