You can help us modernize! The present website has been online for a very long time and we want to bring it up to date. As of May 6, we are $2,380 away from our goal of $15,000 to fund the project. The fully redesigned site will be better for mobile, easier to read and navigate, and ready for the next decade. Please give today to join dozens of other supporters in making this important overhaul possible!

The LiederNet Archive

Much of our material is not in the public domain.
It is illegal to copy and distribute our copyright-protected material without permission.
Printing texts or translations without the name of the author or translator is also illegal.
You must use the copyright symbol © when you reprint copyright-protected material.

For more information, contact us at the following address:
licenses (AT) lieder (DOT) net
Please read the instructions below the translations before writing!
In your e-mail, always include the names of the translators if you wish to reprint something.

Lieder

Word count: 702

Song Cycle by Ferdinand Otto von Flotow

Not all available information for this cycle is visible. Return to normal display.

1. Veilchen


Veilchen, [unter]1 Gras versteckt
Wie mit Hoffnung zugedeckt,
Veilchen, freue Dich mit mir,
Sonne kommt ja auch zu Dir.

Sonne scheint mit Liebesschein
Tief Dir in Dein Herz hinein,
Trocknet Deine Tränen Dir --
Veilchen, freue Dich mit mir!


View original text (without footnotes)
1 in Dresel's first setting: "unter dem", but "dem" disappears in the later setting; Caspary: "unter'm" (and further changes for Caspary may exist not shown above.)

2. Sicilianisch


Schlummerlos rauschen 
Die Saiten im leisen Spiel:
Du, meiner Augen Ziel, 
Laß dein Herz lauschen! 
Den Gram zu bethören,
Mit bebendem Ton 
O laß mich beschwören 
Den zaubrischen Mohn! 
  Schlummerlos rauschen 
  Die Saiten im leisen Spiel:
  Du, meiner Augen Ziel,
  Laß dein Herz lauschen! 

Thränen schon stocken, 
Umschleiert die Wimper fällt, 
Selig zur schönsten Welt 
Träume dich locken.
Von Noth und von Kummer,
Vom Tage so grau
Entführt dich der Schlummer 
Zur sonnigen Au.
  [Schlummerlos rauschen 
  Die Saiten im leisen Spiel:
  Du, meiner Augen Ziel,
  Laß dein Herz lauschen.]1

Grünende Traube 
Rankend zur Wölbung schwoll,
Duftiger Blüten voll 
Baut sich die Laube. 
Die Sorgen zerfließen 
Im murmelnden Bach, 
Und Wolken umschließen 
Das glückliche Dach.
  Schlummerlos rauschen
  Die Saiten im leisen Spiel:
  Du, meiner Augen Ziel,
  Laß dein Herz lauschen.


View original text (without footnotes)
1 omitted by Sommer.

3. Wanderers Nachtlied


Der1 du [von dem Himmel]2 bist,
[Alles Leid]3 und Schmerzen [stillest]4,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit [Erquickung füllest]5,
Ach ich bin des Treibens müde!
[Was soll all der Schmerz und Lust?]6
Süßer Friede,
Komm, ach komm in [meine]7 Brust!


View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Stuttgart und Tübingen, in der J.G. Cotta'schen Buchhandlung. 1827, page 109.

First published in Christliches Magazin Herausgegeben von Joh. Konrad Pfenninger, Dritter Band, 1780, page 243, with the musical setting by Ph. Ch. Kayser.

1 Backer-Grøndahl’s score has a comma after this word (likely a typo)
2 Kirchner: "von den Himmeln"; Hiller: "vom Himmel" (further changes may exist not shown above)
3 Rust: "Kummer, Leid"
4 Schubert: "stillst"
5 Schubert: "Entzückung füllst"
6 Rust: "Bangen Schmerzes, wilder Lust,"; Arnim and J. Marx: "Was soll all der Schmerz, die Lust?"
7 Backer-Grøndahl: "meiner" (likely a typo)

4. Die Procidanerin


Ich habe einen Liebsten
     Recht von den Frommen,
Geht aus zu einer Thüre,
     Zur andern herein.
Wart Du Schelmengesicht Du!
          Hinweg! fort! fort!

     Dann seh' ich ihn schon wieder
          So freundlich kommen:
     «O Liebste laß doch wieder
          Beisammen uns sein!»
O, Du Schelmengesicht Du!
               Hinweg! fort! fort!

