by Heinrich Stieglitz (1801 - 1849)

Geht nun, ihr Blüten, meiner Fürstin...
Language: German (Deutsch) 
Geht nun, ihr Blüten, meiner Fürstin Freude,
Und naht bescheiden ihrer Hoheit Throne,
Der Rose Schmelz im weichen Purpurkleide,
Der Hyazinthe blaue Glockenkrone!

Dann schlinge sich der leichte Kranz der Winde
Ins dunkle Haar der schattenden Cypresse,
Die flüstern der Geliebten leis' und linde,
Wie nirgend ich ihr holdes Bild vergesse.

Und ein' ich nun die glüh'nde Amaranthe
Dem reinen Gold der glänzenden Narcisse, 
Dann fühlt die Freundin, wie mein Herz entbrannte, 
Und wie ich schmerzlich ihre Näh' vermisse.

So nahet denn bescheiden meiner Schönen,
Und fragt sie euch, was Assads Herz empfinde,
Dann sagt ihr mit den duft'gen Farbentönen:
"Er denkt, er fühlt, er atmet nur Gulhinde!"

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]