by Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886)

Die Sommernacht hat mir's angetan
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Leuchtkäfer durchschwirren den dunkeln Grund
    Wie Träume, die einst zu guter Stund'
    Das sehnende Herz mir erfreuten.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Die Sterne funkeln so fern und groß,
    Sie spiegeln so hell sich im Meeresschoß,
    Wie die Lieb' in der Tiefe der Zeiten.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Die Nachtigall schlägt aus dem Myrtengesträuch,
    Sie schlägt so schmelzend, sie schlägt so weich,
    Als säng' sie verklungene Leiden.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Das Meer geht wild, das Meer geht hoch;
    Was braucht's der verlorenen Tränen noch,
    Die dem stillen Reiter entgleiten?

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2007-05-14 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:22
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