by Susanne Henriette Amalie Krafft (1778 - 1852)
Ich denke dein
Language: German (Deutsch)
Our translations: ITA
Ich denke dein, ob auch getrennt in weiter Ferne ist meine Seele stets bei dir: im Morgenrot, beim Glanz der Sterne, seh ich dein holdes Bild vor mir und bei des Mondes Silberschein, gedenk' ich dein! Ich denke dein, auf heisser Sehnsucht lichten Schwingen umschwebt mein Geist auch ferne dich! Dir meiner Liebe Gruß zu bringen, erfasst oft Glutverlangen mich, doch muß getrennt von dir ich sein, gedenkend dein! Ich denke dein, wenn hoch die Abendwolken glühen im letzten goldnen Sonnenstrahl; mit ihnen möchte ich dann ziehen, weit über Fluren, Berg und Tal! Doch bleiben muß ich hier allein, ich denke dein! Ich denke Dein! Wenn längst des Tages Licht geschieden, Und Atair im Adler glänzt; Wenn Alles ruht im tiefen Frieden, Dein Haupt vielleicht schon Mohn umkränzt: Doch hängt mein Blick an Arktursschein -- Und denke Dein! Ich denke Dein! Selbst wenn in Schlummers dunklen Träumen Mein Aug' den äuß'ren Sinn verschließt; Da Du aus allen Himmelsräumen Mein schönstes Sternenbild mir bist. Belebt von Dir mein ganzes Sein, Gedenk' ich Dein!
G. Herrmann sets stanzas 1-3
Confirmed with Sechs Erzählungen, neue Ausgabe, Aschaffenburg: Theodor Pergay, 1834. Appears in Anhang, pages 112 - 113.
Text Authorship:
- by Susanne Henriette Amalie Krafft (1778 - 1852), "Ich denke Dein", appears in Sechs Erzählungen, in Anhang [author's text checked 2 times against a primary source]
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Research team for this page: Amelia Maria Imbarrato , Melanie Trumbull , Johann Winkler
This text was added to the website: 2005-10-29
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