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Sechs vierstimmige Lieder für Sopran, Tenor, Alt und Bass

Word count: 792

Song Cycle by Karl Martin Reinthaler (1822 - 1896)

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1. Morgenwanderung [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Wer recht [in]1 Freuden wandern will,
Der [geh']2 der Sonn' entgegen;
Da ist der Wald so kirchenstill,
Kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach,
Nur im hohen Gras der Bach
Singt leise den Morgensegen.

Die ganze Welt ist wie ein Buch,
Darin uns aufgeschrieben
In bunten Zeilen manch' ein Spruch,
Wie Gott uns treu geblieben.
Wald und Blumen, nah' und fern,
Und der helle Morgenstern
Sind Zeugen von seinem Lieben.

Da zieht die Andacht wie ein Hauch
Durch alle Sinnen leise,
Da pocht an's Herz die Liebe auch
In ihrer stillen Weise.
Pocht und pocht, bis sich's erschließt,
Und die Lippe überfließt
Von lautem, jubelndem Preise.

Und plötzlich läßt die Nachtigall
Im Busch ihr Lied erklingen,
In Berg und Tal erwacht der Schall
Und will sich aufwärts schwingen,
Und der Morgenröte Schein
Stimmt in [lichter]3 Gluth mit ein:
Laßt uns dem Herrn lobsingen.


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1 Ramann: "mit"; further changes may exist not noted above.
2 Abt: "zieh' "
3 Abt: "voller"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Weit, weit aus ferner Zeit [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Weit, weit aus ferner Zeit
Aus grüner Jugendwildniß
Grüßt mich in Lust und Leid
Ein wundersames Bildniß.
  Wohl kenn' ich gut
  Der Lippe Glut,
  Die mit mir pflag zu kosen,
  Das Auge so hold,
  Der [Locke]1 Gold
  Der Wange bleiche Rosen.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz
Den Traum der ersten Liebe.

Spät nach des Tages Streit,
Wenn klar erglühn die Sterne,
Giebt's mir ein treu Geleit
In aller Näh und Ferne.
  Ich lag bei Nacht 
  Wohl auf der Wacht,
  Da stand es mit am Feuer,
  Ich fuhr daher 
  Übers blaue Meer:
  Und sah es ruhn am Steuer.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz
Den Traum der ersten Liebe.

[Still wie ein schüchtern Kind
So blickt's]2 mich an durch Thränen,
Will seine Locken lind
An meine Schulter lehnen.
  Es winkt so lieb,
  Es singt so trüb
  Von Zeiten, die vergangen, 
  Da schmilzt mein Sinn
  In Heimweh hin,
  Bin für und für gefangen.
Denn ob in Kampf und Schmerz
Kein Hauch der Jugend bliebe:
Nie doch vergißt das Herz 
Den Traum der ersten Liebe.


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1 Bruch: "Locken"
2 Bruch: "Still, still blickt's"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Unter der Loreley [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Wie kühl der Felsen dunkelt
Hernieder in den Rhein!
Kein Strahl der Sonne funkelt
Im grünen Wasserschein.
Es kommt im Windesweben
Ein Gruß der Märchenzeit --
Wie fem von hier das Leben!
Die Welt wie weit von hier, wie weit!

In dieser Schattenkühle
Der Einsamkeit im Schooß,
Wird alles was ich fühle
So still, so klar, so groß.
Kein Wunsch mehr, kein Begehren,
Geschlichtet jeder Zwist --
Ich kann der Welt entbehren,
Wo du o Liebe bei mir bist.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Wann in Höhen, licht und stille [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Wann in Höhen licht und stille
Wonnig sich der Vogel wieget,
Auch der Mensch aus schwerer Hülle
Auf ins Gold des Morgens flieget.

Nimmer schleicht durchs Herz die Welle
Seines Blutes kalt und trübe,
So ein heil'ger Himmel helle
Wärmt es mit dem Strahl der Liebe.

Und sein Auge, trüb vom Leide,
Hellt mit Tränen stiller Wonne,
Wie der Tau die Blüt' der Heide,
Eines frischen Morgens Sonne.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Unter dies Grünlaubdach

Language: German (Deutsch) after the English

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

Based on
  • a text in English by William Shakespeare (1564 - 1616), no title, appears in As You Like It, Act II, Scene 5 DUT FIN FRE
      • This text was set to music by the following composer(s): Godfrey Edward Pellew Arkwright, Thomas Augustine Arne, Joseph W. Baber, Winifred May Bury, Mary Grant Carmichael, Mario Castelnuovo-Tedesco, Louis Crerar, Madeleine Dring, John Linton Gardner, Steven R. Gerber, Ivor Gurney, Raymond Hanson, Mervyn, Lord Horder, the Second Baron of Ashford, Herbert Norman Howells, Sven Eric Emanuel Johanson, Erich Wolfgang Korngold, Kenneth Leighton, Ernest John Moeran, Douglas Stuart Moore, Olallo Morales, Charles Hubert Hastings Parry, Sir, Roger Quilter, Donna Gartman Schultz, Cyril Meir Scott, David Sisco, William Walton. Go to the text.

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Unter dies Grünlaubdach
 . . . . . . . . . .

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6. Gute Nacht [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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[Schon]1 fängt es an zu dämmern,
Der Mond als Hirt erwacht,
Und singt den Wolkenlämmern
Ein Lied zur guten Nacht;
Und wie er singt so leise,
Da dringt vom Sternenkreise
Der Schall ins Ohr mir sacht,
Schlafet in Ruh'! schlafet in Ruh'!
[Vorüber der Tag und sein Schall;]2
Die Liebe Gottes, sie deckt euch zu
[Allüberall]2.

Nun suchen in den Zweigen
Ihr Nest die Vögelein,
Die Halm' und Blumen neigen
Das Haupt im Mondenschein,
Und selbst des Mühlbachs Wellen
Lassen das wilde Schwellen
Und schlummern murmelnd ein.
Schlafet in Ruh', schlafet in Ruh'!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Von Tür zu Türe wallet
Der Traum, ein lieber Gast,
Das Harfenspiel verhallet
Im schimmernden Palast,
Im Nachen schläft der Ferge,
Die Hirten auf dem Berge
Halten ums Feuer Rast.
Schlafet in Ruh', schlafet in Ruh'!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebes Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Und wie nun alle Kerzen
Verlöschen durch die Nacht,
Da schweigen auch die Schmerzen,
Die Sonn' und Tag gebracht;
[Lind]3 säuseln die Zypressen,
Ein seliges Vergessen
Durchweht die Lüfte sacht.
[Schlafet in Ruh', schlafet in Ruh'!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.]2

Und wo von heißen Tränen
Ein schmachtend Auge blüht,
Und wo in bangem Sehnen
Ein liebend Herz verglüht,
Der Traum kommt leis und linde
Und singt dem kranken Kinde
Ein tröstend Hoffnungslied.
Schlafet in Ruh', schlafet in Ruh'!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Gut' Nacht denn, all ihr Müden,
Ihr Lieben nah und fern!
[Nun]4 ruh' auch ich in Frieden,
Bis glänzt der Morgenstern.
Die Nachtigall alleine
Singt noch im Mondenscheine
Und lobet Gott den Herrn.
[Schlafet in Ruh', schlafet in Ruh'!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.]2


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1 Rheinberger, op. 185 no. 7: "Nun"; further changes may exist not noted above
2 omitted by Abt.
3 Abt: "Und"
4 Abt: "Bald"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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