by Otto Roquette (1824 - 1896)

Da droben auf jenem Berge steht
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
[Da]1 droben auf jenem Berge steht
Ein Holunderbaum vom Wind umweht,
    Gewieget zu der Erden.

Die Nacht ist hell und die Luft ist kühl,
Zwei Buhlen die weinen der Thränen so viel,
    Sie müssen scheiden, ja scheiden.

Sie rissen mit Thränen, mit Thränen sich los,
Der Schmerz war tief, und der Schmerz war groß,
    Sie sahen sich niemals wieder.

Er zog wohl über's weite Meer,
Sie hört eine schaurige Todesmähr',
    Und ging weit über die Berge.

Verschollen ist ihr Nam' im Land,
Der Mond nur ihre Gräber fand,
    Drauf spielen die Lüfte des Maien!

Der grüne Baum steht droben noch
Mit tausend Blüten sprossend hoch,
    Gewieget zu der Erden.

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 185-186

1 Naubert: "Dort"; further changes may exist not shown above.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website: 2009-10-05 00:00:00
Last modified: 2017-04-03 20:44:01
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