Waldlieder : Zyklus von vier Gesängen nach Gedichten von Josef Huggenberger

Song Cycle by Heinrich Kaspar Schmid (1874 - 1953)

Word count: 291

1. Das grüne Haus [sung text not yet checked]

Ein grünes Haus steht an dem Weg,
Dem Wand’rer recht zu Frommen,
Gar viele Leute kehren ein,
Und alle sind willkommen.

Es dehnt sich gastlich Raum an Raum,
Hoch wölben sich die Hallen,
Und manches Plätzchen, still und weich,
Erweckt ein traut’ Gefallen.

Hier ruhen Leib und Seele aus,
Die Brust sich freier hebet,
Erquickung haucht die kühle tust,
Die neu den Gast belebet.

Gar lust’ge Weisen spielen auf
Viel tausend Musikanten,
Und Frohsinn zieht in jedes Herz,
Und Kummer wird zu schanden.

Und wer das grüne Haus nicht kennt,
Dem ist’s nicht wohl ergangen,
Dem hat des Waldes Zauber nie
Die Sinne hold umfangen.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Sommerabend [sung text not yet checked]

— This text is not currently
in the database but will be added
as soon as we obtain it. —

Authorship

3. Waldkönig [sung text not yet checked]

Im grünen Wald bin ich zu Haus,
Ein freier Jägersmann,
Dort ist mir jeder Weg vertraut
Im stillen, dichten Tann.
Ob Sonnenschein, ob Sturmgebraus,
Der Jäger macht sich nichts daraus —
Trara, Trara! das Hifthorn hallt,
Weidmann ist König im Wald!

Mein treuer Hund und meine Büchs
Sind wahre Freunde mir,
Stets weidgerecht in jedem Ziel
Beherrsch’ ich mein Revier;
Und Sankt Hubertus der Patron,
Schützt gnädig allzeit seinen Sohn —
Trara, Trara! das Hifthorn hallt,
Weidmann ist König im Wald!

Wo tief im Wald ein Hüttlein steht,
Da wohnt des Köhlers Kind,
Braun ist ihr Haar und beerenschwarz
Die dunkeln Augen sind;
Waldfrisch ihr Kuß und weich ihr Arm
Wem ist’s wie mir um’s Herz so warm?
Trara, Trara! das Hifthorn hallt,
Weidmann ist König im Wald!

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Winterträume [sung text not yet checked]

Weiße Last drückt alle Zweige
Und es liegt der weite Wald,
Wie ein großer Grabeshügel,
Lautlos, winterstarr und kalt.

Doch tief innen, wo die Säfte
Schlummernd ruh’n in jedem Baum,
Ist’s, als schwebe hin und wieder
Ahnungsreich ein schöner Traum.

Und im Traum, da lebt und knospet
Junges Reis und frisches Grün,
Liederschall und Liebeswerben,
Aufersteh’n und Lenzerblüh’n.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]