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Scheherezade

Word count: 459

Song Cycle by Maurice Ravel (1875 - 1937)

Original language: Shéhérazade

1. Asien

Language: German (Deutsch) after the French (Français)

Authorship

  • Translation from French (Français) to German (Deutsch) copyright © 2013 by Bertram Kottmann, (re)printed on this website with kind permission. To reprint and distribute this author's work for concert programs, CD booklets, etc., you must ask the copyright-holder(s) directly for permission. If you receive no response, you must consider it a refusal.

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Asien, Asien, Asien.
Fernes, altes Wunderland in den Märchen der Ammen,
wo die Fantasie schlummert wie eine Kaiserin
in ihrem Wald voll der Geheimnisse.
Asien,
dorthin möchte ich segeln auf dem Schoner,
der sich heute Abend im Hafen wiegt,
geheimnisvoll und einsam,
und der dann seine violetten Segel ausspannt
wie ein riesiger Vogel der Nacht am goldenen Himmel.
Ich möchte zu den Blumeninseln segeln
und lauschen dem Gesang des brünstigen Meeres
mit seinem uralten, verzaubernden Wogen.
Ich möchte Damaskus sehen und Persiens Städte 
mit den ätherischen Minaretten.
Ich möchte schöne Turbane sehen aus Seide
auf schwarzen Gesichtern mit strahlenden Zähnen;
ich möchte Augen schauen, dunkel vor Liebe, 
und Pupillen, die vor Freude funkeln,
und Haut, die schimmert wie Orangen;
samtene Gewänder möchte ich sehen
und Kaftane mit langen Fransen.
Ich möchte Heilige Pfeifen sehen in Mündern,
umsäumt von weißen Bärten;
ich möchte harte Händler mit undurchsichtigem Blick sehen,
und Kadis und Wesire,
die mit einer einzigen Bewegung ihres gekrümmten Fingers
nach Gutdünken über Leben oder Tod bestimmen.
Ich möchte Persien sehen und Indien und dann China,
die dickbäuchigen Mandarine unter den Sonnenschirmen
und die Prinzessinnen mit den zierlichen Händen
und die Gelehrten, die sich streiten
über Poesie und Schönheit;
ich möchte in einem verwunschenen Palast verweilen
und wie ein Reisender aus fernem Land
mit Muße Landschaften bewundern,
gemalt auf Stoffen in Rahmen aus Tannenholz,
mit einer Gestalt inmitten eines Obstgartens;
ich möchte Mörder über den Henker lächeln sehen, 
wenn er den Nacken eines Unschuldigen durchtrennt
mit seinem großen orientalischen Säbel.
Ich möchte Arme sehen und Königinnen ;
ich möchte Rosen sehen und Blut;
ich möchte das Sterben aus Liebe oder an Hass sehen.
Und dann später zurückkehren,
mein Abenteuer denen erzählen, die neugierig sind auf Träume, 
und wie Sindbad meine alte arabische Tasse
hin und wieder zu Munde führen,
um die Erzählung kunstvoll zu unterbrechen ...


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2. Flötenzauber

Language: German (Deutsch) after the French (Français)

Authorship

  • Translation from French (Français) to German (Deutsch) copyright © 2005 by Bertram Kottmann, (re)printed on this website with kind permission. To reprint and distribute this author's work for concert programs, CD booklets, etc., you must ask the copyright-holder(s) directly for permission. If you receive no response, you must consider it a refusal.

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Der Schatten ist sanft und mein Herr schläft;
er trägt eine seidene Zipfelmütze,
die lange gelbe Nase im weißen Bart.
Ich hingegen, ich wache noch immer
und höre  wie draußen
eine Flöteweise erklingt
traurig und dann wieder beschwingt.
Ein Lied - sehnsuchtsvoll und frivol,
das mein Geliebter spielt,
und wenn ich mich dem Fenster nähere,
kommt es mir vor, als ob jeder Ton
der Flöte zu meiner Wange schwebe
wie ein geheimnisvoller Kuss.


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3. Der Gleichgültige

Language: German (Deutsch) after the French (Français)

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Deine Augen sind betörend wie die eines Mädchens,
fremder Jüngling,
und die feine Rundung
deines schönen Gesichts, von Flaum beschattet,
ist noch anziehender im Profil.
Dein Mund singt an der Schwelle meiner Tür
eine unbekannte und zaubrische Sprache
wie künstliche Musik ...
Tritt ein! Und dass dich mein Wein erquickt...
Doch nein, du gehst vorüber,
und ich sehe dich von meiner Schwelle entschweben.
Du gibst mir ein letztes anmutiges Zeichen,
mit leicht schwingender Hüfte
in deinem mädchenhaften, trägen Gang ...


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