Vier Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Victor von Herzfeld

Word count: 325

1. Liebespredigt [sung text not yet checked]

Was singt [ihr]1 und sagt ihr mir, Vögelein,
Von Liebe?
Was klingt ihr und klagt ihr ins Herz mir hinein
Von Liebe?
Ihr habt mir gesagt und gesungen genug,
Ich hab' euch gehört und verstanden genug
Von Liebe,
Von Liebe, von Liebe.

O singt nun, o sagt nun dem Mägdelein
Von Liebe!
O klingt nun, o klagt nun ins Herz ihr hinein
Von Liebe!
Und wenn ihr des Mägdeleins Herz mir ersingt,
Dann ewig, o Vögelein, sagt mir und singt
Von Liebe,
Von Liebe, von Liebe!

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1 omitted by Radecke; further changes may exist not noted aboce.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Zwei Könige [sung text not yet checked]

Zwei Könige sassen auf Orkadal,
Hell flammten die Kerzen im Pfeilersaal.
Die Harfner sangen, es perlte der Wein,
Die Könige schauten finster drein.
Da sprach der eine: "Gib mir die Dirn'!
Ihr Aug' ist blau, schneeweiss ihre Stirn."
Der Andre versetzte in grimmem Zorn:
"Mein ist sie und bleibt sie, ich hab's geschwor'n!"
Kein Wort mehr sprachen die Könige drauf,
Sie nahmen die Schwerter und stunden auf,
Sie schritten hervor aus der leuchtenden Hall';
Tief lag der Schnee an des Schlosses Wall.
Es sprühten die Fackeln, es blitzte der Stahl --
Zwei Könige sanken auf Orkadal.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Bertram Kottmann) , "Two kings sat together in Orkadal", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Linda Godry) , "Two kings sat at Orkadal", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. In der Ferne [sung text not yet checked]

Will ruhen unter den Bäumen hier,
Die Vögelein hör' ich so gerne.
Wie singet ihr so zum Herzen mir!
Von unsrer Liebe was wisset ihr
In dieser weiten Ferne?

Will ruhen hier an des Baches Rand,
Wo duftige Blümlein sprießen.
Wer hat euch Blümlein, [hieher]1 gesandt?
Seid ihr ein herzliches Liebespfand
Aus der Ferne von meiner Süßen?

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Far away", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Au loin", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Lontano", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 some editions: "hierher" (used by Brahms)

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Es fliegt manch' Vöglein in das Nest [sung text not yet checked]

Es fliegt manch Vöglein in das Nest,
Und fliegt auch [wied'r heraus;]1
Und bist du 'mal mein Schatz gewest,
So ist die Liebschaft aus.
Du hast mich schlimm betrogen
Um schnöden Geldgewinn --
Viel Glück, viel Glück zum reichen Mann!2
Geh du nur immer hin!
 
Viel Blümlein steh'n im hohen Korn
Von roth und blauer Zier,
Und hast du eins davon verlorn,
So such ein andres dir.
Glaub' nicht, daß ich mich gräme
Um deinen falschen Sinn --
Ich find' schon einen andern Schatz;2
Geh du nur immer hin!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with: Gedichte von Emanuel Geibel, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1855, page 239.

1 Silcher: "wiedrum aus,"
2 Silcher inserts: "Geh' du, la la la, geh' du, la la la,"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]