The LiederNet Archive
WARNING. Not all the material on this website is in the public domain.
It is illegal to copy and distribute our copyright-protected material without permission.
For more information, contact us at the following address:
licenses (AT) lieder (DOT) net

Alte und neue Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben

Word count: 8937

Song Cycle by Ludwig Erk (1807 - 1883)

Show the texts alone (bare mode).

1. Kindheit [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Ein Gärtlein weiß ich noch auf Erden,
Drin wandl' ich gern bei Tag und Nacht;
Das kann mir nie verwüstet werden,
Es ist von Engeln stets bewacht.

Da zeigt sich noch den Augen immer
Der Himmel wolkenleer und blau,
Da äugelt noch wie Demantschimmer
An Gras und Blättern Himmelsthau.

Da fließen noch die Brünnlein helle,
Nichts hemmt noch trübet ihren Lauf;
Da sprießen noch an jeder Stelle
Die schönsten Blumen Morgens auf.

Da schwirren noch auf güldnen Schwingen
Die Käfer Freud und Lust uns zu;
Und aus den dunklen Büschen singen
Uns Nachtigallen Fried' und Ruh.

Da müssen noch die Klagen schweigen;
Da ist das Herz noch allzeit reich,
Da hangt an immer grünen Zweigen
Noch traulich Blüth' und Frucht zugleich.

Da giebt's noch keine finstern Mienen,
Nicht Zank noch Neid nicht, Haß noch Zorn;
Da summen stachellos die Bienen
Und Rosen blühen ohne Dorn.

Da lächelt schöner noch die Sonne,
Und heller blinkt uns jeder Stern;
Nur nahe sind uns Freud' und Wonne,
Und alle Sorgen bleiben fern.

O sucht das Gärtlein nicht auf Erden! 
Es ist und bleibt uns immer nah:
Wir dürfen nur wie Kinder werden -- 
Und sieh, gleich ist das Gärtlein da.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Bald ist der Frühling da [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Tra ri ra!
Bald ist der Frühling da!
Bald werden grün die Felder,
Die Wiesen und die Wälder.
Tra ri ra!

Bald ist der Frühling da!
Tra ri re!
Schon schmilzet Eis und Schnee:
Die Quellen rauschen wieder
Von allen Bergen nieder.
Tra ri re!

Schon schmilzet Eis und Schnee.
Tra ri ro!
Jetzt sind wir wieder froh!
Ja, Trost für lange Plage
Verleih'n die längern Tage.
Tra ri ro!

Jetzt sind wir wieder froh!
Tra ri ru!
Du lieber Frühling du,
Laß uns nicht länger warten!
Komm bald in Feld und Garten!
Tra ri ru!
Du lieber Frühling du!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Frühlings Ankunft [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Arrivée du printemps", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Alle Vögel sind schon da,
Alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, [Musicir'n]1,
Pfeifen, Zwitschern, [Tirelir'n]2!
Frühling will nun einmarschir'n,
Kommt mit Sang und Schalle.

Wie sie alle lustig sind,
Flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star,
Und die ganze Vogelschaar
Wünschet uns ein frohes Jahr,
Lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkündet nun,
Nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
Lustig wie die Vögelein,
Hier und dort, feldaus, feldein,
Singen, springen, scherzen.


View original text (without footnotes)
1 Dresel: "Musiziern"
2 Dresel: "Tireliern"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Frühlingsjubel [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Heisa, lustig im sonnigen Wetter,
Wenn durch Blüthen und säuselnde Blätter
Lieblich tönet der Vögel Geschmetter,
Ei, wer könnte da traurig noch sein!

Wenn die silbernen Quellen erklingen,
Auf dem Anger die Blumen entspringen,
Schmetterlinge zum Reigen sich schwingen,
Ei, wer könnte da traurig noch sein!

Freud' und Lust hat sich wieder gefunden,
Was da kränkelte, muß nun gesunden,
Denn der Winter, er ist ja verschwunden,
Ei, wer könnte da traurig noch sein!

Laßt uns singen, laßt uns scherzen!
Laßt uns freu'n und fröhlich sein!
Denn fürwahr! in frohe Herzen
Kehret nur der Frühling ein.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Maifest [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Rühret die Trommeln und schwenket die Fahnen!
Vorwärts! marsch! vivallerallera!
Wie sich heute froh die Vögel schwingen
Mit Gesang durch Wald und Feld,
Wollen wir auch singen und springen
In die weite grüne Welt.
Marsch! marsch! marsch!
Heißa! wir halten unsern Maiengang
Heute mit Jubelgesang und Klang.

Sei gegrüßt, du grüne Bergeshalde,
Und du bunt beblümtes Thal!
Ihr belaubten Bäum' in dem Walde,
Seid gegrüßt viel tausendmal!

Sei gegrüßt, du heit'rer blauer Himmel,
Und du milder Sonnenglanz!
Frohes Leben, reges Gewimmel,
Blättersäusel, Halmentanz!

Mit uns freut euch! Bäume, säuselt alle!
Maienglöckchen, klinget drein!
Vöglein, singt mit freudigem Schalle!
Stimmt in unsern Jubel ein!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Die ersten Veilchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Ei, was blüht so heimlich am Sonnenstrahl?
Das sind die lieben Veilchen, die blüh'n im stillen Thal,
Blühen so heimlich im Moose versteckt,
Drum haben auch wir Kinder kein Veilchen entdeckt.

Und was steckt sein Köpfelein still empor?
Was lispelt aus dem Moose so leise, leis' hervor?
"Suchet, so findet ihr! suchet mich doch!" --
Ei, warte, Veilchen, warte! wir finden dich noch.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

7. Morgenlied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Barbara Miller) , "Morning song", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Werde heiter, mein Gemüte,
Und vergiß der Angst und Pein!
Groß ist Gottes Gnad' und Güte,
Groß muß auch dein Hoffen sein.

Kommt der helle, gold'ne Morgen
Nicht hervor aus dunkler Nacht?
Lag nicht einst im Schnee verborgen
[Tief des]1 Frühlings Blütenpracht?

Durch die Finsterniß der Klagen
Bricht der Freude Morgenstern;
Bald wird auch dein Morgen tagen,
Gottes Güt' ist nimmer fern!


View original text (without footnotes)
Note: also in Dichterleben
1 in Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke; Erster Band : Lyrische Gedichte: Dichterleben, Liebesleben, Berlin, F. Fontane, 1890, p. 99, this is "Tiefes".

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

8. In der Frühe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wie herrlich glänzt im Morgenthau
Die grüne blumenreiche Au!
Wie ist von neuem belebt der Wald!
Wie's ringsum wiederum hallt und schallt!

Du bist erquickt von süßer Ruh,
Mein Herz, wie könntest schweigen du?
Dem Herrn des Tages, dem Herrn der Nacht,
Ihm sei dein frühester Dank gebracht!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

9. Der Hirtenknabe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Dort hoch auf der Alpe da ist meine Welt,
Da wo's mir auf Erden am Besten gefällt:
Da duften die Kräuter, da murmelt der Quell,
Da klingen die Glöcklein so lustig und hell,
Juchhe! so lustig und hell.

Da schau' ich die Dörfer in Nebel und Rauch,
Und athme der Bergesluft stärkenden Hauch;
Da weiß ich von keinem Gelärm und Geschrei,
Und spiel' einen Ländler auf meiner Schalmei,
Juchhe! auf meiner Schalmei.

Und treibt mich der Winter hinunter ins Thal,
Dann denk' ich: der Sommer kommt wieder einmal!
Der Sommer, der bringt mich zur Alpe zurück:
Da droben ist Alles, mein Leben, mein Glück,
Juchhe! mein Leben, mein Glück.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

10. Der Fink [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


"Da spring' ich, nun sing' ich
Pink pinkpinkpink pinkpinkpink
Pinkpinpink pink,
Da flieg' ich, nun krieg' mich!
Pink pinkpinkpink pinkpinkpink
Pinkpinpink pink."
Flink flink flink
Ist fort der Fink
Und rufet noch immer
Pink pink pink.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

11. Der fröhliche Mann [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Heißa, ich bin der fröhliche Mann.
Hört, wie ich geigen und singen kann!
[Fidele, fidele]1, schum schum schum.
Dreht euch Alle herum rum rum!

Grüne Jupp' und ein grüner Hut
Steht dem fröhlichen Mann gar gut.
Fidele, fidele, schum schum schum.
Dreht euch Alle herum rum rum!

Bunte West' und ein Strauß daran
Paßt gar schön für den fröhlichen Mann.
Fidele, fidele, schum schum schum.
Dreht euch Alle herum rum rum!

Kommt, ihr Kinder, und faßt euch an!
Jeder tanze, wer tanzen kann!
Fidele, fidele, schum schum schum.
Dreht euch Alle herum rum rum!


View original text (without footnotes)
1 When Taubert repeats this stanza, he replaces "fidele" with "dschingdara", passim.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

12. O Mäuselein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


O Mäuselein, o Mäuselein,
O stelle doch das Naschen ein!
Wir warnen dich, wir meinen's gut:
Sei künftig mehr auf deiner Hut!
O Mäuselein, o Mäuselein,
Wie wird es dir ergehen!

O Mäuselein, o Mäuselein,
Geh' in die Ecke nicht hinein!
Es stehet eine Falle da,
Die aufgestellt hat der Papa.
O Mäuselein, o Mäuselein,
Wie wird es dir ergehen!

Das Mäuselein, das Mäuselein,
Das schlüpfet in die Fall' hinein.
Wipp wapp! da fällt die Falle zu,
Gefangen ist es da im Nu.
O Mäuselein, o Mäuselein,
Nun ist's um dich geschehen!


Confirmed with Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke; Zweiter Band : Lyrische Gedichte : Liebesleben Fortsetzung, Kinderleben, Berlin, F. Fontane, 1891, p. 161.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

13. Häschens Klage [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Da sitzt ein Häslein an dem Rain,
Und keinem Jäger fällt das ein,
Sitzt und denket an sein Endchen,
Und es schreibt sein Testamentchen,
Schreibt's und weint, schreibt's und weint.

Ich Häslein bin ein Waisenkind:
Was hilft's, daß ich so gut gesinnt?
Keinem thu' ich Leid hienieden,
Ach, ich lasse ja zufrieden
Jedermann, Jedermann.

Ich lasse Weizen Weizen sein,
Und trink' auch keinen Tropfen Wein;
Nur daß ich mal aus dem Kohle
Hie und da ein Blättchen hole,
Nicht wie's thut Ochs und Kuh.

Mein Klagen aber wenig frommt.
O weh, der böse Jäger kommt;
Kaum daß er mich hat gesehen,
Ist es schon um mich geschehen
Und er schießt, piff, paff, puff.

Gebraten werd' ich dann zuletzt
Den Tischgenossen vorgesetzt:
«Frisch gegessen und getrunken!
Schont nicht Lampen, den Hallunken!
Schont ihn nicht! Schont ihn nicht!»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

14. Mein Gärtchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Ei, was kann wohl schöner sein
In des Himmels Sonnenschein
Als dort an jenem Teich
Mein Gärtelein?

Wo jedes Blümchen nickt,
Wo jedes Blümchen blickt,
Als wollt es sagen mir:
Vergiß mein nicht!

O du liebes Gärtelein,
Ich vergeße nimmer dein,
Es treibt mich immer fort
Hinaus zu dir.

Du säuselst Fried' und Ruh,
Und Freud' und Luft mir zu,
Und durch dich wird die Welt
Recht heimlich mir.

Und wie könnt' ich traurig sein,
Wenn ich jemals denke dein!
Du meinst es gar zu gut,
Zu gut mit mir.

Und liegst du auch beschneit
In [dieser kalten]1 Winterzeit --
Du grünst und blühst ja [stets]2
Im Herzen mir.


View original text (without footnotes)
Note: included first in Die Vier Jahreszeiten: Vier Kinder-Gesangfeste (1860)
1 Dresel: "kalter"
2 Dresel: "doch"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

15. An den Mond [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wie blickst du hell und rein, 
O Mond, zur Welt hinein! 
Ob Wolken dich necken,
Dich wollen bedecken,
Du blickst doch hell und rein
Zur weiten Welt hinein.

Du hast schon manche Nacht,
O Mond, bei mir gewacht;
Mein Klagen gemindert,
Mein Leiden gelindert,
Hast mild mich angelacht,
Hast fröhlich mich gemacht.

O du des Friedens Bild,
O Mond, so hell und mild! 
Wie dort auf die Welle 
Der silbernen Quelle, 
Blick in mein Herz hinein 
Mit deinem milden Schein!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

16. Leb wohl, du schöner Wald! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


So scheiden wir mit Sang und Klang:
Leb wohl, du schöner Wald!
Mit deinem kühlen Schatten,
Mit deinen grünen Matten,
Du süßer Aufenthalt!

Wir singen auf dem Heimweg noch
Ein Lied der Dankbarkeit:
Lad' ein wie heut' uns wieder
Auf Laubesduft und Lieder
Zur schönen Maienzeit!

Schaut hin! von fern noch hört's der Wald
In seiner Abendruh;
Die Wipfel möcht' er neigen,
Er rauschet mit den Zweigen,
Lebt wohl! ruft er uns zu.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

17. Den Blumen Fried und Ruh! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Lieben Abendwinde,
Säuselt Fried und Ruh,
Säuselt leis' und linde
Meinen Blumen zu!
Lieben Abendwinde
Säuselt Fried und Ruh!

Scheine freundlich wieder,
Lieber Mondenschein,
Sende Schlummer nieder
Meinen Blümelein!
Scheine freundlich wieder,
Lieber Mondenschein!

Singt, ihr Nachtigallen,
Singet hübsch und fein,
Gute Nacht! singt allen
Meinen Blümelein!
Singt, ihr Nachtigallen,
Singet hübsch und fein!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

18. Der Sommerabend [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Eben sank die Sonne nieder
Und nun ward es Abend wieder.
Kühle Luft beginnt zu weh'n,
Süße Labung träufelt nieder,
Und es badet sich im Thau
Halm und Blum' in Feld und Au.

Stille wird es und es dunkelt,
Und der Abendstern schon funkelt.
Alles ist so müd' und matt,
Alles suchet Ruh und Frieden,
Nur die Nachtigall noch wacht,
Singt uns eine gute Nacht.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

19. Mein liebes Goldfischchen! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

List of language codes

Authorship


Go to the single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Mon cher petit poisson rouge", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Ach, Goldfischchen, lieb Goldfischchen,
Spieltest gestern goldig roth
Wie ein Sonnenstrahl im Wasser,
Ach, und heute bist du todt.

Jeden Morgen war mein Erstes:
Was doch wohl mein Goldfisch macht?
Abends, eh' ich ging zu Bette,
Sagt' ich dir auch: gute Nacht!

Wenn ich nach dem Fenster blicke,
Ist anjetzt die Stelle leer;
Weinen muß ich, denn ich sehe,
Ach, ich sehe dich nicht mehr.

Ach, Goldfischchen, lieb Goldfischchen,
Nimmermehr vergeß ich dich!
Wo ich nur ein Fischchen sehe,
Denk' ich gleich zuerst an dich.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

20. Der böse Bach [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


[Du Bach mit den silbernen]1 Wellen,
Wie rinnest du heute so hin,
Als hättest du nie noch auf Erden,
Nie Böses gehabt im Sinn!

Du Bach mit den silbernen Wellen,
Was hab' ich dir doch gethan?
Du hast mir mein Gärtchen zerstöret
Und unseren Wiesenplan.

Du Bach mit den silbernen Wellen,
Einst warf ich Blumen dir nach --
Jetzt hab' ich nur Thränen und Klagen
Für dich, o du böser Bach!


View original text (without footnotes)
1 Erk: "Der Bach mit silbernen"; further changes may exist not noted.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

21. Laß rauschen, immer rauschen! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Nun wird so braun und falbe
Das schöne Sommerlaub;
Schon rauscht es von den Bäumen
Und ist der Winde Raub.

Bald fällt durch kahle Reiser
Der kalte Schnee herab;
Der Wald ist öd' und traurig,
Die Erde wie ein Grab.

Schon sind mit dürrem Laube
Die Pfad' im Wald bestreut,
Als sollten wir nicht wandeln,
Wo wir uns jüngst gefreut.

Laß rauschen, immer rauschen!
Die Hoffnung bleibt besteh'n,
Die Hoffnung auf den Frühling,
Die kann kein Wind verweh'n.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

22. Freud' und Leid [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Stolz die Blumen heut ihr Haupt erheben,
Doch es kommt ein Reif wohl über Nacht,
Und zerknickt ist alles frohe Leben,
Und dahin der Blumen schöne Pracht.

Und die Lust, die wir am Sommer hatten,
Ist verwandelt dann in lauter Leid,
Und mit Schnee bedeckt hat Feld und Matten,
Berg und Thal die kalte Winterzeit.

Doch wie Leid und Freude stets hienieden,
Und wie Nacht und Tag stets wechseln mag,
Jedem Winter ein Lenz beschieden,
Immer kommt ein Auferstehungstag.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

23. Abschied der Zugvögel [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Siân Goldthorpe) (Christian Stein) , "The migrants' farewell song", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant d'adieu des oiseaux migrateurs", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


Wie war so schön doch Wald und Feld!
Wie ist so traurig jetzt die Welt!
Hin ist die schöne Sommerzeit,
Und nach der Freude kam das Leid.

Wir wußten nichts von Ungemach,
Wir saßen unterm Laubesdach
Vergnügt und froh beim Sonnenschein,
Und sangen in die Welt hinein.

Wir armen Vöglein trauern sehr:
Wir haben keine Heimat mehr,
Wir müssen jetzt von hinnen fliehn
Und in die weite Fremde ziehn.


Submitted by Siân Goldthorpe

24. Mein Vaterland [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the Latin

Authorship


Based on

See other settings of this text.


Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich Dir mein Vaterland!
Nicht in Worten nur und Liedern
Ist mein Herz zum Dank bereit,
Mit der Tat will ich's erwidern
Dir in Not, in Kampf und Streit.

