by Abraham Emanuel Fröhlich (1796 - 1865)

Weinend irrt bei Nacht ein Kind
Language: German (Deutsch) 
Weinend irrt bei Nacht ein Kind
Durch den Wald in Schnee und Wind,
Und es zeigt sich ihm kein Licht
Und es findt die Heimat nicht.
Und in Noth muß es vergehn:
Da läßt Sternenlicht sich sehn,
Und von Höhn zu ihm herab
Kömmt ein himmlisch holder Knab.

Und er reicht dem Kind die Hand,
Reicht ihm wärmendes Gewand,
Reichet ihm erquickend Brot
Und befreit's von aller Noth.
O wie ist der Knabe schön!
Seine Wort sind süße Tön,
Seine Pfade lichterhellt
Und als wie ein Blumenfeld. 

Also führt das Christuskind
Durch des Lebens Nacht und Wind
Uns an seiner treuen Hand
Hülfreich in das Heimatland.
Wie verirrt in Wald und Stein
Hülflos arme Kinder schrein,
Also irrten wir umher,
Wenn nicht Jesus bei uns wär. 

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Confirmed with Weihnachtsgabe zum Besten der Wasserbeschädigten in der Schweiz, ed. by Abraham Emanuel Fröhlich, Basel: Schweighauserischen Buchdruckerey, 1839, pages 10 - 11.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2019-08-11 00:00:00
Last modified: 2019-08-15 21:07:58
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