by Otto Roquette (1824 - 1896)

So viel Laub an der Linden ist
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG ENG
So viel Laub an der Linden ist,
So viel Blüten in Düften sie treibt,
So viel Holdes zu finden ist,
Als der Mai auf die Rosen schreibt,
Ach so viel hunderttausendmal
Jauchz' ich und schau ich hinab ins Thal,
Denn auf dem Platz bei der Linden,
Will mich mein Schatz heut finden!

Ach warum bin ich nicht schön und reich,
Ach warum hab ich nicht Pracht und Gold?
Daß ich mein' Schatz, an Schönheit ihr gleich,
Schmücken mir könnte so wie ich wollt!
Sag mir, du Linde, o sag mir an,
Was ihr an [mir]1 nur gefallen kann?
Weiß ja nichts Schönes zu finden
[Nicht]2 an mir, noch an der Linden!

Drunten im Thal, wo der Waldweg geht,
Wo durch die Felsen der Wildbach bricht,
Seh ich sie kommen, vom Wind umweht,
O du mein [Lieben, mein Leben]3, mein Licht!
Ach wie bin ich so reich, so reich,
Ach, wie weiß ich nichts Schönres zugleich
Als auf dem Platz an der Linden
An Herrlichkeit zu finden!

About the headline (FAQ)

View original text (without footnotes)

Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta'scher Verlag, 1852, pages 73-74.

1 Jensen: "uns"
2 Jensen: "Nichts"
3 Jensen: "Leben, mein Lieben"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "By the linden tree", copyright ©
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website between May 1995 and September 2003.
Last modified: 2018-09-26 09:15:58
Line count: 24
Word count: 166