In der Freude wie im Leide
Ruf ich's Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
Und mein Trost, mein Glück bist Du.
Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich dir, mein Vaterland!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

25. Deutschland über Alles [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Deutschland, Deutschland über Alles,
Ü Alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt --
Deutschland, Deutschland über Alles,
Ü Alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler That begeistern
Unser ganzes Leben lang --
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand --
Blüh' im Glanze dieses Glückes,
Blühe deutsches Vaterland!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

26. Des Frühlings Einladung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wer steht auf unserm Anger und winket uns zu?
Der Frühling im sonnigen Glanze:
«Kommt Alle herbei von Berg und Thal
Zum Ringelrosentanze!

Kommt und springet nun froh froh froh!
Kommt und singet hallo ho ho!
Heisa! Jeglichem reich' ich einen Kranz
Zum Ringelrosentanz.»

Wer singt und flattert hoch in den Himmel empor?
Und jubelt im sonnigen Glanze?
«Meine Lerchen, die soll'n euch musicir'n
Zum Ringelrosentanze!

Kommt und springet nun froh froh froh!
Kommt und singet hallo ho ho!
Heißa! Jeglichem reich' ich einen Kranz
Zum Ringelrosentanz.»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

27. Frühlings-Ankunft [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Grüner Schimmer spielet wieder
Drüben über Wies' und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
Auf die stumme trübe Welt.

Ja, nach langen Winterleiden
Kehrt der Frühling uns zurück,
Will die Welt in Freude kleiden,
Will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote
Zieht einher in Frühlingstracht,
Meldet uns, daß alles Todte
Nun zum Leben auferwacht.

Nur die Veilchen schüchtern wagen
Aufzuschau'n zum Sonnenschein;
Ist es doch, als ob sie fragen:
«Sollt' es denn schon Frühling sein?»

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
In das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
Ueber uns herab ins Feld!

Alles Leid entflieht auf Erden
Vor des Frühlings Freud' und Lust --
Nun, so soll's auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

28. Im Maien ist es so schön [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Im Maien, im Maien, da ist es so schön,
Da blüht es im Thal und da grünt's auf den Höh'n;
Es singen die Vögel in jubelnder Lust,
Was lebet, das ist sich des Lebens bewußt.

Im Maien, im Maien, o liebliche Zeit!
Der Frühling hat Alles mit Blüthen beschneit,
Er bringet die Hoffnung in jegliches Herz,
Er mehret die Freuden und lindert den Schmerz.

Im Maien, im Maien, o freu' dich, mein Herz!
Und steig' wie die Lerchen auch himmelwärts,
Dank' Gott so wie sie auch mit Jubelgetön:
Im Maien, im Maien, da ist es so schön!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

29. Wißt ihr, was ich meine? [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wißt ihr, was ich meine?
Singen wollen wir!
Kuckuck ruft und Kibitz schreit,
Frühlingszeit bringt Fröhlichkeit:
Kommt und singt mit mir!

Wißt ihr, was ich meine?
Tanzen wollen wir!
Wo die bunten Blumen blüh'n,
Tanzt das Lamm im frischen Grün:
Kommt und tanzt mit mir!

Wißt ihr, was ich meine?
Froh sein wollen wir!
Denn der Frühling ja gebeut,
Daß sich alle Welt erfreut:
Kommt, freut euch mit mir!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

30. Kind und Veilchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Heute, Veilchen, hol' ich dich,
Mußt du fort mit mir!
Und das liebe Veilchen spricht:
«Knabe, laß mich hier!

Laß mich hier im Sonnenschein
Auf der grünen Au!
Tages labt mich Maienluft,
Nachts des Himmels Thau.»

Alles was du wünschen kannst,
Hast du auch bei mir:
Maienluft und frischen Trank
Will ich geben dir.

«Wenn du mir auch Alles giebst,
Nimmst mir doch mein Glück:
Meine Heimat giebst du mir
Nimmermehr zurück.»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

31. Guter Rath [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Die kleinen Vögel singen und springen –
Ich ging’ auch gern zum Tanze, ja Tanze!
„So tanze denn und schmücke dich
Mit einem Blumenkranze!”

Das Feld ist leer und öde, je öde,
Womit soll ich mich schmücken, ja schmücken?
„Manch liebeds Veilchen blühet schon,
Du brauchst dich nur zu bücken.”


Confirmed with Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke. Zweiter Band: Lyrische Gedichte: Kinderleben. Die vier Jahreszeiten, ed. by Dr. Heinrich Gerstenberg, Berlin, F. Fontane, 1891, pages 177-178.


Submitted by Laura Prichard [Guest Editor]

32. Beim Regen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Liebe Sonne, scheine wieder,
Schein' die düstern Wolken nieder!
Komm mit deinem goldnen Strahl
Wieder über Berg und Thal!

Trockne ab auf allen Wegen
Ueberall den alten Regen!
Liebe Sonne, laß dich sehn,
Daß wir können spielen gehn!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

33. Nachtigallen und Frösche [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

List of language codes

Authorship


Go to the single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Nightingales and frogs", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Wenn die Nachtigallen schlagen,
Ei, wem sollt' es nicht behagen!
Tjo tjo, tjo tjo, tü tü tü, zirr zirr zirr zirr zirr,
Tjo tjo tjo tjo tü, tjo tjo tjo tjo tü!
Ei, wem sollt' es nicht behagen!

Doch die Frösch' in ihren Lachen,
Hört nur, was für Lärm sie machen!
Qua quack, qua quack, quack quack, qua qua qua qua quack,
Qua qua qua qua quack, qua qua qua qua quack!
Hört nur, was für Lärm sie machen!

Mancher hebet an zu singen,
Und er meint, es müsse klingen:
Tjo tjo, tjo tjo, tü tü tü, zirr zirr zirr zirr zirr,
Tjo tjo tjo tjo tü, tjo tjo tjo tjo tü!
Ja, er meint, so müss' es klingen.

Doch es klingt wie Froschgequacke
Und wie aus dem Dudelsacke:
Qua quack, qua quack, quack quack quack, qua qua qua qua quack!
Qua qua qua qua quack, qua qua qua qua quack!
Ja, wie aus dem Dudelsacke.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

34. Nur eine kleine Geige [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Only a little violin", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Eine kleine Geige möcht' ich haben,
Eine kleine Geige hätt' ich gern !
Alle Tage spielt ich mir
Zwei, drei Stücken oder vier,
Und sänge und spränge 
Gar lustig herum.
Didel didel didel dum dum dum!
Didel didel didel dum!

Eine kleine Geige klingt gar lieblich,
Eine kleine Geige klingt gar schön !
Nachbars Hans und unser Spitz
Kämen alle wie der Blitz:
Und sängen und sprängen
[Mit mir auch herum]1.
Didel didel didel dum dum dum!
Didel didel didel dum!


View original text (without footnotes)
1 Reinecke: "gar lustig herum"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

35. Der Reitersmann [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Zu Rosse geschwind!
Jetzt reit' ich von hier.
Geschwind wie der Wind!
Wer reitet mit mir?

Frisch auf in das Feld!
Ich reite hopp hopp!
Einen Ritt um die Welt,
Hopp hopp hopp! im Galopp.

Mein Roß ist voll Muth
Und frißt doch kein Korn;
Ich bin ihm so gut;
Es geht ohne Sporn.

Mein Roß lieb' ich sehr:
Es thut was ich will.
Mag ich reiten nicht mehr,
Brr brr brr! steht es still.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

36. Kuckuck der Spielmann [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wollt ihr ein Tänzlein wagen,
Ihr dürft's nur sagen,
Ich spiel' euch auf.

Im Walde draußen im Buchenschatten
Auf grünen Matten
Tanzt es sich gut.

Werd' ich zum Tanze den Takt euch schlagen,
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's!

Kommt, dreht euch alle im Kreise!
Nach meiner Weise
Dreht euch herum!

Weil ich berühmet als Musikant bin
Durch jedes Land hin,
Dürft ihr mir trau'n!

Werd' ich zum Tanze den Takt euch schlagen,
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

37. Hopsa, Geiger, Pfeiffer [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Hopsa! Geiger, Pfeifer,
Jetzo spielt uns einen Schleifer!
Hopsa! Geiger, Pfeifer,
Spielt uns auf zum Tanz!

Hopsa! Max und Käthchen,
Dreht euch rum und schlagt ein Rädchen!
Hopsa! Max und Käthchen,
Dreht euch rum und tanzt!

Hopsa! Fritz und Fränzel,
Dreht euch rum und macht ein Tänzel!
Hopsa! Fritz und Fränzel,
Dreht euch rum und tanzt!

Hopsa! Annemiedel,
Dreh' dich rum, tanz' nach der Fiedel!
Hopsa! Annemiedel,
Dreh' dich rum und tanz'!

Hopsa! Alexander,
Komm, wir tanzen mit einander!
Hopsa! Alexander,
Tanz' mit mir herum!

Hopsa! kleiner Wenzel!
Du auch mußt heran zum Tänzel!
Hopsa! Alle mit einander
Tanzen wir herum!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

38. Der Stieglitz [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Der Sommer rief: ade!
Das thät dem Stieglitz weh;
Er hing das Köpflein nieder,
Vergaß all seine Lieder.
Wie oft ich ihm auch rief,
Es schien, als ob er schlief.

Jetzt war der Winter da,
Wie ging's dem Stieglitz nah!
Er zog sein buntes Kleid aus
Und sah voll Gram und Leid aus.
Er saß so still und stumm
Und sah sich nicht mal um.

