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Zwölf Lieder mit Begleitung der Guitarre

Word count: 1244

Song Cycle by Friedrich Methfessel (1771 - 1807)

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1. Die Musik [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Sie saß auf hohem Felsengipfel,
Und tausend Stimmen wurden wach;
Sanft rauscht' es durch der Haine Wipfel,
Melodisch murmelte der Bach.

Sie stieg zum stillen Thal hernieder,
Entlockend sußer Weisen Schall,
Und rings erwachten  frohe Lieder,
Antwortete der Wiederhall.

Sie schwebt' auf dunkeln Meereswogen;
Von ihrer Töne Wunderklang
Fühlt' selbst die Fluth sich angezogen;
Die Ufer brausten von Gefang.

Sie kam hernieder von den Sternen,
Umleuchtet von der Sonne Strahl,
Und über ihr in weiten Fernen
Erklang der hohe Weltchoral.

Und um sie her in dichten Kreisen
Versammelt sich der Hörer Schaar;
Gerührt von ihren Zauberweisen
Bringt Alles frohe Opfer dar.

Der Aether naht mit Blumendüften,
Mit seinen Gaben naht das Meer;
Es bringt die Erd' aus tiefen Klüften
All' ihrer Schätze Wunder her.

Bescheiden stand der Mensch von ferne,
Er brachte nur das stille Herz;
Der hoplden Göttin weiht'er gerne,
Was sie bewegt mit süßem Schmerz.

Und freundlich blicht auf hin sie nieder,
Und zu dem Wohnsitz ew'ger Luft,
Zum hehren Tempel ihrer Lieder
Weiht sie des Menschen treue Brust.


Submitted by Ferdinando Albeggiani

2. Romanze [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Käm ein Wandrer einst gegangen,
  Still und ernst bei Sternenschein,
Nachtigallen Lieder sangen
  Rings umher im Blüthenhain,
Und wo Trauerweiden hangen 
  Saß ein weinend Kind allein.
"Kind, warum bist du so einsam geblieben?
  "Lockt dich der Sterne hellglänzende Pracht?
"Hast du was Liebes und darfst es nicht lieben?
  "Klagst du dein Leiden der stillen Nacht?" --

""Hast du nichts von ihm vernommen?
  ""Wandrer, lieber Wandrer, sprich!
""Aengstlich harr' ich und beklommen !
  ""Ach, so manches Jahr verstrich!
""Aus der Fremde soll er kommen --
  ""Ich bin Braut, beklage mich!
""Sternlein seh' ich wohl kommen und gehen,
  ""Blicken wohl nieder mit freundlichem Licht,
""Aber die Blumen des Himmels verstehen
  ""Dennoch die Thränen der Erde nicht!""

"Helf' dir Gott den Schmerz besiegen,
  "Armes Kind, mich dauerst du! 
"Laß dich süße Hoffnung wiegen,
  "Hoffnung giebt der Sehnsucht Ruh';
"Auch im Schlaf die Engel fliegen
  "Schwerbetrübten Herzen zu;
"Wer mit Gebeten zum Himmel sich wendet,
  "Schlummert in Frieden sich unbewußt,
"Und von der ewigen Liebe gesendet,
  "Kommen die Traume zur Menschenbrust." --

Und sie streckt die zarten Glieder
  Auf den weichen Rasen hin,
Betet fromme Abendlieder 
  Zu der Himmelskönigin,
Und die Träume schweben nieder,
  Zu umfangen ihren Sinn.
Siehe, da küßt mit verblichenen Wangen 
  Sie der Geliebte, und rufet ihr laut:
"Lange schon bin ich zur Heimath gegangen!
  "Folge mir bald, du getreue Braut!" --

Sie erwacht, und sieht es tagen,
  Tiefer Schmerz die Brust bewegt:
"Mutter Gottes, hilf du tragen,
  "Was dein Kind auf Erden trägt!
"Hat doch auch dein Herz geschlagen,
  "Wie mein armes Herz mir schlägt!" --
Aber der Mutter erbarmende Güte
  Höret die Bitte, noch ehe sie sprach,
Und als die Sonne in Osten erglühte,
  Wandelt das Kind dem Geliebten nach.

