by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
Auf dem Heerzuge
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Language: German (Deutsch)
Das Käuzlein lass' ich trauern im Astloch Tag und Nacht; ich renn' aus Schanz' und Mauern ins off'ne Feld zur Schlacht. Ich pflüge mit dem Schwerte und schatze Stadt und Land. Das Glück ist mein Gefährte und reicht mir treu die Hand. Sa, Bruder, lass uns wandern! Die Kost ist hier zu schlecht, bis wir dann auch den andern geschatzt und abgezecht. Und bin ich arm im Leben, so macht's mir keine Pein; es wächst mein Gut an Reben und heißt mich fröhlich sein. Wie Blümlein auf den Auen schön wunderbar erblüht liebäugeln uns die Frauen ins Herz und ins Gemüt. Du schönster Schatz der Erde, lass du dein Äugeln sein! Ob hint ich leben werde, das weiß nur Gott allein.
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Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Dr. Heinrich Gerstenberg (Hrsg.), Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke, 3. Bd.: Lyrische Gedichte, Berlin, 1891.
Note: in the penultimate line, "hint" is explained in the primary source by a footnote: "heint, diese Nacht" (this night).
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Auf dem Heerzuge" [author's text checked 1 time against a primary source]
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