Und endlich schmolz der Schnee,
Der Stieglitz rief: juchhe!
Die Sonne schien aufs Bauer,
Da war hinweg die Trauer.
Der Stieglitz sprang und sang,
Daß es gar lieblich klang.

Er sprang voll Freud' und Lust
Und sang aus voller Brust:
«Jetzt kommt die schöne Zeit an;
Ich zieh' mein buntes Kleid an.
Willkommen, Sonnenschein!
Jetzt will ich lustig sein.»

Herr Stieglitz, kannst du sein
Schon froh beim Sonnenschein --
So will ich tanzen, springen,
So will ich fröhlich singen!
Nicht nur der Sonnenschein,
Der ganze Lenz ist mein.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

39. Der liebe Mond [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Die Sonne hat in voller Pracht
Vollendet ihren Lauf,
Und drüben ging, eh' wir's gedacht,
Der liebe Mond schon auf.

Wie schreitet er am Himmel hin
So freundlich seine Bahn!
Er hat ja Gutes nur im Sinn,
Hat Niemand Leids gethan.

Es ist, als ob er früge zu:
Was habt ihr heut gemacht?
Er lächelt Jedem freundlich zu,
Wünscht Jedem gute Nacht.

Drum eine gute Nacht auch dir!
Leb wohl! auf Wiederseh'n!
Leb wohl! 's ist so zu Muthe mir,
Als müßt' ich mit dir geh'n.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

40. Die fremde Blume [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Fern aus der Heimath Land
Bin ich hieher verbannt --
Schmerzt mich so sehr.
Fremd ist mir Alles hier,
Alles so seltsam mir,
Traurig und leer.

Als ich daheim noch war,
Hatt' ich das ganze Jahr
Sommer zumal;
Kannte nicht kalte Zeit,
Stubenluft, Winterleid,
Sorgen und Qual.

Und in Verbannung noch
Grün' ich und blüh' ich doch
So wie vorher;
's Ist oft im Winter hier
Als ob es Frühling mir
Immer noch wär'.

Denk' ich, o Heimath, dein,
Kenn' ich nicht Gram und Pein,
Kenn' ich nicht Schmerz.
Träum' ich von dir die Nacht,
Ist mir als Blüth' erwacht
Morgens das Herz.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

41. Auszeichnung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wenn ich mein Hühnchen locke,
Mit tuck tuck tick, ticke ticke tick,
Wenn ich mein Hühnchen locke,
So kommt's den Augenblick,
tick tick,
So kommt's den Augenblick.

Dann lockt der Hahn von ferne,
Schreit tack tack ta, tacke tacke ta,
Dann lockt der Hahn von ferne,
Und Alle sind sie da,
tack ta,
Und Alle sind sie da.

Und wenn sie Alle schreien
Ihr tuck tuck tick, ticke ticke tick,
So kriegt doch nur mein Hühnchen
Das allergrößte Stück,
tick tick,
Das allergrößte Stück.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

42. Hasenbrot [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Und wenn mein Vater geht zur Stadt,
So bringt er mir was mit,
Bald Mandeln und Rosinen,
Bald Obst und Kuchenschnitt.

Und geht er auch nur über Feld,
So denkt er dann auch mein:
Er bringt mir immer Etwas,
Sollt's trocken Brot, auch sein.

Das trockne Brot, das schmeckt gar gut,
Denn wie mein Vater sagt,
So hat er's auf dem Felde
Dem Hasen abgejagt.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

43. So geht's in der Welt [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Sparbüchschen, nun ist es
Mit dir auch vorbei:
Ich will dich zerschlagen,
Dann bist du entzwei.

Und als ich das ird'ne
Sparbüchschen zerschlug,
Da ging ich zum Kaufmann
Und kauft' einen Krug.

Hin fiel mir das Krüglein,
Da war es entzwei:
Nun ist's mit dem Spar'n
Und dem Gelde vorbei.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

44. Die Kunst geht nach Brod [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Spitzchen, Spitzchen, [tanz']1 einmal!
Was du kannst, das zeige!
Nein, er mag nicht - wenn ich auch
Ihm ein Stückchen geige.
Gigel junk, gigel junk,
Gigel junk, junk, junk.

Halt' ich ihm ein Weckchen vor,
Tanzt er gleich manierlich.
Immer geht die Kunst nach Brot -
Ist das nicht possierlich?
Gigel junk, gigel junk,
Gigel junk, junk, junk.


View original text (without footnotes)
1 Erk: "lang"; further changes may exist not noted.

Submitted by Harry Joelson

45. Kakadu [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Kein Vogel doch gescheidter ist
Als du es bist!
Du kannst dich krauen hinter'm Ohr
Und richtest deinen Schopf empor,
Und frag' ich dich: wie heißest du?
Antwortest du:
Kakadu! Kakadu!

Und auch kein Vogel schöner ist
Als du es bist!
Drum drehst du dich so stolz und dumm
In deinem goldnen Käfig um,
Und schreist und kreischest immerzu,
Ja immerzu:
Kakadu! Kakadu!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

46. Wie der Zaunschlüpfer König ward [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Weithin König Adler sah,
Wie der Frühling fern und nah
Alles hatte schön geschmückt
Und erfreuet und beglückt.

König Adler fröhlich war,
Rief: «Gut Heil, du Vogelschaar!
Morgen soll ein Turnfest sein
Und ich lad' euch Alle ein!»

[130] Und da kam die Vogelschaar:
Rabe, Drossel, Elster, Staar,
Meise, Häher, Wiedewall,
Kuckuck, Specht und Nachtigall.

Und man reckt sich, streckt sich, ringt,
Klettert, schwingt sich, hüpft und springt;
Endlich kommt der Dauerlauf --
König Adler spricht darauf:

«Stellt euch jetzt in Reih' und Glied,
Alle, ohne Unterschied!
Wer am höchsten fliegen kann,
Der soll König sein fortan!»

Turr! da flog die ganze Schaar,
Aber unterm Flügelpaar
König Adlers saß versteckt
Herr Zaunschlüpfer unentdeckt.

Als der Adler endlich doch
Matt ward, flog Zaunschlüpfer noch,
Höher noch ein ganzes Stück,
Kam als König dann zurück.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

47. Jahrmarktsfreude [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Jahrmarkt ist in jenem Städtchen:
Könnt' auch ich dort heute sein!
Junge Burschen geh'n und Mädchen,
Alles geht zur Stadt hinein.

Und mein Herz, wie würd' es lachen,
Ja, ich wär' ein glücklich Kind,
Säh' ich all die schönen Sachen,
Die dort ausgestellet sind.

Doch was hülfe mir das Sehen,
Würde Nichts von Allem mein.
Besser drum, die Andern gehen
Und sie kaufen mir was ein.

Sprach nicht drüben an der Pforte,
Als er schied, der Großpapa --
Ei, das waren süße Worte!
Wär' er bald nur wieder da!

Er versprach vor allen Dingen,
Die mein Herz schon lang begehrt,
Eins vom Jahrmarkt mitzubringen:
Er versprach ein Schaukelpferd.

Heißa lustig, lieben Leute,
Bald ist auch mein Jahrmarkt da;
Was ich wünsche, bringt mir heute
Unser lieber Großpapa.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

48. Das verwüstete Dorf [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Aus jenen grünen Büschen
Sah unser Dorf heraus,
Da lag in Fried' und Segen
So manch Gehöft und Haus.

Des wilden Feindes Beute
Ward unser Hab und Gut;
Und was er uns gelassen,
Verzehrte Feuersglut.

Jetzt irren wir wie Bettler
Und heimatlos umher,
Als ob auf dieser Erde
Kein Glück noch Friede wär'.

Der du den Kranken pflegest
Und Brot dem Armen gibst,
Der du den Müden bettest
Und den Verstoßnen liebst --

0 laß uns bald vollenden
Den kummervollen Lauf!
Nimm bald in deine Heimat
Die Heimatlosen auf!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

49. Der Feind der Armen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Der Winter ist gar schaurig,
Macht Alles kalt und traurig,
Macht Alles still und stumm.

Der Sommer ist verschwunden,
Es hat sich eingefunden
Der Armen schlimmster Feind.

Wie traurig geht's den Armen!
Wer hat für sie Erbarmen?
Wer lindert ihre Noth?

Mit scheuem Blicke schleichen
Sie vor die Thür der Reichen,
Von Kälte fast erstarrt.

Sie bleiben trostlos stehen,
Sie wagen kaum zu flehen
Um einen Bissen Brot.

Daheim in ihrer Kammer
Ist Nichts als Schmerz und Jammer,
Und Kält' und Hunger nur.

Komm, Frühling, bald doch wieder!
Bring' Trost und Freud' hernieder
In die erstorbne Welt!

Du linderst alle Schmerzen,
Du liebst mit warmen Herzen
Die ganze weite Welt.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

50. In der Fremde [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wie lange soll ich noch fern dir sein?
O Heimat!
Ich habe vergebens gewünscht und gehofft,
Vergebens nach dir mich gesehnt so oft,
O Heimat!

