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The LiederNet Archive

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Lieder-Cyklus : fünf Gedichte von Emanuel Geibel

Word count: 582

Song Cycle by Édouard de Hartog (1829 - 1909)

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1. Ich bin die Rose auf der Au [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Ich bin die Rose auf der Au,
Die still in Düften leuchtet;
Doch du, o Liebe, bist der Thau,
Der nährend sie befeuchtet.

Ich bin der dunkle Edelstein,
Aus tiefem Schacht gewühlet:
Du aber bist der Sonnenschein,
Darin er Farben spielet.

Ich bin der Becher von Krystall,
Aus dem der König trinket;
Du bist des Weines süßer Schwall,
Der purpur ihn durchblinket.

Ich bin die trübe Wolkenwand,
Am Himmel aufgezogen;
Doch du bist klar auf mich gespannt
Als bunter Regenbogen.

Ich bin der Memnon stumm und todt
Von Wüstennacht bedecket;
Du hast den Klang als Morgenroth
In meiner Brust erwecket.

Ich bin der Mensch, der vielbewegt
Durchirrt das Thal der Mängel;
Du aber bist's, die stark mich trägt,
Ein lichter Gottesengel.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Gondoliera [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the English

Translation(s): DUT ENG ENG FRE ITA

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Authorship


Based on
  • a text in English by Thomas Moore (1779 - 1852), "Oh, come to me when daylight sets", appears in National Airs, volume I, first published 1818
      • This text was set to music by the following composer(s): Greg Lonasil. Go to the text.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Gondola song", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Barcarolle", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Gianni Franceschi) , "Gondoliera", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.
Die Luft ist weich wie [Liebesscherz]1,
Sanft spielt der goldne Schein,
Die [Zither]2 klingt und zieht dein Herz
Mit in die Lust hinein.
O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.

[Das ist für Liebende die Stund',
Liebchen, wie ich und du;
So friedlich [blaut]3 des Himmels Rund,
Es schläft das Meer in Ruh.]4
Und wie es schläft, [da]5 sagt der [Blick]6,
Was [keine]7 Zunge spricht,
[Die Lippe]8 zieht sich nicht zurück,
[Und wehrt dem Kusse nicht.]9
O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.


View original text (without footnotes)
1 Grimm: "Liebesschmerz" [sic]
2 Hensel: "Cither"
3 Grimm: "ruht"
4 Schumann:
Dies ist für sel'ge Lieb' die Stund,
Liebchen, o komm und schau,
so friedlich strahlt des Himmels Rund,
es schläft des Meeres Blau.
5 Schumann: "so"
6 Grimm: "Mund"
7 Grimm, Hensel, Schumann, Raff: "nie die"
8 Schumann: "Das Auge"
9 Schumann: "zurück die Seele nicht"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Wenn die Sonne lächelt [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Wenn die Sonne [hoch]1 und heiter
Lächelt, wenn der Tag sich neigt,
Liebe bleibt die goldne Leiter,
Drauf das Herz zum Himmel steigt;

Ob der Jüngling sie empfinde,
Den es zur Geliebten zieht,
Ob die Mutter sie dem Kinde
Sing' als süßes Wiegenlied,

Ob der Freund dem Freund sie spende,
Den er fest im Arme hält,
Ob der hohe Greis sie wende
Auf den weiten Kreis der Welt,

Ob der Heimat sie der Streiter
Zolle, wenn er wund sich neigt:
Liebe bleibt die goldne Leiter,
Drauf das Herz zum Himmel steigt.


View original text (without footnotes)
1 Sommer: "hell"; further changes may exist not noted above.

Submitted by Harry Joelson

4. Schmetterling [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Ein Wetterfähnlein ist mein Sinn,
Er schwankt und wankt im Lieben,
Er dreht sich her und dreht sich hin,
Von jedem Wind getrieben.
Ich weiß nicht, ist's mit mir allein,
Mag's andern auch so gehen?
An jedem Fenster groß und klein
Muß ich was Holdes sehen.

Heut klopf' ich bei der Blonden an
Und morgen bei der Braunen,
Und übermorgen muß ich dann
Der Schwarzen Reiz bestaunen.
Nur kann ich nimmer allzulang
Bei einer mich verweilen;
Macht mich ein dunkles Auge krank,
Ein blaues muß mich heilen.

Und leicht gewogen hier am Ort
Sind mir die ros'gen Schönen,
Denn jede hört ein Liebeswort
Zur Zither gern ertönen,
Und jede schwärmt auf ihre Art
Beim sanften Glanz der Sterne,
Und machst du's nur ein wenig zart,
So küßt auch jede gerne.

So fliehn mir denn in leiser Spur
Dahin die schnellen Stunden;
Ich seufze nicht, ich singe nur
Und weiß von keinen Wunden;
Bald bin ich dort, bald bin ich hier,
An Scherz und Spiel mich labend,
Und jeder Tag bringt Lieder mir
Und Küsse jeder Abend.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Der blaue Kranz ist meine Lust [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Kornblumen flecht' ich dir zum Kranz
Ins blonde Lockenhaar.
Wie leuchtet doch der blaue Glanz
Auf goldnem Grund so klar!

Der blaue Kranz ist meine Lust;
Er sagt mir stets auf's neu,
Wohl keine sei in tiefster Brust
Wie du, mein Kind, so treu.

Auch mahnt sein Himmelblau zugleich
Mich heimlich süßer Art,
Daß mir ein ganzes Himmelreich
In deiner Liebe ward.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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