by Robert Weber (1824 - 1896)
Das Vaterland
Language: German (Deutsch)
Wo geht der Weg zum freien Land? Vorbei an hoher Felsenwand, Wo sich der Aar zum Himmel hebt Und über blauen Tiefen schwebt! Die Heerde graset still empor, Der Strom schäumt durch's granit’ne Thor: O sei gegrüßt, mein Vaterland, Vom Rhein bis an den Rhonestrand! Wohin, wohin, du Menschenkind, Im Sommerwehen süß und lind? Steig' auf zum grünen Alpenhang, Ist dir's da unten schwer und bang! Dort breitet sich die Freiheit aus, Dort steht ihr erstes Mutterhaus; Die Firnen glühen, Brand an Brand, -- Wie ist es schön, das Vaterland! Der ew'gen Jugend Rosenschein, Wie leuchtest du so frisch herein Und hebst die Seele aus dem Thal Und küssest sie im Abendstrahl! O lod're, freier Mannesmuth, Glüh' auf, wie unsrer Alpen Gluth, Und sei geschirmt, o Vaterland, Durch deiner Söhne starke Hand!
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Robert Weber (ed.), Die poetische Nationalliteratur der deutschen Schweiz. Musterstücke aus den Dichtungen der besten schweizerischen Schriftsteller von Haller bis auf die Gegenwart, Dritter Band, Glarus: Verlagsbuchhandlung von J. Vogel, 1867, page 362.
Text Authorship:
- by Robert Weber (1824 - 1896), "Das Vaterland" [author's text checked 1 time against a primary source]
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