Wer fühlt mein Leiden, wer tröstet mich?
O Heimat!
Wer stillet mein heißes Verlangen nach dir?
Wer trocknet die Träne des Heimwehs mir?
O Heimat!

Und werd' ich nimmer dich wiederseh'n?
O Heimat!
Die Jugendgespielen nicht wieder einmal,
Nie wieder mein Dorf in dem stillen Tal?
O Heimat!

Und werd' ich nimmer dich wiedersehn?
O Heimat!
Ach, ohne dich gibt es kein Leben für mich!
Ich war ja so glücklich und war's durch dich -
O Heimat!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

51. Frühlings-Begrüßung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Und nun wird es wieder grün,
Und die bunten Blumen blüh'n:
Blümlein gelb und roth und blau,
Seid gegrüßt in Feld und Au!

Und was flattert durch die Luft
Lustig nach dem Frühlingsduft?
Schmetterling' im Sonnenstrahl,
Seid gegrüßt viel tausendmal!

Und der Vogel singt sein Lied,
Freut sich, daß der Winter schied:
Vöglein, singt durch Berg und Thal,
Seid gegrüßt viel tausendmal!

Frühling, und so grüß' ich dich,
Denn du kamst ja auch für mich,
Gabst mir Freuden ohne Zahl,
Sei gegrüßt viel tausendmal!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

52. Willkommen Frühling [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Lasset uns schlingen
Dem Frühling Blümelein zum Kranz!
Lasset uns springen,
Heißa, zum Tanz!
Blumenpracht, Laubesduft, reges Gewimmel,
Sang und Klang, Sonnenschein, heiterer Himmel!

Dank dem Gefährten
Bei unserm Spiel und Scherz und Tand!
Was wir begehrten,
Hat er gesandt.

Hat er doch wieder
Ein neues Leben angefacht,
Frohsinn und Lieder
Wieder gebracht.

Lasset uns weilen
Nun auch nicht länger mehr zu Haus!
Lasset uns eilen,
Eilen hinaus!

Lasset uns schlingen
Dem Frühling Blümelein zum Kranz!
Lasset uns springen,
Heißa, zum Tanz!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

53. Des Kuckucks Ruf [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Der Kuckuck ruft: ku ku!
Der Kuckuck ruft uns Allen zu:
«Ku ku, ku ku, ku ku!
Frisch auf, hinaus und höret mich!
Frisch auf, seid fröhlich so wie ich!
Blau ist der Himmel und grün das Feld
Und fröhlich die Welt:
Die Vögel sie singen,
Die Hirsche sie springen,
Die Täubchen sie girren,
Die Enten sie schnattern,
Die Käfer sie schwirren,
Die Falter sie flattern
Um Blumen und Blätter
Im sonnigen Wetter --»
Ja, ja! sie machen's wie du!
Ku ku, ku ku!

Der Kuckuck ruft: ku ku!
Der Kuckuck ruft uns Allen zu:
«Ku ku, ku ku, ku ku!
Frisch auf, hinaus und höret mich!
Frisch auf, seid fröhlich so wie ich!
Blau ist der Himmel und grün das Feld
Und fröhlich die Welt.
Wir wollen auch singen
Und tanzen und springen,
Uns haschen und necken,
Und weben und schweben
Durch Sträucher und Hecken,
Durch Furchen und Gräben
Um Blumen und Blätter
Im sonnigen Wetter --»
Ja, ja! wir machen's wie du!
Ku ku, ku ku!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

54. Vögleins Frage [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


«Bist du da? bist du da?»
Ja, ja! lieb Vöglein, ja!
Der Frühling ist da.
Verschwunden ist schon Eis und Schnee,
Die Sonne spiegelt sich im See;
Das Feld ist grün,
Schneeglöckchen blüh'n.
Ja, ja! lieb Vöglein, ja!
Der Frühling ist da.
 
«Bist du da? bist du da?»
Ja, ja! lieb Vöglein, ja!
Der Frühling ist da.
Du kannst dir schon dein Nestchen bau'n --
Er streuet Blumen auf die Au'n
Und schmücket bald
Mit Laub den Wald.
Ja, ja! lieb Vöglein, ja!
Der Frühling ist da.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

55. Der Frühling sprach zu der Nachtigall [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


[Frühling]1 sprach zu der Nachtigall:
Ich will euch geben einen Ball.
Lade, Nachtigall, alle ein,
Alle Vögel groß und klein,
Alle Vögel, alle!

Und da kamen die Vögel all
Zum Frühlingsball mit Sang und Schall:
Kuckuck, Wiedehopf, Elster, Staar,
Reiher, Rabe, Strauß und Aar,
Drossel, Fink' und Zeisig.

Und sie tanzten im Blumenduft
Bei Sonnenschein und linder Luft,
Tranken würzigen Blüthenmost,
Schmausten lauter feine Kost,
Theure, selt'ne Sachen.

Als der Abend begann zu nah'n,
Da sprach zur Nachtigall der Hahn:
«Jetzo wird wohl das Beste sein,
Wenn wir Vögel groß und klein
Gehen heim zu Neste.

Aber billig vor Allem ist,
Daß man des Wirthes nicht vergißt.
Laßt uns, Vöglein groß und klein,
Kikriki! recht dankbar sein:
Vivat hoch, Herr Frühling!»


View original text (without footnotes)
1 Erk: "Der Frühling"; further changes may exist not noted.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

56. O wie ist es draußen doch so schön! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


O wie ist es draußen doch so schön!
's grünt und blüht im Thal und auf den Höh'n!
Frühling winket uns zum Tanze,
Frühling winkt mit seinem Kranze
Immerzu!

Seine Vogelschaar aus Feld und Wald
Läßt er spielen, daß es lustig schallt:
Tausend Stimmen aus den Zweigen
Rufen uns zum Frühlingsreigen
Immerzu!

Drum hinaus, hinaus zu Spiel und Tanz,
Hin in frische Lust und Sonnenglanz!
Laßt uns fröhlich durch das Leben
Wie im Frühlingsreigen schweben
Immerzu!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

57. Der Blumen Bitte [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Ich ging ganz früh im kühlen Thau
Zur grünen Au
Und wollte Blumen pflücken.

Ich wollte mich zum Abendtanz
Mit einem Kranz
Von schönen Blumen schmücken.

Da war es mir als weinten sie,
Als flehten sie:
«O laß uns, laß uns stehen!

Eh's Abend wird und wohl noch eh'r
Sind wir nicht mehr,
Dann ist's um uns geschehen.»

Und Abend ward es wiederum,
Und still und stumm
Sah ich die Blümlein stehen.

Sie senkten all' ihr Köpfelein
Und schliefen ein --
Es war um sie geschehen.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

58. Die erste Rose [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Als die Rosen wurden grün,
O wie freut' ich mich so sehr!
Und wenn sie nun nächstens blüh'n,
O dann freu' ich mich noch mehr!

Dankbar spendet mir der Strauch
Seine volle Blüthenpracht;
Hab' ich ihn gepflegt doch auch
Und so gerne sein gedacht.

Und so soll auch mein Gemüth
Blüh'n in Freud' und Dankbarkeit,
Wie die erste Rose blüht
In der schönen Maienzeit.

Und das Schönst' in Wald und Flur
Will ich froh und dankbar weih'n,
Auch die erste Rose nur
Meinem lieben Mütterlein.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

59. Der Hirtenknabe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Eben wann der Morgen graut,
Noch in aller Frühe
Treib' ich täglich auf die Alp,
Täglich meine Kühe.

Und die Vögel singen dann
Mir die schönsten Lieder,
Und zur Antwort sing' ich dann
Ihnen freundlich wieder.

Wollen meine Kühe nicht
Mehr zu Mittag grasen,
Ruhen wir im Schatten aus
Auf dem kühlen Rasen.

Und ich halte dann mein Mahl
Unter dunklen Zweigen,
Schmetterlinge tanzen dann
Vor mir ihren Reigen.

Abends treib' ich dann hinab,
Lustig wie am Morgen --
Und so lebt der Hirtenknab
Täglich ohne Sorgen.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

60. Froh und lustig! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wir zieh'n auf Berg und Halde
Die grünen Felder entlang,
Wir lagern uns im Walde
Bei Scherz und fröhlichem Sang.

Wir trotzen Wind und Regen,
Versingen jegliches Leid,
Es giebt uns allerwegen
Die Freud' ein treues Geleit.

Der Freude drum zu Ehren
Stimmt an ein fröhliches Lied!
Sie will nur dort einkehren,
Wo freie Herzen sie sieht.

Wir wollen unsre Herzen
Von Gram und Kummer befrei'n,
Und spielen, lachen, scherzen,
Um froh und lustig zu sein.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

61. Juchheissa, juchhei [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Juchheißa juchhei!
Die Ernt' ist vorbei.
Nun wollen wir singen
Und tanzen und springen!
Die Ernt' ist vorbei,
Juchheißa juchhei!

Juchheißa juchhei!
Die Ernt' ist vorbei,
Trompeten und Geigen
Sie locken zum Reigen.
Die Ernt' ist vorbei,
Juchheißa juchhei!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

62. So tanzen wir! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wer tanzen will, der steh' nicht still,
Darf sich nicht lang besinnen;
Immer dreist und wohlgemuth
Muß er das Ding beginnen.
La la la la.

Herum! herum! sieh dich nicht um!
Im Takte muß es gehen!
Muß sich Sonne, Mond und Stern
Doch auch im Takte drehen.
La la la la.

So tanzen wir, so tanzen wir
Ganz auf die rechte Weise,
Immer lustig nach dem Takt
Herum, herum im Kreise.
La la la la.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

63. Glanderlied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Nun wohlan, so laßt uns wandern
Nach dem Eis!
Laßt uns flink und fröhlich glandern,
Immer einer nach dem andern
Auf dem Eis!

Und was gleichet dem Vergnügen
Auf dem Eis,
Wenn wir uns zusammen fügen,
Glandern dann in langen Zügen
Auf dem Eis?

Fällst du etwa mal danieder
Auf dem Eis,
Denke nicht an deine Glieder,
Flink steh' auf und glandre wieder
Auf dem Eis!

Doch geschickt vor allen Dingen
Auf dem Eis!
So nur kann es uns gelingen,
Froh zu glandern und zu singen
Auf dem Eis!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

64. Mückentanz [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Dideldum!
Summ summ summ!
Das ist zum Entzücken!
Wie tanzen die Mücken,
Die schnellen Gesellen
So leise im Kreise,
So wohlig, so munter
Hinauf und herunter!

Dideldum! Dideldum!
Summ summ!
Immer herum,
Dideldum!
Immer herum,
Summ summ!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

65. Reiterliedchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Hopp hopp hopp hopp! Reiterlein,
Hopp hopp hopp!
Reit frisch in die Welt hinein,
Hopp hopp hopp!

Bei den Blumen sanft und mild
Durch die Dornen kühn und wild!
Bleib fest im Bügel,
Halt fest den Zügel!
Hopp hopp hopp hopp, Reiterlein,
Hopp hopp hopp!

Durchs Gewässer ernst und sacht,
Auf die Felsen mit Bedacht!
Bleib fest im Bügel,
Halt fest den Zügel!
Hopp hopp hopp hopp! Reiterlein,
Hopp hopp hopp!

Mit Geduld auf Stepp' und Sand,
Froh einst in dein Vaterland!
Bleib fest im Bügel,
Halt fest den Zügel!
Hopp hopp hopp hopp! Reiterlein,
Hopp hopp hopp!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

66. Wer Andere jagt, muß selber laufen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wenn's draußen auch ist noch so kalt,
Der Fuchs geht spazieren im Wald.
Lauf, lauf, Füchslein, lauf!
Nur keine Zeit verloren!
Sonst, sonst fassen dich
Die Hunde bei den Ohren.

Der Fuchs sieht sich um und ist schlau,
Er schlüpfet geschwind in den Bau.
Lauft, lauft, Hunde, lauft!
Nur keine Zeit verloren!
Sonst, sonst werden euch
Erfrieren Nas' und Ohren.

Dem Jäger dem ward es gar bald
Da draußen im Walde zu kalt;
Heim, heim eilet er
Zur warmen Stube wieder.
Steckt sein Pfeifchen an
Und sitzt am Ofen nieder.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

67. Brummer und Fliege [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Zog Brummer Stiefel und Sporen an
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Und ritt zur Fliege als Freiersmann.
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Und da er kam an der Fliege Thor,
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Stand sie im Marderpelze davor.
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Hör', Fliege, du bist ja so schön und fein,
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Sag', willst du werden die Liebste mein? --
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Wie kann ich werden die Liebste dein,
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Du arm und ich ja so reich, nein! nein!
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Ich sitz' auf dem Faß in des Königs Schloß,
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Du sitzest auf dem Rücken dem Roß.
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Der Brummer zupfte die Flieg' am Bein
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Und warf sie tief in den Gossenstein.
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Vergnügt erhob sich die Flieg' und sprach:
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Wann ist denn unser Hochzeitstag? --
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!

Marientag, wann die Ernte beginnt,
Summ si summ sa, brumm bri brumm bre
Und überall Brummer und Fliegen sind.
Summ, summ summ summ, summ summ summ,
Si, summ se!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

68. Das Füchslein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wer ist in unser Hühnerhaus
Eben doch gegangen?
Wer will sich dort zu einem Schmaus
Eine Henne fangen?
Füchslein, Füchslein, mach dich fort!
Füchslein, sag, was willst du dort
Doch bei unsern Hühnern?

Das Füchslein aber bleibet da
Ohne Furcht und Bangen;
Doch eh' er's selber sich versah,
Wird mein Fuchs gefangen.
Füchslein, Füchslein, bangt dir nicht?
Füchslein, jetzo vors Gericht!
Denn du bist gefangen.

Dem Fuchse ward zur Stelle dort
Gleich sein Recht verliehen:
Er mußte nach des Richters Wort
Seinen Pelz ausziehen.
Füchslein, Füchslein, wohlgemuth!
Füchslein, traun, es ruht sich gut
Auf des Kürschners Stange!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

69. Schiffahrt [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Über die hellen
Funkelnden Wellen
Tanzen Libellen den lustigen Tanz,
Fröhlich und munter,
Auf und hinunter,
Schweben und weben im sonnigen Glanz.

Kühlende Lüfte,
Liebliche Düfte,
Wonniges Wetter und Vögelgesang!
Gleich den Libellen
Über die Wellen
Schwebt unser Nachen am Ufer entlang

Blumen und Bäume
Fliegen wie Träume,
Alles enteilet und schwindet dahin.
Doch im Enteilen
Lassen wir weilen,
Weilen im Herzen den fröhlichen Sinn.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

70. Der Weihnachtsbaum [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Von allen den Bäumen jung und alt,
Von allen den Bäumen groß und klein,
Von allen in unserm ganzen Wald,
Was mag doch der allerschönste sein?
Der schönste von allen weit und breit
Das ist doch allein, wer zweifelt dran?
Der Baum, der da grünet allezeit,
Den heute mir bringt der Weihnachtsmann. --

Wenn Alles schon schläft in stiller Nacht,
Dann holet er ihn bei Sternenschein
Und schlüpfet, eh' einer sich's gedacht,
Gar heimlich damit ins Haus hinein.
Dann schmückt er mit Lichtern jeden Zweig,
Hängt Kuchen und Nüss' und Aepfel dran:
So macht er uns Alle freudenreich,
Der liebe, der gute Weihnachtsmann.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

71. Schlafe, mein Püppelein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Jetzo, mein Püppelein,
sing' ich dich ein.
Draußen da ist es kalt,
ist beschneit Feld und Wald.
Aber in deinem Bett'
liegt es sich nett.

Schlafe, mein Püppelein,
Schlafe nun ein!
Tu nun die Augen zu,
Schlaf nun in guter Ruh!
Schnell ist ja hin die Nacht,
Eh' wir's gedacht.

Morgen schon früh um acht
Sind wir erwacht,
Wünsch' ich dir gute Zeit.
Zieh' ich dir an dein Kleid.
Nimmst du das Süppelein
Froh mit mir ein.

Und zu der Großmama,
Heißassassa!
Gehen dann du und ich.
Juchhe, wie freu' ich mich!
Guten Tag! Großmama,
Jetzt sind wir da


Submitted by Harry Joelson

72. Wiegenlied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!
Schließ deine Äugelein!
Sei ruhig nun und schließ sie zu,
Dann hat dein liebes Herz auch Ruh.
Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!

Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!
Bald kommt der Sonnenschein,
Der wecket auf die Blumen all
Und Schmetterling und Nachtigall.
Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!

Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!
O schöner Sonnenschein,
So komm doch her, komm her geschwind
Und weck' auch auf mein liebes Kind!
Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!

Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!
Er blickt durchs Fensterlein,
Als wollt' er sagen: seht doch, seht,
Wie Alles schön im Garten steht!
Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!

Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!
Schließ deine Aeugelein!
Sei ruhig nun und schließ sie zu,
Dann hat dein liebes Herz auch Ruh.
Schlaf', mein Kind, schlaf' ein!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

73. Vögleins Klage [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


«Kehr' wieder, lieber Sonnenschein!
Kehr' wieder, heitre Bläue!
Daß ich mich armes Vögelein
Noch einmal wieder freue.

Wie war mir sonst so lieb der Wald,
So lieb das Dach der Blätter!
Jetzt ist es ringsum trüb' und kalt,
Bei Wind und Regenwetter.»

So klagt das arme Vögelein
Bei jedem Regenschauer,
Schläft Abends spät in Trauer ein,
Wacht Morgens auf in Trauer.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

74. Mein Freund

Language: German (Deutsch)

Authorship

Go to the single-text view


Nur ein armes Mädchen
 . . . . . . . . . .

[--- The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. ---]

75. Der Mutter Grab [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Dort unter den schattigen Linden,
Wo frische Blumen blüh'n,
Ruht aus eine gute Mutter
Von ihres Lebens Müh'n.

Sie sieht nicht ihre Kinder,
Sie ahnt nicht unsern Schmerz;
Geschlossen ist ihr Auge,
Und ruhig bleibt ihr Herz.

Mit jedem Frühling werden
Die Linden wieder grün,
Und an dem Grabeshügel
Die Blumen wieder blüh'n.

