Die Luft so still und der Wald so stumm
Language: German (Deutsch) 
Die Luft so still und der Wald so stumm
An dieser bewachsenen Halde,
Ein grüngewölbtes Laubdach ringsum,
Ein Wiesental unten am Walde.

Wildblühende Blumen sprießen umher,
Rings fließen süße Düfte;
[Es ragt der Bäume wogendes Meer]1
Hoch in die sonnigen Lüfte.

Nur Amselschlag einsam und weit,
Und Falkenschrei aus der Höhe,
Und nichts Lebendiges weit und breit
Als im Waldthal grasende Rehe;

Natur, in dein Leben, still und kühl,
Liege ich selig versunken:
Ein süßes Kindermärchengefühl
Macht mir die Sinne trunken.

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Confirmed with Dichtungen eines Rheinischen Poeten, Band 1: Mein Herz ist am Rheine. Liederbuch von Wolfgang Müller von Königswinter, Vierte vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1871, p. 13.

1 in Geschichte der neuesten deutschen Literatur von 1830 bis auf die Gegenwart, Vierte berichtigte Auflage, ed. by Heinrich Kurz, Leipzig, Druck und Verlag von B. G. Teubner, 1881, this poem was titled "Stille" and this line was "Ohne Rauschen raget der Bäume Meer"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2012-06-18 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:04:57
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