Und der Wandrer kam gegangen,
  Wiederum bei Sternenschein,
Sah' die Trauerweiden hangen,
  Sah des Hügels weißen Stein:
"Armes Kind, du schläfst den langen,
  Tiefen Schlaf allein, allein!"
Aber vom Hügel ertönten die Worte:
  "Was sich das Herz wohl im Leben verspricht,
"Giebt erst die Schlummer verleihende Pforte;
  "Wandrer, beklage die Todten nicht!"


Submitted by Emily Ezust

3. An die Laute

Language: German (Deutsch)

Authorship

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Holde Laute, einzig mir Vertraute
 . . . . . . . . . .

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4. Die rechte Liebe

Language: German (Deutsch)

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Willst du immer frische Liebe
 . . . . . . . . . .

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5. Das Mädchen in der Ferne

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Lüftchen vom Berge
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6. Das Grab

Language: German (Deutsch)

Authorship

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Ich weiß ein Schlummerbette
 . . . . . . . . . .

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7. Worte der Sehnsucht

Language: German (Deutsch)

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So fern von dir
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8. Die Blumen und die Mädchen [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Das Veilchen blüht so sittsam und hold;
Das Schlüsselblümchen düftet wie Gold.
Bewundernd steht der denkende Mann
Und betet still den Schaffenden an.

Drauf kömmt ein Schwarm von Knaben gerannt,
Flicht Kränze sich mit eilender Hand,
Freut kurz sich nur der blühenden Pracht,
Zerstreut umher die Blätter, und lacht. --

O Schlüsselblum' und Veilchen, wie ihr
Blühn Mädchen oft voll Unschuld und Zier;
Der beßre Mann steht schweigend und blickt
Zu dem auf, der so schön sie geschmückt.

Nun aber stellt mit flüchtigem Sinn
Ein Jüngling vor der Holden sich hin,
Erbuhlt durch Lob und schmeichelnden Scherz
Sich ihr nichts Arges ahndendes Herz.

O Mädchen schön im Jugendgewand,
Entzeuch dem glatten Schmeichler die Hand!
An Blumenketten zieht er ins Grab
Der Unschuld dich kaltlächelnd hinab.

Doch wenn, von deinen Reizen entzückt,
Ein Jüngling still ins Auge dir blickt
Dann reich ihm sanfterrötend die Hand,
Und denk: Er ist's, den Gott mir gesandt!


Submitted by Emily Ezust

9. Erlkönig [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG ENG ENG ENG ENG ENG FIN FRE FRE ITA ITA

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Erlkoning", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Walter Meyer) , "Who's riding so late through night, so wild?", copyright © 1995, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Knut W. Barde) , "The Elfking", copyright © 1998, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Walter Scott, Sir) , "The Erl-King"
  • ENG English (Uri Liebrecht) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le roi des aulnes", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GER German (Deutsch) [singable] (Walter A. Aue) , "Elf-King", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Il re degli elfi", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il Re degli Elfi", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission


Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er [hat]1 den Knaben wohl in dem Arm,
Er [faßt]1 ihn sicher, er hält ihn warm.
 
Mein Sohn, was birgst du so [bang]2 dein Gesicht? -
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -
 
»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
[Manch' bunte Blumen sind an dem Strand]3;
[Meine]4 Mutter hat manch' [gülden]5 Gewand.«
 
Mein Vater, mein Vater, und [hörest]6 du nicht,
Was Erlenkönig mir [leise]7 verspricht? -
Sey ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. -
 
»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und [wiegen und tanzen und singen]8 dich ein.«
 
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am [düstern Ort]9? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau;
Es scheinen die alten Weiden so grau. -
 
»[Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt]10;
Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.« -
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein [Leids]11 gethan! -
 
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält [in Armen]12 das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit [Mühe]13 und Noth;
In seinen Armen das Kind war todt.


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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 183-184; and with Goethe's Schriften, Achter Band, Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1789, pages 157-158.

First published in 1782 in Goethe's Singspiel "Die Fischerin" in the introductory scene (Dortchen's song).

1 Spohr: "hält"
2 Spohr: "scheu"
3 Harder: "Manch bunte Blumen stehn an dem Strand"; Spohr: "Viel bunte Blumen sind am Strand"
4 Spohr: "Mein' "
5 Spohr: "güldnes"
6 Spohr: "hörst"
7 Spohr: "heimlich"
8 Harder: "singen und tanzen und spielen"
9 Harder: "düstern Port"; Spohr und Hille: "düsteren Ort"
10 Harder: "Ich lieb' dich, mich reizt dein' schöne Gestalt"
11 Harder: "Leides"
12 Reissiger: "in den Armen", Spohr: "im Arme"
13 Schubert: "Müh'"

Submitted by Ofer Sheinberg and Peter Rastl

10. Frühlingslied

Language: German (Deutsch)

Authorship

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Seh' ich dich wieder
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11. Das Mädchen aus der Fremde [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "La noia de l’estranger", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Het meisje uit den vreemde", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The maiden from a foreign land", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La jeune fille de l'étranger", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission


In einem Thal bei armen Hirten
Erschien mit jedem jungen Jahr,
Sobald die ersten Lerchen schwirrten,
Ein Mädchen, schön und wunderbar.

Sie war nicht in dem Thal gebohren,
Man wußte nicht, woher sie kam,
Doch schnell war ihre Spur verloren,
Sobald das Mädchen Abschied nahm.

Beseligend war ihre Nähe
Und alle Herzen wurden weit,
Doch eine Würde, eine Höhe
Entfernte die Vertraulichkeit.

Sie brachte Blumen mit und Früchte,
Gereift auf einer andern Flur,
In einem andern Sonnenlichte,
In einer glücklichern Natur.

Und theilte jedem eine Gabe,
Dem Früchte, jenem Blumen aus,
Der Jüngling und der Greis am Stabe,
Ein jeder gieng beschenkt nach Haus.

Willkommen waren alle Gäste,
Doch nahte sich ein liebend Paar,
Dem reichte sie der Gaben beste,
Der Blumen allerschönste dar.


Confirmed with Gedichte von Friederich Schiller, Erster Theil, Leipzig, 1800, bey Siegfried Lebrecht Crusius, pages 3-4, and with Musen-Almanach für das Jahr 1797, herausgegeben von Schiller. Tübingen, in der J.G.Cottaischen Buchhandlung, pages 17-18.


Submitted by Emily Ezust and Peter Rastl

12. Der Sänger [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Es stand der Sänger mit trüben Sinn
auf tief aufbrausenden Meer,
in die düstere Ferne da schauet er hin,
ihm war es im Busen so schwer,
und was ihn beweget mit innigem Drang,
er spricht es aus in der Saiten Gesang,
leis' horchen die Wogen umher. 

Was treibst du mich ewiges Sehnen fort,
zu suchen die Quelle der Lust;
wo find ich den sichern, den ruhigen Ort,
geahnt von der glaubenden Brust,
was liebend das Herz mir gefangen hält,
es gehet nicht unter im Strome der Welt,
doch bin ich mir's nimmer bewußt. 

So klagte der Sänger mit trüben Sinn
auf tief aufbrausenden Meer,
in die düstere Ferne da schauet er hin,
ihm war es im Busen so schwer;
und horch, in den Wellen da flüstert es sacht'
und er hört eine Stimme wie Wehen der Nacht,
leis horchen die Wogen umher. 

Was klagst du o Sänger, was schauet dein Sinn
so trüb in die Ferne hinein?
Wer mit süßen Liedern ziehet dahin,
schwer kann ihm das Leben nicht sein,
Ihm blühet die Welt in der heiteren Brust,
ihm rauschet die Quelle der ewigen Lust
im eigenen Busen so rein. 

Das hörte der Sänger mit frischem Mut,
es ergreift ihn mit stiller Gewalt;
schnell rauschen die Wogen, es hebt sich die Flut,
und die tröstende Stimme verhallt.
Nur in den Tiefen noch flüstert's und spricht;
der Mensch begreift das Unendliche nicht,
doch das Endliche ist die Gestalt!


Submitted by Malcolm Wren

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     - Emily Ezust

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