by Franz Xaver Seidl (1845 - 1892)

Und wenn es Gott nicht anders will
Language: German (Deutsch) 
Und wenn es Gott nicht anders will,
Ergib' dich drein und harre still,
Mein Lieb, wir müssen scheiden.
Manch' Brieflein schreib' ich aus der Fern' ,
Ich hab' kein And're jemals gern,
Das sei dein Trost im Leiden. 

Und wenn uns auch die Ferne trennt,
Mein Herz, dass sich dein eigen nennt,
Bleibt ja bei dir zu Hause.
Allabends bei der Sterne Schein,
Da kommen die Gedanken [sein]1
In deine stille Klause. 

Im Garten ist ein [kleiner]2 Platz,
Du weißt ihn wohl, mein lieber Schatz,
Dort unter blauem Flieder. 
Ein Vöglein sitzt in seinem Ast, 
[Hier]3 lausche, wenn du Sehnsucht hast, 
Es singt:  "Wir seh'n uns wieder!"

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Confirmed with Deutscher Sänger-Kalender, vierter Jahrgang, Eichstätt und Stuttgart: Krüll'sche Buchhandlung, 1878, page 77.

1 Liebe: "mein"
2 Liebe: "trauter"
3 Liebe: "Da"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull