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Lieder der Brautzeit

Word count: 437

Song Cycle by Georg Wilhelm Rauchenecker (1844 - 1906)

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1. Auftrag [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Mein lieber Goldschmied, schmiede fein
Aus lautrem Gold zwei Ringelein
Für meinen Schatz und mich;
Und schreib' mit aller Kunst hinein,
Daß unsre Lieb soll ewig sein.
Doch, Goldschmied, eile dich.

Weithin ist noch die Ewigkeit,
Wir können harren gute Zeit
Mein treuer Schatz und ich;
Doch sind zum Hochzeitschor bereit
Die Engelein im Feierkleid,
Drum eile, Goldschmied, dich.

Die stimmen ihre Harfen schon
Und prüfen leis der Geigen Ton
Für meinen Schatz und mich.
O, laß sie warten nicht zu lang
Mit Freudenklang und Himmelssang.
Mein Goldschmied, eile dich.


Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, page 251.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Hochzeitsmorgen [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Daß wir sollen selig sein 
Will ein lichter Tag erscheinen. 
Schon erbleichen rings die Sterne, 
Und die Berge in der Ferne 
Hüllet Nebelschimmer ein.  

Ihre Schätze hat die Nacht 
Ausgestreut mit vollen Händen: 
Auf die Blätter Thaugeschmeide; 
Blumen in dem bunten Kleide 
Sind mit Perlen reich bedacht.  

Über Busch und über Strauch 
Spann sie ihre schönsten Träume, 
Draus die Sänger Lieder weben, 
Wenn sie jubeln aufwärts schweben, 
Sanft erweckt vom Morgenhauch. 

Alles, Alles ist bereit, 
Dich Geliebte zu begrüßen: 
Rascher treibt der Bach die Wellen 
Und die Rosenknospen schwellen, 
Dich zu schau'n in Herrlichkeit.  

Lauter wird es jetzt im Hain 
Golden glänzen Wolkensäume, 
Wo sich Erd und Himmel einen: 
Denn es will der Tag erscheinen, 
Daß wir sollen selig sein.


Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, pages 251 - 252.


Submitted by Melanie Trumbull

3. Vor der Kirche [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Ihr Heiligen am Kirchenthor
Aus wettergrauem Stein,  
Mit frischen Kränzen angethan,
Schaut nicht so grämlich drein.   

Die Glöcken läuten Freude laut
Durch blüh'nde Frühlingszeit.
Es gibt die allerschönste Braut
Der klare Tag Geleit. 

Und wie aus frommer Dämmerung
Der Orgelklang sie grüßt,
Seht wie der Sonne frohster Strahl
Das Lockenhaupt ihr küßt.

Ihr Heiligen am Kirchenthor,
Alt, gram und grau aus Stein,
Wie lächelt ihr so mildiglich
Der Braut im Heil'genschein.


Confirmed with Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, pages 252 - 253.


Submitted by Melanie Trumbull

4. Hochzeit [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Zu diesem Reigen reiche mir die Hand, 
Deß Weise soll mir nie ersterben, 
Sie war es, deren schmeichelnd Werben 
Mit Liebesfesseln uns zuerst umwand. 

Und wieder ist dein Blick zur Erd' gesenkt 
Und wieder brennen deine Wangen, 
Und zagst, in scheuer Furcht befangen,  
O Kind, mein Weib, Dich hat mir Gott geschenkt.  

Vor seinem Antlitz hast du heut bekannt, 
Daß du dich mir in Lieb ergeben, 
Mit deine Seele, deinen Leib, dein Leben . . . 
Zu diesem Reigen reiche mir die Hand.


Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, page 253.


Submitted by Melanie Trumbull

5. Im Heim [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Still ist es worden aller Ort, 
Der Tag schloß müd' die Augen zu,
Am Himmel schwimmt der Mond in Ruh
Kein Sang ertönt, kein lautes Wort. 

Hernieder steigen Engel sacht,
Die setzen sich auf unser Haus 
Und breiten ihre Schwingen aus
Für dich, für mich, in treuer Wacht. 

Süßes Vergessen all' der Zeit,
Da ich nicht dein, da du nicht mein.
Nun hegt uns Liebesfrieden ein,
Kein Laut, kein Wort ... nur Seligkeit.


Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, page 253.


Submitted by Melanie Trumbull

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