Dann blicken die Linden und Blumen
Gar fröhlich himmelwärts,
Doch unsern Blick beugt nieder
Zum Grabe tief der Schmerz.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

76. Winter ade! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


So hört doch, was die Lerche singt!
Hört, wie sie frohe Botschaft bringt!
Es kommt auf goldnem Sonnenstrahl
Der Frühling heim in unser Thal,
Er streuet bunte Blumen aus
Und bringet Freud' in jedes Haus.
Winter, ade!
Frühling, juchhe!

Was uns die liebe Lerche singt,
In unsern Herzen wiederklingt.
Der Winter sagt ade! ade!
Und hin ist Kälte, Reif und Schnee
Und Nebel hin und Dunkelheit --
Willkommen, süße Frühlingszeit!
Winter, ade!
Frühling, juchhe!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

77. Schneeglöckchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Schneeglöckchen, ei, du bist schon da?
Ist denn der Frühling schon so nah?
Wer lockte dich hervor ans Licht?
Trau' doch dem Sonnenscheine nicht!

Wohl gut er's eben heute meint,
Wer weiß, ob er dir morgen scheint?
«Ich warte nicht, bis Alles grün;
Wenn meine Zeit ist, muß ich blüh'n.

Der mich erschuf für diese Welt,
Heißt blüh'n mich, wann es ihm gefällt;
Er denkt bei Schnee und Kälte mein,
Wird stets mein lieber Vater sein.»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

78. Willkommen, lieber Frühling! [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Sei willkommen, lieber Frühling!
Sei gegrüßt viel tausendmal!
Lieber Frühling, bleib recht lange,
Lang in unserm stillen Thal!

Dir zu Ehren sollen schallen
Unsre Flöten und Schalmei'n,
Und wir wollen dir zu Ehren
Tanzen unsern Ringelreih'n.

Und wir wollen Kränze winden
Und uns schmücken schön wie du,
Und wir wollen Lieder singen
Und so fröhlich sein wie du.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

79. Frohe Herzen giebts überall [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Singt ein Vogel hoch im Baume --
Sei gegrüßt, Frau Nachtigall!
Nachtigall,
Schöner Schall!
Frohe Herzen gibt es überall.

Und ich wandre meines Weges
Durch das schöne grüne Feld.
Grünes Feld,
Mir gefällt,
Mir gefällt die ganze Gotteswelt!

Dankbar nimm, was Gott gegeben,
Freue dich, mein liebes Herz!
Liebes Herz,
Allerwärts
Wechselt hier auf Erden Freud' und Schmerz.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

80. Dann ist er da [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wenn die Lerch' empor sich schwingt,
Durch die blauen Lüfte singt,
Und der Kibitz um sein Nest
Kreisend sich vernehmen läßt,
Und das Ackermännchen schnell
Hüpft umher am Wiesenquell --
Dann, dann ist der Frühling da,
Freud' und Leben fern und nah.

Wenn das Veilchen freundlich blickt,
Seinen Morgengruß uns nickt,
Wenn der Himmelschlüssel sprießt,
Seinen goldnen Kelch' erschließt,
Und Schneeglöckchen bim bam bom
Läuten: Frühling, komm komm komm!
Dann, dann ist der Frühling da,
Freud' und Leben fern und nah.

Wenn das Auge Alles sieht
Und das Ohr hört jedes Lied;
Wenn das Herz von Lust bewegt
Frei sich fühlt und voller schlägt,
Und vergißt mit Einem Mal
All des Winters Leid und Qual --
Dann, dann ist der Frühling da,
Freud' und Leben fern und nah!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

81. Mairegen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Addie Funk) , "May rain"


Solltest doch lieber ins Häuschen gehn!
Wirst ja am Ende ganz naß. 
Wozu doch willst du im Regen stehn?
Sag', wozu nützet dir das?

"Mairegen macht, daß man größer wird:
Größer doch möcht' ich gern sein. 
Wär' ich, o Mütterchen, groß genug,
Ging' ich gewiß nicht hinein!"


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

82. Zum Ringelreigen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Sei gegrüßt, du Frühlingszeit,
Frühlingszeit, schöne Zeit!
Alles sich schwingt,
Hüpfet und springt,
Dreht sich herum und jubelt und singt.
Alles ist zum Tanze bereit,
Alles voll Fröhlichkeit.
Willst du allein
Fröhlich nicht sein?
Frisch an den Reih'n!

Nein, wir bleiben nicht allein,
Kommen zum Ringelreih'n.
Schwinget euch, schwingt.
Hüpfet und springt,
Dreht euch herum und jubelt und singt!
Frühling ist ja unsere Zeit,
Frühling ist Fröhlichkeit.
Fröhlich zu sein
Stellet euch ein!
Frisch an den Reih'n!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

83. Der beste Sänger [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wer mag der beste Sänger sein
Von allen Sängern groß und klein?
Nun rathet, wer da rathen kann,
Besinnt euch recht und sagt es dann.

Das ist das liebe Vögelein,
Das singet also hübsch und fein,
Wie's kann kein Sänger in der Stadt:
Es singet Alles frisch vom Blatt.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

84. Mein Apfelbaum [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


O daß dich Gott behüte!
Im Paradiese kaum
Ein Baum wohl schöner blühte
Als du, mein Apfelbaum.

Ich muß den Meister loben,
Der dich so schön gemacht.
Zum Sträußchen dich gewoben
Aus Duft und Farbenpracht.

Du wunderbares Sträußchen!
Könnt' ich ein Bienchen sein,
Dann wählt' ich dich zum Häuschen
Und kehrte bei dir ein.

Wie lustig wollt' ich schweben
Um dich im Sonnenschein,
Wie schön und herrlich leben
Von deinem Blüthenwein.

O daß dich Gott behüte!
Im Paradiese kaum
Ein Baum wohl schöner blühte
Als du, mein Apfelbaum.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

85. Schmetterling [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Buttervogel, auf ein Wort!
Flieg' doch ja nicht wieder fort!
Flieg' in meine Hand hinein,
Denk', es ist ein Blümelein.
Ja, ein buntes Blümelein!

Komm' doch her und setz' dich hier,
Fürchte dich nur nicht vor mir,
Soll dir ja kein Leid gescheh'n,
Will nur deine Flügel seh'n,
Deine bunten Flügelein!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

86. Mutterliebe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Was weidet dort so sorglos
Wohl durch das grüne Holz?
Was hüpft und springt daneben
So muthig und so stolz?

Sieh da! das ist die Hirschkuh,
Zur Seit' ihr liebes Kind,
Die beide stets beisammen,
Stets unzertrennlich sind.

Da kommt ein Jägerbursche
Und schleichet leis' hinzu,
Er zielet und erschießet
Der Hirschkuh Kind im Nu. --

Was blicket aus dem Tannicht
So traurig dort hervor?
Das ist die arme Hirschkuh,
Die dort ihr Kind verlor.

Sie geht nicht aus dem Wege,
Sie stehet starr und stumm,
Sieht nicht nach Hund und Jäger,
Sieht sich nach Niemand um.

Und eines Tages frühe
Wohl um das Morgenroth,
Fand man am dunklen Tannicht
Die arme Mutter todt.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

87. Der Täubchen Tod [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Vor meinem Fenster saßen sie,
Die lieben Täubchen beide;
Sie flogen aus, sie kehrten heim
Zu meinem Fenster beide.

Ein Iltis schlich zum Schlag hinein
Und würgte mir das eine;
Das andre nun am Fenster sitzt,
Ich seh' es an und weine.

Ich hol' ihm Wasser, hol' ihm Korn,
Das Alles will's nicht haben.
Es thut, als wollt' es sagen mir:
Ich sollt' es nur begraben.

Es schloß sein Aug', und ich begrub's
Dort unterm grünen Flieder.
Ich sah's und seh' es immer noch
Und wein' auch immer wieder.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

88. Wiegenlied [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Der Frieden ruht auf Berg und Thal,
Die Welt will schlafen allzumal.
Ein Sternlein blickt zum Fenster 'nein,
Und fragt: schläft Kindlein noch nicht ein?

«Mein Kind ist gut und folget gern,
Das weißt du ja, mein lieber Stern!» --
So wünsch' ich ihm denn gute Nacht,
Schlaf wohl, lieb Kind! dein Sternlein wacht.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

89. Die Sonne sank [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE

List of language codes

Authorship


See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le soleil a baissé", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Die Sonne sank, der Abend naht,
Und stiller wird's auf Straß' und Pfad,
Und süßer Friede Ruh' und Rast
Folgt auf des Tages Sorg' und Last. 

Es schweigt der Wald, es schweigt das Thal:
Die Vögel schlafen allzumal,
Sogar die Blume nicket ein,
Und schlummert bis zum Tag hinein. 

Schon rieselt nieder kühler Thau
Auf Halm und Blatt im Feld und Au,
Im Laube spielet frische Luft,
Und Blüth' und Blume [spendet] duft. 

Der Abendstern mit [güldnem]2 Schein
Blickt in die stille Welt hinein,
Als [rief']3 er jedem Herzen zu,
Sei still, sei still, und schlaf' auch du!


View original text (without footnotes)
1 Eijken: "spanden"
2 Eijken: "gold'nen"
3 Eijken: "rüf"

Submitted by John Versmoren

90. Das arme Vöglein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Ein Vogel ruft im Walde,
Ich weiß es wohl, wonach?
Er will ein Häuschen haben,
Ein grünes laubig Dach.

