Thüringer Waldblumen (II. Folge): Lieder im Volkston mit Begleitung des Pianoforte

Song Cycle by (Isador) George Henschel (1850 - 1934)

Word count: 569

1. Liebesklagen des Mädchens I [sung text not yet checked]

Nach meiner Lieb viel hundert Knaben trachten,
Allein der, den ich lieb, will mein nicht achten,
Ach weh mir armen Maid, vor Leid muß ich verschmachten. 

Jeder begehrt zu mir sich zu verpflichten,
Allein der, den ich lieb, tut mich vernichten,
Ach weh mir armen Maid, was soll ich dann anrichten. 

All andre tun mir Gutes viel verjehen,
Allein der, den ich lieb, mag mich nicht sehen,
Ach weh mir armen Maid, wie muß mir dann geschehen. 

Von allen keiner mag mir widerstreben,
Allein der, den ich lieb, will sich nicht geben,
Ach weh mir armen Maid, was soll mir dann das Leben.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Liebesklagen des Mädchens II [sung text not yet checked]

Wer sehen will zween lebendige Brunnen,
Der soll mein' zwei betrübte Augen seh'n,
Die mir vor Weinen schier sind ausgerunnen.

Wer sehen will viel groß' und tiefe Wunden,
Der soll mein sehr verwund'tes Herz besehen,
So hat mich Liebe verwund't im tiefsten Grunde.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Who wishes to see two living fountains", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Plainte d'amour de la jeune fille", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Ich hab' die Nacht geträumt [sung text not yet checked]

Ich hab die Nacht geträumet
Wohl einen schweren Traum;
Es wuchs in meinem Garten
Ein Rosmarinenbaum.

Ein Kirchhof war der Garten,
Ein Blumenbeet das Grab,
Und von dem grünen Baume
Fiel Kron' und Blüte ab.

Die Blüten tät ich sammeln
In einen goldenen Krug;
Der fiel mir aus den Händen,
Daß er in [Stücke zerschlug]1.

D'raus sah ich Perlen rinnen
Und Tröpflein rosenrot.
Was mag der Traum bedeuten?
Ach Liebster, bist du tot?

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 J. van Eijken: "Stücken schlug"

Researcher for this text: Alberto Pedrotti

4. Der Holdseligen sonder Wank [sung text not yet checked]

Der Holdseligen 
Sonder Wank
Sing' ich fröhlichen 
Minnesang,
Denn die Reine, 
Die ich meine
[Giebt]1 mir lieblichen Habedank.
 
Ach! bin inniglich 
Minnewund!
Gar zu minniglich 
[Dankt]2 ihr Mund;
Lacht so grüsslich, 
[Und]3 so küsslich,
Daß mir's bebt in des Herzens Grund!
 
Gleich der sonnigen 
Veilchenau
Glänzt der Wonnigen 
Augen Blau;
Frisch und ründchen 
[Ist]4 ihr Mündchen,
[Wie die]5 knospenden Ros' im Tau.
 
Ihrer Wängelein 
Lichtes Rot
Hat kein Engelein, 
So mir Gott !
Eia! säß' ich 
Unablässlig
Bei der Preißlichen bis zum Tod.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) (Corien Sleeswijk) , copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Bertram Kottmann) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Deutsche Nationalliteratur, Band 49, Stuttgart [o.J.], pages 233-234.

1 Brahms, Loewe: "winkt"; modernized spelling of "giebt" is "gibt"
2 Brahms: "küsst"
3 Brahms, Loewe: "lockt"
4 Brahms, Loewe: "blüht"
5 Brahms, Loewe: "Gleich der"

Research team for this text: John H. Campbell , Lau Kanen [Guest Editor]

5. Mei Schätzerl [sung text not yet checked]

Blaue Ägle, rote Bäckle, und ä Grüble im Kinn
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

6. Wenn ich ein Vöglein wär [sung text not yet checked]

  Wenn ich ein Vöglein wär',
Und auch zwey [Flüglein]1 hätt',
Flög' ich zu dir;
[Weil es]2 aber nicht kann seyn,
Bleib' ich allhier.

  Bin ich gleich weit von dir,
[Bin ich doch]3 im Schlaf bey dir,
Und red' mit dir:
Wenn ich erwachen thu',
Bin ich allein.

  [Es vergeht keine Stund']4 in der Nacht,
Da [mein Herze nicht erwacht,
Und an]5 dich gedenkt,
Daß du mir [viel tausendmal]6 
Dein Herz geschenkt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Als ik een vogel was", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David K. Smythe) , "If I were a little bird", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Si j'étais un petit oiseau", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Giulio Cesare Barozzi) , "Foss'io un uccellino", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Se eu fosse um passarinho", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Stimmen der Völker in Liedern. Gesammelt, geordnet, zum Theilübersezt durch Johann Gottfried von Herder, Tübingen, in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1807, page 482.

Modern spelling would change "zwey" to "zwei", "seyn" to "sein", "bey" to "bei", "thu" to "tu", etc.

Note: the first stanza is quoted by Treitschke in a text set by Beethoven, Ruf vom Berge, WoO. 147

1 Greith: "Flügel"; further changes may exist not shown above.
2 Brahms, Hiller, Schumann: "Weil's"
3 Hiller: "Bin doch"
4 Hiller: "Kein Stunde"; Brahms, Schumann: "Es vergeht kein' Stund' "
5 Hiller: "nicht mein Herz erwacht,/ An"
6 Hiller: "tausendmal, viel tausendmal"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Auditorium du Louvre , Lau Kanen [Guest Editor]

7. Schweizerlied [sung text not yet checked]

[Uf'm]1 Bergli
Bin i [gesässe]2,
Ha de Vögle
Zugeschaut;
Hänt gesunge,
Hänt gesprunge,
Hänts Nästli
Gebaut.

In ä Garte
Bin i [gestande]3,
Ha de Imbli
Zugeschaut;
Hänt gebrummet,
Hänt gesummet,
Hänt Zelli
Gebaut.

Uf [d' Wiese]4
Bin i gange,
Lugt'i Summer-
vögle a;
Hänt gesoge,
Hänt gefloge,
Gar [z'schön hänt's]5
Gethan.

Und da kummt nu
Der Hansel,
Und da zeig i
Em froh,
Wie sie's [mache]6,
Und mer [lache]7
Und [mache's]8
Au so.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Zwitsers lied", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Thomas A. Gregg) , "The maiden in the meadow", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Gary Bachlund) , "On the hills", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant suisse", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cotta'schen Buchhandlung. 1827, pages 169-170; with Goethe's Werke. Erster Band. Stuttgart und Tübingen, in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1815, pages 155-156; and with Goethe's Werke. Erster Band. Original-Ausgabe. Wien, 1816. Bey Chr. Kaulfuß und C. Armbruster. Stuttgart. In der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. Gedruckt bey Anton Strauß, pages 170-171.

1 Reichardt: "An ä"
2 Schubert: "gsässe"
3 Schubert: "gstande"
4 Hiller: "di Wiese"
5 Goethe (Wien 1816 edition): "zu schön hänt s'"; and Schubert (Neue Gesamtausgabe): "zur schön hänts"
6 Goethe (1815 and 1816 edition), and Schubert: "machen"
7 Goethe (1815 and 1816 edition), and Schubert: "lachen"
8 Goethe (1815 and 1816 edition): "machen's"; and Schubert: "machens"

Research team for this text: Martin-Beatus Meier , Malcolm Wren [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

8. Müllers Abschied  [sung text not yet checked]

Da droben auf jenem Berge,
Da steht ein goldnes Haus,
Da schauen wohl alle Frühmorgen
Drei schöne Jungfrauen heraus;
Die eine, die heißet Elisabeth,
Die andre Bernharda mein,
Die dritte, die will ich nicht nennen,
Die sollt mein eigen sein.

Da unten in jenem Tale,
Da treibt das Wasser ein Rad,
Das treibet nichts als Liebe,
Vom Abend bis wieder an Tag;
Das Rad das ist gebrochen,
Die Liebe, die hat ein End,
Und wenn zwei Liebende scheiden,
Sie reichen einander die Händ. 

Ach Scheiden, ach, ach!
Wer hat doch das Scheiden erdacht,
Das hat mein jung frisch Herzelein
So frühzeitig traurig gemacht.
Dies Liedlein ach, ach!
Hat wohl ein Müller erdacht;
Den hat des Ritters Töchterlein
Vom Lieben zum Scheiden gebracht.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]