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Mädchenlieder für Gesang und Klavier

Word count: 544

Song Cycle by Georg Schumann (1866 - 1952)

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1. Auf die Nacht in der Spinnstuben


Auf die Nacht in den Spinnstuben
Da singen die Mädchen,
Da lachen die Dorfbuben,
Wie flink [gehn die]1 Rädchen!
 
Spinnt jedes [am]2 Brautschatz,
Daß der Liebste sich freut.
Nicht lange, so gibt es
[Ein]3 Hochzeitsgeläut.
 
Kein Mensch, der mir gut ist,
Will nach mir fragen.
Wie bang mir zumut ist,
Wem soll ich's klagen?
 
Die Tränen rinnen
Mir übers Gesicht -
Wofür [ich soll]4 spinnen,
Ich weiß es nicht!


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1 Zemlinsky: "geht das"
2 Zemlinsky: "ein"
3 Omitted by Zemlinsky.
4 Brahms: "soll ich"

2. Der Tag wird kühl


Der Tag wird kühl, der Tag wird blaß,
die Vögel streifen übers Gras.
[Ei]1 wie die Halme schwanken,
[vor]2 ihrer Flügel Wanken
und leise wehn ohn' Unterlaß.

Und Abends spät die Liebe weht
ob meines Herzens [Blumenbeet]3.
[Das ist ein heimlich Beben,
Und süße Gedanken weben]4
sich in mein [tiefstes]5 Nachtgebet.

Du fernes Herz, komm zu mir bald,
sonst werden [wir]6 beide grau und alt,
sonst wächst in meinem Herzen 
viel [Unkraut und viel]7 Schmerzen;
[Da wird's den Blumen gar zu kalt!]8


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1 Zemlinsky: "Schau"
2 Zemlinsky: "von"
3 Zemlinsky: "Rosenbeet"
4 Zemlinsky: "Die Zweigen flüstern und beben, / und holde Gedanken weben"
5 Zemlinsky: "heimlich"
6 Zemlinsky: "mir"
7 Zemlinsky: "Unkraut, Dorn, und"
8 Zemlinsky: "Die Nacht ist lang, die Nacht wird kalt!"

3. Mir träumte von einem Myrtenbaum


Mir träumte von einem Myrtenbaum,
so blühenden hab' ich nie geseh'n.
Die Nacht, die ist vergangen,
der Traum will nicht vergeh'n.
Was soll mir nun mein Sträusslein bunt,
was soll mir nun der Veilchenkranz?
Ich wollt', es wären Myrten,
da führt' er mich zum Tanz.
Zur Kirchen und hernach zum Tanz,
der Himmel wär' mir aufgetan!
Ach, Liebster, holder Liebster,
wie lange steht's noch an?


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1 myrtle was used for bridal wreathes.

4. Trutzliedchen


[Und bild' dir nur im Traum nichts ein]1,
Du bist mir viel zu jung.
Ums Kinn noch kaum dir sprosst der Flaum,
Das ist mir nicht genung.

Und wenn ich einen heiraten tu',
Muß sein ein Reiter zu Roß,
Noch eins so lang und breit wie du,
Sein Bart zweier Ellen groß.

Sein Rappe saust im Windeslauf,
Sein Bart der deckt mich zu,
Ich sitz' vor ihm am Sattelknauf,
Und hinterm Ofen du!


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1 Herzogenberg: "Und bild' dir nur nichts ein im Traum"; Woikowsky-Biedau: "Und bilde dir nichts ein" (according to the Musikalien-catalog von Heinrichshofen's Verlag in Magdeburg; further changes may exist not shown above)

5. Soll ich ihn lieben?


Soll ich ihn lieben, 
Soll ich ihn [hassen]1,
Dem sich mein Herz schon heimlich ergab?
Soll ich mich üben,
Recht ihn zu hassen?
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Wild ist er freilich, 
Heftig von Sitten,
Keiner begreift es, wie lieb ich ihn hab'.
Aber so heilig 
Kann er auch bitten --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Reichere könnt' ich, 
Weisere haben;
Gut ist im Leben ein sicher Stab.
Keiner doch gönnt' ich 
Den wilden Knaben --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Laß ich von schlimmer 
Wahl mich betören,
Besser, ich legte mich gleich ins Grab.
Klug ist es immer, 
Auf Rat zu hören --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!


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1 Fielitz: "lassen"

6. Drunten auf der Gassen


Drunten auf der Gassen 
Stand ich, sein zu passen;
Schlugen Nachtigallen 
An den Fenstern allen,
Und ich blieb alleine 
Bei der Blitze Scheine,
Bis die Nacht gewichen,
Und da bin ich frierend heimgeschlichen.

Über meine Wangen 
Ist der Tau gegangen,
Und nun lös' ich stille 
Meiner Locken Fülle.
Daß ein Sturm erginge,
Sich darein verfinge,
Mich zum Himmel trüge --
Weit hinweg von dieser Welt der Lüge!


7. Ach, wie so gerne bleib ich euch ferne


Ach, wie so gerne 
Bleib' ich euch ferne,
Schimmernde Säle, von Kerzen erhellt!
Daß mir im Dunkeln
Zwei Augen funkeln,
Ist meine Wonne, ist meine Welt!

Sucht' ich doch allen 
Einst zu gefallen,
Habe verstohlen die Netze gestellt.
Einem mich schmücken,
Einen beglücken,
Ward meine Wonne, ward meine Welt!

Einsam in Stillen
Um seinetwillen
Pocht mir das Herz von Sehnsucht geschwellt:
Ihn zu umfangen,
An ihm zu hangen,
Bis mir in Wonnen schwindet die Welt!


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     - Emily Ezust

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