by Heinrich Franz Gaudenz von Rustige (1810 - 1900)
Ich steh' auf meinem Thurme
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Ich steh' auf meinem Thurme Und halte strenge Wacht; -- Drei Glocken hab' ich zu läuten, Drei Glocken, bei Tag und bei Nacht. Die erste tönt so helle Mit feierlichem Klang, Und ruft die gläubige Menge Zu Mett' und Lobgesang. Die zweite mit schnellen Schlägen Das schlafende Volk erschreckt, Wenn der Flamme gierige Zunge Am rauchenden Giebel leckt. Die dritte dumpf erdröhnet Gar schauerlich und schwer; Dem ihr Geläut' ertönet, Der hört es nimmermehr! Doch wenn der Freiheit Feuer Einst von den Bergen flammt, Dann donnern laut im Sturme Meine Glocken allesammt! Ich steh' auf meinem Thurme Und halte strenge Wacht; -- Drei Glocken hab' ich zu läuten, Drei Glocken, bei Tag und bei Nacht.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Heinrich Rustige, Frankfurt am Main, Druck und Verlag von Johann David Sauerländer, 1845, pages 55-56.
Text Authorship:
- by Heinrich Franz Gaudenz von Rustige (1810 - 1900), "Der Thürmer" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2024-01-29
Line count: 24
Word count: 119