Er rufet alle Tage,
Und flattert hin und her,
Und in dem ganzen Walde
Hört Keiner sein Begehr.

Und endlich hört's der Frühling,
Der Freund der ganzen Welt,
Der giebt dem armen Vöglein
Ein schattig Laubgezelt.

Wer singt im hohen Baume
So froh vom grünen Ast?
Das thut das arme Vöglein
Aus seinem Laubpalast.

Es singet Dank dem Frühling
Für das, was er beschied,
Und singt, so lang er weilet,
Ihm jeden Tag ein Lied.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

91. Mauskätzchen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Mauskätzchen, wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Und trippeln und trappeln
In Kisten und Schränken,
Auf Tischen und Bänken;
Sie stehlen und naschen,
Und will man sie haschen:
Wupp! sind sie fort!

«Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn' ich
Ein Tänzchen mit Allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz' ich, dann schleich' ich,
Dann nah' ich, dann weich' ich,
Dann leg' ich mich nieder,
Dann heb' ich mich wieder.
Kaum schwing' ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen!
Wupp! sind sie da!

Sie tanzen im Kreise
Auf närrische Weise,
Hopp heißa! so munter
Hinauf und herunter.
Dann fass' ich beim Ohr sie,
Dann werf' ich empor sie;
Und fallen sie nieder,
Dann fang' ich sie wieder.
Und will dann die Maus doch
Nun endlich ins Mausloch, --
Wupp! beiß' ich sie todt!»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

92. Der Kickeriki-Hahn [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wenn wir des Morgens früh aufstehn
Und dann nach unsern Hühnern sehn,
Dann lock' ich meinen Hahn zu mir:
Ei lieber Hahn, wie geht es dir?
Ei sag', warum
Bist du so stumm?

Die Augen macht er zu alsdann,
Weil er auswendig Alles kann;
Er schlägt mit seinen Flügeln schnell
Und krähet wohlbedacht und hell,
Und irrt sich nie:
Kickeriki!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

93. Guter Vorsatz [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Wipp wipp wipp wipp wipp wipp! Fischlein
Spielet so munter und so frisch.
Wipp wipp wipp wipp wipp wipp! wär' ich
Frisch wie der Fisch!
Wär' ich doch allezeit so frisch,
Ebenso munter wie der Fisch!
Wipp wipp wipp wipp wipp wipp! Fischlein
Spielet so frisch.

Husch husch husch husch husch husch! Vöglein
Hüpfet so flink von Strauch zu Strauch.
Husch husch husch husch husch husch! wär' ich
So flink doch auch!
Wär' ich so flink und lustig auch
Stets wie der Vogel in dem Strauch!
Husch husch husch husch husch husch! Vöglein
Hüpft flink im Strauch.

Summ summ summ summ summ summ! Bienlein
Summt so zufrieden und so froh.
Summ summ summ summ summ summ! wär' ich
Auch ebenso!
Wär' ich zufrieden auch und froh
Eben wie's Bienlein, ebenso!
Summ summ summ summ summ summ! Bienlein
Summet so froh.

So so so so so so will ich
Auch sein, so froh und flink und frisch
Wie die Biene, wie das Vöglein
Und wie der Fisch!
Immer wie Biene, Vogel, Fisch,
Immer so froh und flink und frisch!
So so so so so so will ich
Froh sein und frisch!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

94. Frau Spinne [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Frau Spinne spinnt im Sonnenschein
Und singt dazu ein Liedelein:
Di da didallala.

Sie spinnt so zart, sie spinnt so fein,
Und denkt: Wer will mein Meister sein?
Di da didallala.

Da hangt ihr Häuslein blank und rein,
Frau Spinne setzt sich mitten drein.
Di da didallala.

"Nun sitz' ich hier so ganz allein -
Hat keiner Lust, mein Gast zu sein?"
Di da didallala.

Gleich kommt ein lustig Mückelein:
"Sei mir willkommen, Schwesterlein!"
Di da didallala.

Frau Spinn' umarmt's und spinnt es ein,
Nichts hilft dem Mückelein sein Schrei'n.
Di da didallala.

Und sie verschmaust es klimperklein
Und singt dazu ein Liedelein:
Di da didallala.


Submitted by Harry Joelson

95. Das arme Zickelein [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Zickelein, was klagest du? meckerst du so sehr?
«Im dunkeln Stall mag ich nicht sein,
Ich suche Licht und Sonnenschein.
Darum, darum meckre ich, meckre meck meck meck.»

Zickelein, was klagest du? meckerst du so sehr?
«Am Bergesabhang sucht' ich mir
Mein Futter lieber doch als hier.
Darum, darum meckre ich, meckre meck meck meck.»

Zickelein, was klagest du? meckerst du so sehr?
«Hier ist es mir zu eng, zu klein:
Ich kann im Frei'n nur fröhlich sein.
Darum, darum meckre ich, meckre meck meck meck.»


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

96. Warnung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Was streicht der Kater seinen Bart?
Was mag das sein?
Viel Fremde kehren heut am Tag
Bei uns noch ein.

Wenn sich der Kater putzt,
Dann kommen Gäst' ins Haus.
Und habt ihr denn wohl Kaffee auch
Genug gemacht?

An Zwieback und an Kuchen auch
Vorher gedacht?
Wenn sich der Kater putzt,
Dann kommen Gäst' ins Haus.

Die Sonntagskleider ziehet an
Geschwind, geschwind!
Da seht einmal, im Hofe schon
Die Fremden sind.

Wenn sich der Kater putzt,
Dann kommen Gäst' ins Haus.
O Kater, sei ein ander Mal
Mehr auf der Hut!

Streichst künftig du so spät den Bart,
Geht's dir nicht gut!
Wenn sich der Kater putzt,
Dann kommen Gäst' ins Haus.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

97. Jeder nach seiner Art [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Immer langsam, immer langsam
Ohne Sang und ohne Klang
Geht die Schnecke ihren Gang.

Will sie gehen, will sie gehen
In die weite Welt hinaus,
Nimmt sie mit ihr ganzes Haus.

Ist es draußen, ist es draußen
Trübes Wetter, feucht und naß,
Dann spaziert sie in dem Gras.

Scheint die Sonne, scheint die Sonne,
Hängt sie sich an einen Baum,
Bleibt im Haus und rührt sich kaum.

Ihre Weise, ihre Weise
Hat die Schnecke so wie du:
Nun, so laßt sie denn in Ruh!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

98. Das Tanzen ist nicht Jedermanns [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


See other settings of this text.


Der Kibitz und die Kibitzin,
Die hatten beide Einen Sinn:
Sie fingen an zu tanzen.
Sie hoben hurtig Bein um Bein
Und sprangen hoch im Sonnenschein:
Das war ein lustig Tanzen!

Die Jungfer Gans, die sah es an:
Was Andre können, ich auch kann!
Und fing auch an zu tanzen.
Ei, Jungfer Gans, was fällt dir ein?
Du brichst am Ende noch ein Bein
Mit deinem fetten Ranzen!

Die Gans, die stolpert über'n Stein
Und purzelt hin und bricht ein Bein,
Da war vorbei das Tanzen.
So mußt' es kommen, Jungfer Gans!
Das Tanzen ist nicht Jedermanns,
Laß künftig Andre tanzen!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

99. Aller Anfang ist schwer [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Michel wollte schlittschuhlaufen lernen geh'n,
Juchhe! juchhe!
Ließ sich auf dem blanken Eise seh'n,
He didel dum! Eise seh'n, he didel didel de!

«Muth gefaßt! jetzt schwenk' ich mich herum, herum!»
Juchhe! juchhe!
Hat es kaum gedacht, da fällt er um,
He didel dum! fällt er um, he didel didel de!

Und er stehet auf: «der Anfang ist gemacht!»
Juchhe! juchhe!
Und er purzelt wieder, daß es kracht,
He didel dum! daß es kracht, he didel didel de!

Oft noch fällt er, stehet immer wieder auf,
Juchhe! juchhe!
Endlich lernt er doch den Schlittschuhlauf,
He didel dum! Schlittschuhlauf, he didel didel de!

Aller Anfang ist ja schwer -- wer das nicht weiß,
Juchhe! juchhe!
Ei, der bleibe lieber von dem Eis,
He didel dum! von dem Eis, he didel didel de!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

100. Mein Hans und mein Peter [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


Go to the single-text view


Mein Hans und mein Peter sind beide so brav,
Es giebt doch auf Erden kein braveres Schaf.

Mein Hans und mein Peter, die sind nicht so dumm:
Sobald ich sie locke, so dreh'n sie sich um.

Mein Hans und mein Peter erscheinen im Nu,
Sie tanzen und läuten die Glöckchen dazu.

Mein Hans und mein Peter sind artig und fein,
Denn lauf' ich, so folgen sie flink hinterdrein.

Mein Hans und mein Peter, die sind nicht zu Kauf,
Und bietet ihr hundert Dukaten darauf!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

Gentle Reminder
This website began in 1995 as a personal project, and I have been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your gift is greatly appreciated.
     - Emily Ezust

Browse imslp.org (Petrucci Music Library) for Lieder or choral works