by Konrad der Junge, König (c1252 - 1268), as Künic Kuonrât der junge

Ich fröwe mich maniger bluomen rôt
Language: Mittelhochdeutsch 
Ich fröwe mich maniger bluomen rôt
die uns der meie bringen wil:
Die stuonden ê in grôzer nôt,
der winter tet in leides vil.
Der mei wils uns ergetzen wol
mit manigem wünneclîchen tage:
des ist diu welt gar fröilden vol. 

Waz hilfet mich diu sumerzît
und die vil liehten langen tag?
Mîn trôst an einer frowen lît
von der ich grôzen kumber trage.
Wil sie mir geben hôhen muot,
dâ tuot si tugentlîchen an
und daz mîn fröide wirdet guot. 

Swann ich mich von der lieben scheide,
sô muoz mî fröide ein ende hân.  
Owê, sô stirbe ich lîht von leide
daz ich es ie it ir began.
Ichn weiz niht, frowe, waz minne sint:
mich lât diu liebe sêre entgelten
daz ich der jâre bin ein kint. 

About the headline (FAQ)

Confirmed with Deutsche Liederdichter des zwölften bis vierzehnten Jahrhunderts, dritte Auflage, ed. by Karl Bartsch and Wolfgang Golther, Berlin and Stuttgart: E. Bock / G. J. Göschen'sche Verlagshandlung, 1893, page 220.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:


Researcher for this text: Melanie Trumbull