     Ich wende mich und sag' ihm:
          Du sollst verkommen!
     Nach einem Stündchen soll ich
          Schon wieder verzeihn?
O Du Schelmengesicht Du!
               Hinweg! Fort, fort!


5. Alte Weide


[Dann]1 klopf' nur an's Fenster,
Und klopfe nur sacht,
Das Dorf liegt im Schlafe
Und still ist die Nacht.

Dann klopf' nur an's Fenster,
Dreimal oder vier,
Ich hör' dich im Schlafe
Und komme zu dir.

Der Garten ist ruhig,
Der Mond ist so blank,
Komm sacht heute Nacht,
Komm den Steig nur entlang.

Da stehet die Weide,
Darunter ein Stein,
Laß schau'n uns am Himmel
Den flimmernden Schein.

Laß plaudern uns zärtlich,
So heimlich und sacht,
Und Niemand zum Zeugen
Als Mondschein und Nacht.


View original text (without footnotes)
1 Eyken: "Drum"; further changes may exist not noted above.

6. Der Kuss


Weil die Mutter mich gescholten,
Weil ich dich, mein Freund, geküßt,
Gieb, o gieb den Kuß mir wieder,
Den du mir hast abgeküßt.

Gieb den Kuß mit gutem Willen,
Daß ihr Zürnen mög' vergehn;
Daß wir wahrhaft sagen können,
Daß zurück die That geschehn.

Und es wird dir Nutzen bringen,
Wenn zurück den Kuß du giebst;
Gieb, o gieb geschwind, Geliebter,
Jenen Kuß, wenn du mich liebst.

Gieb den Kuß um Gottes willen,
Mutter ist so wunderbar. --
Dacht'st zurück zu geben einen,
Und nun hast du zweie gar.


Confirmed with Völkerstimmen. Von L. von Arentsschild, Hannover: im Verlage der Helwingschen Hofbuchhandlung, 1847. Appears in Spanien, in Die Herausforderung, page 87. Beneath the poem it says "De Diego de la Llana", which may be a reference to Don Quixote. In later collections, notably Die Gesänge der Völker: Lyrische Mustersammlung in nationalen Parallelen (1851, ed. by Wolfgang Menzel), the text is titled "Der Kuß".


7. O Vöglein auf dem Baume


O Vöglein auf dem Baume, 
Du fliegest frei hinaus,
Es wächst in jedem Raume
Ein Körnlein deinem Schmaus. 

Du weißt es klug zu naschen
Aus Netzen selbst und Maschen;
Du lässest dich nicht haschen,
Und lachest fröhlich deinen Laurer aus. 

O Vöglein auf dem Baume,
Du fliegest froh dahin;
Es reifet Kirsch' und Pflaume 
Dir einzig zum Gewinn. 

Du bist in diesem Lande
Der einz'ge frei von Stande,
Frei von des Kummers Bande;
O daß ich hätte deinen leichten Sinn! 

Ich lieg' in schwerem Traume
Von nichts als Fahr und Noth.
Ich schweb' auf einem Baume,
Der stets zu brechen droht;

Und unten ringsum wachen
Mit ausgesperrten Rachen
Die Tiger und die Drachen;
Und wenn ich falle, fall' ich in den Tod.  

O daß ich könnt' erwachen,
Alswie aus einem Traum, aus dieser Zeiten Noth!


Confirmed with Schi-King. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert, Altona: J. F. Hammerich, 1833, pages 218 - 219.


8. Zu Ross


Und gestern Not und heute Wein,
Das ist's, was mir gefällt;
Und morgen ein Roß, ein schnelles Roß,
Zu reiten in die Welt.

Vergangnes Leid ist kaum ein Leid,
Und süß ist Jubel im Haus,
Und dazu ein Blick, ein heller Blick
In lust'ge Zeit hinaus.

Die Welt ist jetzt so frühlingsgrün
Und hat der Blumen zu viel,
Hat Mägdlein schön wohl nah und fern
Und klingend Saitenspiel.

Und bist du nur der rechte Mann
Und greifest fröhlich drein,
So Ros' als Maid, so Lieb' als Lied
Ist alles, alles dein.

Drum gestern Not und heute Wein,
Das ist's, was mir gefällt;
Und morgen zu Roß, wohl hoch zu Roß
Reit' ich in alle Welt.


Gentle Reminder
This website began in 1995 as a personal project, and I have been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your gift is greatly appreciated.
     - Emily Ezust

Browse imslp.org (Petrucci Music Library) for Lieder or choral works