by Christian Weise (1642 - 1708)
Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene
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Language: German (Deutsch)
Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene, Und rühre zwar die keuschen Blätter an, Daher ich Tau und Honig schöpfen kann, Doch lebt ihr Glanz und bleibet immer grüne, Und also bin ich wohlgemüt, Weil meine Rose blüht. Die Rose blüht, Gott, laß den Schein verziehen, Damit die Zeit des Sommers langsam geht, Und weder Frost noch andre Not entsteht, So wird mein Glück in dieser Rose blühen, So klingt mein süßes Freudenlied: Ach meine Rose blüht! Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen Mit solcher Zier und Herzempfindlichkeit, Daß auch mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut, Mit keiner Blum' im Garten liebzukosen, Weil alles, was man sonsten sieht, In dieser Rose blüht.
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View text with all available footnotesConfirmed with Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, collected and edited by Achim von Arnim and Clemens Brentano, Volume 1, Heidelberg: beÿ Mohr und Zimmer, Frankfurt beÿ J. C.B. Mohr, 1806, page 166. Beneath the poem is written "Christian Weisens drei klügsten Leute. Leipzig 1684. S. 234.
Text Authorship:
- by Christian Weise (1642 - 1708), "Die Rose", first published 1684 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2014-02-19
Line count: 18
Word count: 124