by Gall Morel, Pater (1803 - 1872)
Das Glöcklein
Language: German (Deutsch)
Auf dem grünen Rasensitze, Hier am kleinen Wasserfall, Hör' ich von des Thurmes Spitze, Eines Silberglöckleins Schall. Dir, o Höchster! klingt es helle, Dir, durch den das Weltall lebt, Der mich auf der Lebenswelle Liebend väterlich umschwebt. Wenn ich seine Huld nicht hätte, O wie wär' ich arm und schwach! Drum in flammendem Gebete Ringt ihm meine Seele nach. Und wie's hell vom Thurme klinget Also klingt's im Innern klar, Ihn allein mein Herz besinget, Der da sein wird, ist und war. Glöcklein gibst mir ernste Kunde, Rufst: der Tag hat sich geneigt; Mir auch kommt die Abendstunde, Da die Sonne niedersteigt. Dann, o liebes Glöcklein, klinge, Freundlich mir zur Grabesruh; Die befreite Seele schwinge Selig sich der Heimath zu.
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Die Glocke im Lichte der deutschen Dichtung, Gesammelt und herausgegeben von P. Gall Morel und Vogel von Glarus, zweite, vermehrte Auflage, Glarus: Verlagsbuchhandlung Vogel, 1894, pages 53-54.
Text Authorship:
- by Gall Morel, Pater (1803 - 1872), "Das Glöcklein" [author's text checked 1 time against a primary source]
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