by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Die Sonne brannte heiß am Tage
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: English
Die Sonne brannte heiß am Tage, Nun wird es auf den Abend kühl, Die Wolken ziehn in dunkler Lage, Und durch die Luft weht Harfenspiel. Mir ist so eigen, ist so trübe, Mein Herz strebt in die Ferne fort! Es denkt an seine alte Liebe Und sinnt auf eine verloren Wort. Umsonst! Ich werd´ ihn nimmer finden, Den Spruch, der Seelen binden mag, Warum auch gab ich ihn den Winden, Da er auf meinen Lippen lag! Ach! Immer finstrer wird der Schatten; Ich steh´ allein in öder Nacht, Und keine Stätte harrt des Matten, Und niemand ist, der mit mir wacht.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Emanuel Geibel, 14. Aufl. Berlin, 1849.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Lied" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Malcolm Wren [Guest Editor] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2015-04-21
Line count: 16
Word count: 103