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12 Lieder

Word count: 424

Song Cycle by Karl Friedrich Zelter (1758 - 1832)

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1. Die Elfenkönigin [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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    Was unter'm Monde gleicht
    Uns Elfen flink und leicht?
    Wir spiegeln uns im Tau
    Der sternenhellen Au;
Wir tanzen auf des Baches Moos,
Wir wiegen uns am Frühlingssproß
Und [ruhn]1 in weicher Blumen Schoß.
     
    Ihr Elfen auf der Höhn,
    Ihr Elfen an den Seen,
    Zum taubeperlten Grün
    Folgt eurer Königin!
Im silbergrauen Spinnwebkranz,
Umflimmert von des Glühwurms Glanz,
Herbei! herbei zum Mondscheintanz!
     
    Ein Schleier weiß und fein,
    Gebleicht im Sternenschein,
    Auf kühler Totengruft.
    Umwall euch leicht wie Duft!
Durch Moos und Schilf, durch Korn und Hain,
Bergauf, thalab, waldaus, feldein,
Herbei! herbei zum Ringelreihn!
     
    Uns wölbt der Nessel Dach
    Ein sichres [Tanzgemach]2;
    Ein weißer Nebelflor
    Umschleiert unser Chor;
Wir kreisen schnell, wir schweben leicht,
Ein finstres Gnomenheer entsteigt 
Dem Erdenschoß und harft und geigt.

    Das Mark vom Schmetterling,
    Den eine Jungfrau fing,
    Das Hirn der Nachtigall,
    Stärkt uns zum leichten Ball.
Wir schlürfen froh bei Rundgesang
Und Flötenton und Saitenklang
Aus Blumenkelchen Göttertrank.

    Herbei! herbei zum Tanz
    Im grauen Spinnwebkranz!
    Schnell rollt der Elfen Kreis
    Im zirkelrunden Gleis!
Wo ist ein Fuß, der nimmer glitt?
Wir Elfen fliehn mit Zephyrschritt,
Kein Gräschen beuget unser Tritt!


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Note: this version of Matthisson's poem can be found in the 1849 collection Deutschland's Balladen- und Romanzen-Dichter von G. A. Bürger bis auf die neueste Zeit, Karlsruhe : Verlag von Wilhelm Kreuzbauer.
1 Baroni-Cavalcabó: "ruhen"
2 Baroni-Cavalcabó: "Tanz gemacht"

Submitted by Joanna Lonergan

7. Die Gegenwart [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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     Dunkler Ocean umgürtet
Unsre Erd' und unser Leben.
Fluten rauschen über Fluten,
Auf den Fluten ruhen Wolken,
Dunkler Abgrund ist die Zukunft.
          Nur die Gegenwart ist sicher;
          Jüngling, [auf! genieße]1 sie.

     Siehe, dort auf Kafs Gebürgen
Schwingt sich Anka in die Wolken.
Jeder Staub entsank der Schwinge,
Und man sagt, er sey unsterblich.
Wohin schwang er sich? Wo ist er?
          Nur die Gegenwart ist sicher;
          Jüngling, auf! genieße sie.

     Wie der Tag, so glänzt dein Antlitz,
Wie die Nacht ist deine Locke,
Deine Lippen Morgenröthe.
Morgenroth und Tag und Nächte,
Auch die schönsten fliehn vorüber.
          Nur die Gegenwart ist sicher;
          Jüngling, auf! genieße sie.


View original text (without footnotes)

Note: A "D." appeared at the end of the original text; Herder is now understood to be the author. In Nägeli's score, no text author is indicated.

1 Nägeli: "auf! und genieße", passim.

Submitted by Harry Joelson and Melanie Trumbull

12. Kennst du das Land? [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT CZE DUT ENG ENG ENG ENG ENG FRE FRE FRE FRE FRE FRE FRE FRE GRE HUN ITA ITA ITA POL RUS RUS

List of language codes

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Ken je het land?", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Walter Meyer) , "Knowest thou where?", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (John Bernhoff) , "Mignon", first published 1907
  • ENG English [singable] (Charles Fonteyn Manney) , "Mignon's song", first published 1911
  • ENG English (Emily Ezust) , copyright © 2016
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Connais-tu le pays où les citronniers fleurissent", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • HUN Hungarian (Magyar) (Tamás Rédey) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Conosci tu il paese", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Paolo Montanari) , "Conosci il paese", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Kennst du das Land? wo die Citronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, 
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
                   Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man Dir, du armes Kind, gethan?
Kennst du es wohl? 
                   Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maulthier sucht im Nebel seinen Weg;
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du [ihn]1 wohl?
                    Dahin! Dahin
Geht unser Weg! o Vater, laß uns ziehn!


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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, page 177.

First published in Wilhelm Meisters Lehrjahre. Ein Roman. Herausgegeben von Goethe. Zweyter Band. Frankfurt und Leipzig. 1795, pages 7-8. The poem appears in Book 3, Chapter 1 of Goethe's novel.

1 Schubert: "es"

Notes: "Citronen" is sometimes spelled "Zitronen"
Spontini adds lines from all the stanzas at the end of his setting:

Dahin mit dir, möcht' ich mit dir,
O mein Geliebter, ziehn,
Dahin mit dir, möcht' ich mit dir,
O mein Beschützer, ziehn,
O Vater, dahin geht unser Weg,
O Vater laß uns ziehn,
Mit dir dahin, dahin mit dir!


Submitted by Emily Ezust [Administrator] and Peter Rastl [Guest Editor]

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     - Emily Ezust

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