by Anna (Nuhn) Ritter (1865 - 1921)

Der Weg zum Glück
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Ist einmal ein Bursch in die weite Welt
Gegangen, gegangen,
Die Vöglein, die saßen am Weg auf dem Busch
Und sangen und sangen.
So grün war der Wald und der Himmel so blau,
So golden die Sonne, so blumig die Au,
Das thät ihm nicht übel behagen.

Der Bursch ist gewandert so weit, so weit,
Voll Hoffen, voll Hoffen,
Und wo er am Wege ein anderes Herz
Getroffen, getroffen,
Da bat er: O zeig' mir den Weg zum Glück!
Und wiesen ihn Alle auch spottend zurück,
Er ward doch nicht müde, zu fragen.

Er ward doch nicht müd', an das Glück, das Glück
Zu glauben, zu glauben,
Konnt Keiner den seligen Wandermuth
Ihm rauben, ihm rauben,
Und wurden die Schritte auch schwer und matt,
Er schleppte sich weiter von Stadt zu Stadt,
Hört' Keiner ihn murren und klagen.

Die Vögel, die haben den ganzen Tag
Gesungen, gesungen,
Ihm ist's in die Ohren wie Glockengeläut
Geklungen, geklungen.
Am Rain an der Straße, da schlummert er ein,
Da haben ihn weinende Engelein
Den Weg zum Glück getragen.

Confirmed with Anna Ritter, Gedichte, Einundzwanzigste Auflage, Stuttgart und Berlin: J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, 1905, pages 120-121.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le chemin vers le bonheur", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website: 2011-09-03 00:00:00
Last modified: 2019-05-09 09:29:40
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