by Heinrich Alfred Bulthaupt (1849 - 1905)

Einsam wandl' ich in der Herbstnacht
Language: German (Deutsch) 
Einsam wandl' ich in der Herbstnacht
Unter den erstorb'nen Bäumen,
Ausgebreitet mir zu Häupten
Liegt ein Netz von gold'nen Träumen.

Sterne, die in allen Zweigen
Leuchtend, überzahllos hangen,
Ach!  zu nah, sie zu entbehren,
Und zu lang, sie zu erlangen!

Und in diesem Lichtgefunkel
Zeigt sich mir das Bild der Fraue,
Die ich alle Tag' und Stunden
Traumhaft gegenwärtig schaue.

Die im Dunkel meiner Nächte
Mir ein Sternbild aufgegangen,
Ach!  zu nah, sie zu entbehren,
Und zu lang, sie zu erlangen!  

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Confirmed with Heinrich Alfred Bulthaupt, Durch Frost und Glüthen, vierte vermehrte Auflage, Oldenburg und Leipzig: Schulzesche Hofbuchhandlung, 1904. Appears in Aus Deutschland, page 190.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull