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Gedichte von Fr. Rückert, Erstes Heft

Word count: 785

Song Cycle by Karl Ludwig Friedrich Hetsch (1806 - 1872)

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1. O mein Stern [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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O mein Stern!
Nah und fern
War mir mancher holde Strahl erschienen;
Doch ich fand
Unbestand,
Und die Treu' allein in deinen Mienen.

O mein Stern,
Den ich gern
Lass' in meines Herzens Tiefe schauen!
Dir allein
Meine Pein,
Dir allein will ich mein Weh vertrauen.

O mein Stern!
Zu dem Herrn
Fleh' ich, der mir diesen Strahl beschieden,
Daß er mich
Sanft durch dich
Führ' aus meinem Kampf zu deinem Frieden.

O mein Stern,
Der vom Herrn
Mir an des Gemüthes Himmelsbogen
Ward gesetzt,
Ungenetzt
Von dem Gischte sturmbewegter Wogen!

O mein Stern
Der sich gern
Her zum Aufruhr meiner Seele neiget,
Eine Bahn
Diesem Kahn
Durch die Nacht und durch die Klippen zeiget!

O mein Stern,
Soll ich fern
Deinem sänftigenden Strahlen schreiten?
Doch verspricht
Mir dein Licht,
Mich auf allen Pfaden zu begleiten.


Submitted by Ferdinando Albeggiani and Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Er ist gekommen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): CAT DUT ENG ENG ENG FRE

List of language codes

Authorship


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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Hij is gekomen in storm en regen", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Kenneth Smith) , "He came in storm and rain", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (John Sullivan Dwight) , "His coming"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Il est venu sous la tempête et la pluie", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Er ist gekommen
In Sturm und Regen,
Ihm schlug beklommen 
Mein Herz entgegen.
Wie konnt' ich ahnen, 
Daß seine Bahnen
Sich einen sollten meinen Wegen?

Er ist gekommen 
In Sturm und Regen,
Er hat genommen 
Mein Herz verwegen.
Nahm er das meine? 
Nahm ich das seine?
Die beiden kamen sich entgegen.

Er ist gekommen 
In Sturm und Regen.
Nun ist [entglommen]1 
Des Frühlings Segen.
Der Freund zieht weiter, 
Ich seh' es heiter,
Denn [er bleibt mein]2 auf allen Wegen.


View original text (without footnotes)
Note: this poem appears in collections in different places: Zweiter Strauß, Geschieden, no. 3 (and sometimes 7); and Erster Strauss, no. 35.
1 C. Schumann: "gekommen"
2 Franz: "mein bleibt er"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Dunkel ist die Nacht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Dunkel ist die Nacht,
Und die Liebe ferne,
Meine Sehnsucht wacht,
Sucht nach einem Sterne.

Leben ist verstummt
In den öden Straßen,
Drüben schwarz vermummt
Steht das Schloss verlassen.

Ausgestorben ganz
Das Gebäu mir deuchtet,
Eines Fensters Glanz
Ist allein beleuchtet.

Und da ist ein Stern
Schimmernd aufgegangen,
In dem Strahle gern
Täusch' ich mein Verlangen:

Sitzt ein Frauenbild
Hinter hellen Scheiben,
Schaffet ruhig mild,
Was sie hat zu treiben.

Liest sie ein Gedicht?
Wirkt sie zart Gesticke?
Einer Kerze Licht
Spielt mit ihrem Blicke.

Harret sie vielleicht
Eines Freund's und lauschet,
Ob's im Gässlein schleicht
Und am Pförtchen rauschet?

Doch ich seh' es ja
An den stillen Mienen,
Dass sie nur ist da, -
Mir zum Stern zu dienen.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Der Liebsten Herz ist aufgewacht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Der Liebsten Herz ist aufgewacht
Aus einer Nacht voll Sorgen;
Ich hab' ihm einen Gruß gebracht,
Zu neuem Freudenmorgen.

Der Liebsten Herz ist aufgewacht
Als wie aus tiefem Traume,
Es sieht erstaunt die Frühlingspracht
Um sich im Weltenraume.

Der Liebsten Herz ist aufgewacht
Zu einem neuen Leben;
Ein Himmel hat es angelacht,
Darein es will verschweben.

Der Liebsten Herz ist aufgewacht
Als wie die Ros' am Strauche;
Die Liebe hat es angefacht
Mit einem frischen Hauche.

Der Liebsten Herz ist aufgewacht,
Es ringt und springt in Freuden,
Und will nun seine reiche Macht
Der Lust an mich vergeuden.

Der Liebsten Herz ist aufgewacht,
Ich hab' es aufgewecket,
Und wache, daß es keiner Nacht
Des Grames wieder decket.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Wunderbar ist mir gescheh'n [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Wunderbar ist mir gescheh'n;
Als ich ging die Welt beseh'n,
Fragt' ich mich bei jedem Ort,
Ob ich möchte wohnen dort,
Ich mit meinem Liebchen.

Durch kein Dörfchen konnt' ich geh'n,
Ohne drum es anzuseh'n;
Ja, ich dacht' an jedem Haus,
Ob ich möchte schau'n heraus,
Ich mit meinem Liebchen.

Wunderbar ist mir gescheh'n:
Kaum ein Fleckchen mocht' ich seh'n
So gering und noch so klein,
Wollte drin zufrieden sein,
Ich mit meinem Liebchen. 


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Ich lag in stummer Lust [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Ich lag in stummer Lust
An meiner Liebsten Brust,
Und meine Augenlide
Geschlossen hielt der Friede.

Ich fühlte mich in ihr,
Und fühlte sie in mir,
Ich fühlte nur das Leben,
Das wir einander geben.

Da blickt' ich auf nach ihr,
Und wieder sie nach mir,
Es kamen auf den Wegen
Die Blicke sich entgegen.

Was wollt ihr Augen hier?
Ihr seid nur Neubegier.
Wir wissen im Vertrauen,
Was ihr nicht braucht zu schauen.

Mein Auge schaute doch,
Und ihres schaute noch,
Als ob das meine fragte,
Und ihres Antwort sagte.

Es fragte: Liebst du mich?
Es sagte: Frage dich!
Und beide schlossen wieder
Begnügt die Augenlider.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

7. Ich dachte nicht, dich selbst zu haben [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Ich dachte nicht, dich selb zu haben,
Ich sah in deinem Kreis mich um,
Wem ich dies Herz mit seinen Gaben
Wohl gönnen möcht' als Eigenthum.

Ich habe keinen wahrgenommen,
Dem ich dich hätte dürfen frei'n;
Es war mir noch nicht eingekommen,
Daß ich es selber könnte sein.

Ich fühlte wohl mich hingezogen
Zu deiner stillen Herzlichkeit,
Ich sah dich freundlich mir gewogen,
Doch glaubt' ich noch die Liebe weit.

Und als ich sah, wie nah' sie stünde,
Hiel schwer auf's Herz mir ihr Gewicht.
Ein Scherz an diesem Ort war Sünde,
Und Ernst, den Ernst den hofft' ich nicht.

Da wollt' ich leise mich entziehen,
Und näher kam ich dir zurück.
Den Tod im Herzen, wollt' ich fliehen,
Und mir im Arme lag mein Glück.

Ich weiß nicht, wie mir's zugekommen;
Doch wenn's der Himmel mir bestimmt,
So sei's mit Dank in Arm genommen,
Bis mir daraus der Tod es nimmt. 


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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