by Walther von der Vogelweide (1170? - 1228?)

Rosenlese
Language: Mittelhochdeutsch 
   Müeste ich noch geleben daz ich die rôsen
mit der minneclichen solde lesen;
so wold ich mich so mit ir erkosen,
daz wir iemer friunde müesten wesen.
   Wurde mir ein kus noch zeiner stunde
von ir roten munde,
so waer ich nach fröiden wol genesen.

   Waz sol lieblich sprechen waz sol singen?
Waz sol wibes schoene waz sol guot?
Sit man nieman siht nach fröiden ringen,
sit man übel ane vorhte tuot,
   sit man triuwe milte zuht und ere
wil verpflegen so sere,
so verzag an fröiden maneges muot.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in German (Deutsch), a translation by Karl Pannier (1854 - 1931) , "Ein Kuss von rothem Munde" ; composed by Albert Fuchs, Ture Rangström, Anton Rückauf, Wilhelm Eugen Stenhammar, Margarete Voigt-Schweikert.
  • Also set in German (Deutsch), a translation by Otto Ruperius ; composed by Richard Trunk.
  • Also set in German (Deutsch), a translation by Karl Joseph Simrock (1802 - 1876) , "Rosenlesen" ; composed by Joseph Pembaur.

Other available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]