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Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Hieronymus Weickmann (1825 - 1895)

1. Wiegenlied [sung text not yet checked]

Schlafe, Kindlein hold und [weiß]1,
Das noch nichts von Sorgen weiß,
Schlaf in stiller, süßer Ruh,
Thu die kleinen Äuglein zu.

Draußen stehn die Lilien weiß,
Haben allerschönsten Preis,
Droben in der lichten Höh'
Stehn die Englein weiß wie Schnee.

Kommt, ihr Englein weiß und fein,
Wiegt mir schön mein Kindelein,
Wiegt sein Herzchen fromm und gut,
Wie der Wind der Lilie thut.

Schlafe, Kindlein, schlafe nun!
Sollst in Gottes Frieden ruhn;
Denn die frommen Engelein
Wollen deine Wächter sein.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission

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1 Fassbaender, Taubert: "leis" ; Pezold, Quinche, Wesseler: "süß" ; settings marked with red dots below may have further changes not noted above.

Researcher for this text: Harry Joelson

2. Komm mit [sung text not yet checked]

Es zwitschert ein Vöglein: Komm' mit! Komm' mit!
Zu fröhlichem Wandern, beflügle den Schritt!
Die Welt ist so schön, die Welt ist so weit,
Und auf rastlosen Flügeln enteilet die Zeit.

Die blumigen Auen, die ragenden Höhn,
Es kann sich mein Auge nicht müde dran sehn:
Der schimmernde Stern und der rauschende Wald, --
Stets faßt er mein Herz mit erneuter Gewalt.

Wohl wandert's sich lustig den Stab in der Hand,
Und doch bleibt mein Sinn an die Heimath gebannt,
Da schlägt mir ein Herz, und das Herz ist so reich,
Und es schenkt mir die Welt und den Himmel zugleich.

Authorship:

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Confirmed with Souvenir: o frage nicht!, [editor unknown], Fünfte Auflage, Leipzig: C.F. Amelang's Verlag, [1878], page 2.


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Nicht milder ist des Mondes Silberlicht [sung text not yet checked]

Nicht milder ist des Mondes Silberlicht, als du,
Und gibt es Engel, sind sie reiner nicht, als du!
Es widert mich die Welt und all' ihr Treiben an,
Und nichts kann mich begeistern zum Gedicht, als du!

Authorship:

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Waldeinsamkeit [sung text not yet checked]

Deine süßen, süßen Schauer,
O Waldesruh',
In meine Seele hauche
Und träufle du!
Laß mich träumen die Träume
Der Jugendzeit!
O Frieden, o Ruh'! komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
    Waldeinsamkeit!

Märzveilchen [blühen]1, [es treibt in den Bäumen]2,
Der Frühling kam;
Es zwitschern die [Vögel]3, [die Wipfel rauschen]2
So wundersam;
[O Schöpfungsodem, der die Brust mir
Bezaubert und feit!
O Frieden, o Ruh', komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
   Waldeinsamkeit!]2

[Feierlich sonntägliche Stille
Und Frühlingszeit;
Kein Laut, keine Seele]4
Weit und breit!
[Nur ein leiser, leiser Kummer
Ist mein Geleit; --]2
O Frieden, o Ruh'! komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
   Waldeinsamkeit!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Solitude of the forest", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Solitude de la forêt", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Heinrich Leuthold, Gedichte, Frauenfeld, Verlag von J.Huber: 1879. Note: there exists an earlier version of this poem.

1 Thuille: "blüh'n"
2 omitted by Pache.
3 Pache: "Vöglein"
4 Pache: "Kein Laut sonst, Ruhe"

Research team for this text: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Am Strand [sung text not yet checked]

Der Hauch, der die schäumende
Meerfluth erregt,
O wie er das träumende
Herz mir bewegt!
Es wälzen sich Hügel
Von Wogen daher;
O wüchsen mir Flügel,
Ich flög' über Meer!

Einst hört' ich durch tosendes 
Branden der Fluth 
Zuerst dein liebkosendes: 
"Bist du mir gut?" 
Und denk' ich der Zeiten, 
So fühl' ich gerührt 
Die klagendsten Saiten 
Der Seele berührt. 

Schon glüh'n, über'm dunkelnden 
Ufer entfacht,
Hoch oben die funkelnden 
Leuchten der Nacht; 
Dort strahlt im Gewimmel 
Der glänzendste Stern... 
Doch du und der Himmel 
Wie seid ihr fo fern!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Wanderrast [sung text not yet checked]

Hier ruht sich's gut, hier halt' ich Rast,
Der Wind spielt in den Bäumen;
Da mag manch blüthenbehangener Ast
Von künftigen Früchten träumen.

Es lispelt ein hüpfend Lenzgedicht
Der Quell Zu meinen Füßen,
Maßliebchen und Vergißmeinnicht,
Sie lächeln mich an und grüßen.

Sie lächeln mich an voll Seligkeit
Mit ihren Augen, den frommen; --
O schöne, goldene Jugendzeit,
Wo bist du hingekommen?

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
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