by Christian Schreiber (1781 - 1857)

Holde Laute
Language: German (Deutsch) 
Holde Laute, 
Einzig mir Vertraute, 
Deine Saiten tönen wieder 
Was mein stummes Herz erfüllt; 
Süße Wehmuth senkt sich nieder, 
Und die Brust wird froh gestillt.  

Holde Laute, 
Meines Grams Vertraute!  
Theure Bilder ferner Zeiten, 
Längst entflohn dem trüben Blick, 
Leben auf in deinen Saiten, 
Kehren tröstend mir zurück.  

Holde Laute, 
Meiner Lust Vertraute! 
Schweigend in den Melodien, 
Schmilzt der heißen Sehnsucht Drang!  -- 
Sterbend möcht' ich mir entfliehen  --  
Freudig sterben im Gesang. 

Goldne Laute 
Einzig mir Vertraute! 
Niemand will mein Herz verstehen  --  
Du nur fassest meine Brust; 
Und aus Deinen Tiefen wehen 
Träume nie geahnter Lust. 

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Confirmed with Der Freimüthige, oder Ernst und Scherz: ein Unterhaltungsblatt, vierter Jahrgang, ed. by August von Kotzebue und G. Merkel, Berlin: Heinrich Frölich, 1806. Appears in Issue nro. 2, dated Freitag, den 3. January 1806, page 7.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull