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Drei Lieder des Mirza Schaffy von Friedrich von Bodenstedt für Männerchor

Word count: 494

Song Cycle by Ottokar Mascha (b. 1852)

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1. Wenn der Frühling auf die Berge steigt [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the Azerbaijani (Azərbaycan dili)

Translation(s): ENG ENG FRE ITA

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Natalie Macfarren) , "Flow'ry May"
  • FRE French (Français) [singable] (François Nicollin)
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Quando la primavera arriva sui monti", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Wenn der Frühling auf die Berge steigt
 Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt,
 Und im Gras das erste Blümlein sprießt --
   Wenn vorbei im Thal
   Nun mit einem Mal
 Alle [Regenzeit]1 und Winterqual,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
 Wenn die Quelle von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
 Und das [Lustgetön]2 der Wälder klingt--
   Lüfte lind und lau
   Würzt die grüne Au,
 Und der Himmel lacht so rein und blau,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

War's nicht auch zur jungen Frühlingszeit,
 Als Dein Herz sich meinem Herz erschloß?
Als von Dir, du wundersüße Maid,
 Ich den ersten langen Kuß genoß!
   Durch den Hain entlang,
   Heller Lustgesang,
 Und die Quelle von den Bergen sprang--
   Scholl es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!


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1 Mandyczewski: "Regenszeit"
2 Mandyczewski: "Luftgetön" (typo in the score?)

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Die Weise guter Zecher ist [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the Azerbaijani (Azərbaycan dili)

Translation(s): FRE RUS

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  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , appears in Clair-obscur, first published 1954, copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission


Die Weise guter Zecher ist
[In]1 früh und später Stunde,
Daß alter Wein im Becher ist
Und neuer Witz im Munde --
Denn wo man eins davon entbehrt,
Da ist das andre auch nichts wert --
Das eine steht zum andern.

Je mehr wir uns vertieft im Wein,
Je höher steigt der Geist uns --
Der Bart der Weisheit trieft von Wein,
Die ganze Welt umkreist uns,
Versunken ganz in Trunkenheit
Und trunken in Versunkenheit,
In Wein, Gesang und Liebe!

Die Weisen beim Pokale stehn
Hoch über der Gemeinheit,
Wie Berge überm Tale stehn
In himmelhoher Reinheit --
Die Berge färbt des Himmels Licht,
Uns widerstrahlt das Angesicht
Im Glanz der vollen Becher!

Sagt, was die Welt im Tausch uns gibt
Für unser lustig Leben!
Die Wonne, die ein Rausch uns gibt,
Wer mag uns Bess'res geben?
Nur eins kenn' ich, das schöner ist:
Wenn du, Hafisa, bei mir bist
Mit Küssen und mit Scherzen!

Und weil so kurz das Leben ist,
Muß stets der Weisen Ziel sein:
Des Glücks, das uns gegeben ist,
Kann nimmermehr zuviel sein!
Drum Kind, laß alle Skrupel sein
Und steig herab in unsre Reihn,
Wie ins Gebirg' die Sonne!


View original text (without footnotes)
1 Bohn, Rubinstein: "Zu"; further changes may exist for Bohn's setting, not shown above.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Wenn zum Tanz die jungen Schönen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the Azerbaijani (Azərbaycan dili)

Translation(s): ENG

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "When the young beauties in the dance", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Wenn zum Tanz die jungen Schönen
Sich im Mondenscheine drehn,
Kann doch keine sich so lieblich
Und so leicht wie meine drehn!

Daß die kurzen Röcke flattern,
Und darunter, rot bekleidet,
Leuchtend wie zwei Feuersäulen
Sich die schlanken Beine drehn!

Selbst die Weisen aus der Schenke
Bleiben stehn vor Lust und Staunen,
Wenn sie, spät nach Hause schwankend,
Sich berauscht vom Weine drehn!

Auch der Muschtahid1, der fromme,
Mit den kurzen Säbelbeinen,
Spricht: So lieblich wie Hafisa
Kann im Tanz sich keine drehn!

Ja, vor dieser Anmut Zauber,
Vor Hafisas Tanzesreigen
Wird sich noch berauscht die ganze
Gläubige Gemeine drehn!

Und was in der Welt getrennt lebt
Durch verjährten Sektenhader,
Wird sich hier versöhnt mit uns in
Liebendem Vereine drehn!

Oh, Mirza-Schaffy! welch Schauspiel,
Wenn die alten Kirchensäulen
Selber wanken und sich taumelnd
Um Hafisas Beine drehn!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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